Corona-News: 15.741 Fälle: Corona-Neuinfektionen etwas unter Vorwochenstand


Die Pandemie hat die Welt weiter fest im Griff. In unserem Corona-Ticker bekommen Sie immer alle Infos aus Deutschland und der Welt in der Übersicht. Die wichtigsten Meldungen im Überblick:Noch dieses Jahr verfügbar? Drosten: Nächstes Jahr wird das Leben wieder „weitgehend normal“ seinRKI meldet am Freitag (20. November) so viele Neuinfektionen wie noch nieBiontech schraubt Wirksamkeitsprognose hochNächster Impfstoff-Hammer: Noch ein Konzern meldet DurchbruchBionTech-Chef: Impfstoff wohl noch dieses Jahr – Rückkehr zur Normalität jedoch erst 2021Großbritannien: Lockerungen zum Weihnachtsfest?13.45 Uhr: Das Weihnachtsfest im Kreise der Liebsten ist Berichten zufolge für viele Briten trotz Corona-Pandemie gesichert. Zwischen dem 22. und 28. Dezember wolle Premier Boris Johnson hierfür einige Vorschriften lockern, schrieb der „Telegraph“ am Sonntag. Details zu neuen Corona-Maßnahmen wird Johnson am Montag bekanntgeben, wie ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur in London sagte.In Umfragen hatten viele Briten erklärt, sie würden Pandemie-Regeln brechen, um ihre Angehörigen an Weihnachten doch noch besuchen zu können. Nach einem Bericht des Senders Sky News sollen über Weihnachten auch die Kirchen offen sein und Besuche von Pubs und Restaurants unter bestimmten Auflagen ermöglicht werden.15.741 Fälle: Corona-Neuinfektionen etwas unter Vorwochenstand8.15 Uhr: Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) mit 15.741 neuen Corona-Infektionen binnen 24 Stunden vergleichsweise wenig Fälle gemeldet. Im Vergleich zum Wert vor einer Woche sind das 1206 Infektionen weniger, wie aus RKI-Daten von Sonntagmorgen hervorgeht. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl bei 16.947 gelegen. Der Höchststand war am Freitag mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.Nachdem die Zahl der täglichen Neuinfektionen im Oktober und Anfang November stark gestiegen war, war der Wert zuletzt vergleichsweise stabil. Einen deutlichen Rückgang der Neuinfektionen gibt es aber bislang nicht, obwohl seit Anfang November ein Teil-Lockdown in Deutschland gilt.Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 918.269 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 22.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Sonntag um 138 auf insgesamt 14.022. Das RKI schätzt, dass rund 603.800 Menschen inzwischen genesen sind.Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 1,07 (Vortag: 1,05). Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, ungefähr eine weitere Person ansteckt. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.Das waren die News vom 21. November:22.964 Fälle: Corona-Neuinfektionen etwas über dem Vorwochenstand9.15 Uhr: In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.964 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Im Vergleich zum Wert vor einer Woche wurden gut 500 Fälle mehr gemeldet. Am vergangenen Samstag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 22.461 gelegen. Der Höchststand war am Freitag mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden.Nachdem die Zahl der täglichen Neuinfektionen im Oktober und Anfang November stark gestiegen war, war der Wert zuletzt vergleichsweise stabil. Einen deutlichen Rückgang der Neuinfektionen gibt es aber bislang nicht, obwohl seit Anfang November ein Teil-Lockdown in Deutschland gilt.Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 902.528 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 21.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Samstag um 254 auf insgesamt 13.884. Das RKI schätzt, dass rund 593.100 Menschen inzwischen genesen sind.Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,05 (Vortag: 0,99). Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, ungefähr eine weitere Person ansteckt. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.Das waren die News vom 20. November: Noch dieses Jahr verfügbar? US-Notfallzulassung für Impfstoff beantragt13.12 Uhr: Die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer haben bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff beantragt. Das teilten Biontech und Pfizer am Freitag in einer gemeinsamen Mitteilung mit. Schon zuvor hatten die Unternehmen bekannt gegeben, dass die Impfung einen 95-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19 biete.Mit der Zulassung würde eine Versorgung mit dem Impfstoff von Hochrisiko-Patienten in den USA noch vor Jahresende ermöglichen. Nach eigenen Angaben wären Pfizer und Biontech innerhalb weniger Stunden nach der Erteilung der Zulassung für die Impfstoffauslieferung bereit.In Europa wird der Impfstoff bereits seit Anfang Oktober auch von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) in einem beschleunigten Verfahren für die Zulassung geprüft. Laut RKI: 23.648 – So viele Neuinfektionen wie noch nie7 Uhr: Die Zahl der täglich verzeichneten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat einen neuen Rekordstand erreicht: Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Freitagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter 23.648 Neuinfektionen binnen eines Tages. Das waren mehr als tausend Fälle mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg den Angaben zufolge um 260 auf insgesamt 13.630.Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des RKI 879.564 Infektionen registriert. Die Zahl der Genesenen lag bei etwa 579.100.Die Meldungen vom 19. NovemberDrosten: Nächstes Jahr wird das Leben wieder „weitgehend normal“ sein17.25 Uhr: Diese Einschätzung macht Mut: Nach den Erfolgen in der Impfstoffentwicklung gegen das Coronavirus erwartet der Berliner Virologe Christian Drosten eine absehbare Normalisierung des Lebens im kommenden Jahr. „Ich glaube, dass wir nächstes Jahr um diese Zeit sehr viel weiter sind“, sagte Drosten bei einem Wirtschaftsgipfel des Magazins „Capital“. Zwar werde es immer noch Vorsichtsmaßnahmen geben, allerdings würden sich die Menschen dann „weitgehend normal“ bewegen und verhalten können.Berufsverband bittet um Spenden für Sexarbeiter11.25 Uhr: Der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen bittet um Spenden und staatliche Hilfen für Sexarbeiter. „Der erneute Lockdown trifft gerade die am härtesten, die auch zuvor schon täglich um ihre Existenz gebangt haben“, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbandes. Zwar könnten Sexarbeitende, die eine Steuernummer haben und in Deutschland gemeldet sind, als Soloselbstständige Corona-Hilfen beantragen. Das sei aber bei vielen Kolleginnen und Kollegen nicht der Fall. Der Verband hoffe auf staatliche Hilfsgelder, hieß es.Der in der Corona-Zeit eingerichtete Nothilfe-Fonds des Verbandes in Höhe von 150.000 Euro sei bereits ausgeschöpft. „Der Topf ist nun leer, und so sind die betroffenen Personen gezwungen, illegal weiter zu arbeiten.“Der Verband wirbt auch online für Spenden. „Viele der nicht in Deutschland ansässigen Sexarbeiterinnen haben in Bordellen übernachtet – seit deren Schließung sitzen sie von einem Tag auf den anderen auf der Straße“, heißt es da. „Sie können aktuell auch nicht in ihre Heimatländer zurück, es bestehen Einreisestopps und in den meisten Fällen fehlt ohnehin das Geld für eine ungeplante Reise.“ Auch der Sozialdienst katholischer Frauen hatte vor kurzem darauf hingewiesen, dass viele Prostituierte „plötzlich vor dem Nichts“ stünden und etwa auf Lebensmittelpakete angewiesen seien.Bund und Länder hatten sich Ende Oktober geeinigt, dass auch Bordelle im November geschlossen sein müssen. Schon zuvor waren sie in den meisten Bundesländern seit dem Frühjahr zu. Es gibt keine verlässlichen Zahlen darüber, wie viele Menschen in der Sex-Branche arbeiten. Im Rahmen des Prostituiertenschutzgesetzes hatten sich bis Ende 2018 rund 32.800 Menschen offiziell angemeldet.RKI meldet Zahl der Neuinfektionen7.12 Uhr: In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.609 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind gut 5000 Fälle mehr als am Mittwoch (17 561), wie aus Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Im Vergleich zum Wert von vor einer Woche wurden etwas mehr Fälle gemeldet. Am vergangenen Donnerstag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 21.866 gelegen. Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.542 gemeldeten Fällen erreicht worden.Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 855.916 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 19. 11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 251 auf insgesamt 13.370. Das RKI schätzt, dass rund 562.700 Menschen inzwischen genesen sind.Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,95 (Vortag: 0,97). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 95 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.Das waren die Corona-News vom 18. November:Sportstudios rechnen mit 865 Millionen Euro weniger Umsatz 20.14 Uhr: Für die knapp 10.000 Fitness- und Gesundheits-Anlagen in Deutschland erwartet die Branche wegen Corona einen Umsatzrückgang von 865 Millionen Euro in diesem Jahr. Das teilte der Deutsche Sportstudio-Verband (DSSV) am Mittwoch als Ergebnis einer Umfrage bei seinen Mitgliedern mit. Im Jahr 2019 betrug der Umsatz den Angaben zufolge 5,51 Milliarden Euro. Dazu rechnet der DSSV mit einem Mitgliederrückgang von 11,66 Millionen Menschen, die Ende vergangenen Jahres registriert waren, auf 9,83 Millionen Personen. Von der Bundesregierung wird jetzt die Auflage eines branchenspezifischen Nothilfeprogramms gefordert. Basis der Zahlen ist eine Umfrage, an der vom 5. bis 12. November 1344 im DSSV organisierte Betriebe teilgenommen haben. Zu den Kündigungen in den Studios rechnet der Dachverband mit weiteren fünf Prozent vorübergehend stillgelegter Mitgliedschaften, die erst wieder mit Abklingen der Pandemie aktiv werden könnten. Sollten auch diese Verträge nicht erneuert werden, könnte der Umsatzrückgang um weitere 275,5 Millionen auf mehr als eine Milliarde Euro anwachsen. „Anders als in anderen Branchen, führen Kündigungen, Stilllegungen von Verträgen und das Ausbleiben von Neumitgliedschaften zu immensen nachhaltigen finanziellen Schäden. Die Ausmaße, die sich hier im Folgejahr 2021 und auch 2022 ergeben werden, sind bei weitem höher einzustufen als in diesem Jahr“, hieß es in der Mitteilung. Laut DSSV sind in der Fitness- und Gesundheitsbranche bundesweit rund 217.000 Arbeitnehmer beschäftigt.Biontech schraubt Wirksamkeitsprognose hoch12.55 Uhr: Es ist der nächste Impfstoff-Hammer: Die Konzerne Biontech und Pfizer teilten am Mittwochmittag mit, sie seien sich nach der finalen Analyse der Daten ihrer Phase-III-Studie sicher, dass ihr Vakzin eine Wirksamkeit von 95 Prozent garantieren dürfte. Zuvor hatte bereits Hersteller Moderna mit ähnlicher Zuverlässigkeit seines Wirkstoffs für große Erleichterung und Freude gesorgt.Dass der Wirkstoff zuverlässig sein dürfte, teilten Biontech und Pfizer bereits vor gut einer Woche mit. Nun schraubten die beiden Firmen die Wirksamkeit jedoch von rund 90 auf 95 Prozent hoch.RKI: Weniger Neuinfektionen – jedoch mehr Corona-Tote in Deutschland7.09 Uhr: In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 17.561 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 1000 Fälle weniger als vor einer Woche, wie aus Angaben des RKI vom Mittwochmorgen hervorgeht. Am vergangenen Mittwoch hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 18.487 gelegen. Auch am Montag und Dienstag war der Wert niedriger als der Vorwochenwert. Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.542 gemeldeten Fällen erreicht worden.Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 833.307 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 18.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Mittwoch um 305 auf insgesamt 13.119. Im Vergleich: Am vorherigen Mittwoch wurden 261 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Das RKI schätzt, dass rund 546.500 Menschen inzwischen genesen sind.Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,97 (Vortag: 0,97). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch knapp 100 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.Das waren die Corona-News vom 17. November:Wegen der Pandemie: Missionsschwestern geben auf10.50 Uhr: Seit fast 100 Jahren gab es die Bäckerei bereits. Doch wegen der Corona-Krise geben die Missionsschwestern jetzt auf. Der Orden der katholischen Steyler Missionare in Mödling südlich von Wien stellt die Produktion von Hostien Ende des Jahres ein, wie die katholische Presseagentur Kathpress Österreich berichtete. Eine wirtschaftliche Produktion sei nicht mehr möglich. Die Nachfrage sei seit Jahren zurückgegangen – und mit den Gottesdienstabsagen wegen der Pandemie weiter eingebrochen, hieß es.Die Bäckerei war seit 1926 in Betrieb. Missionsschwestern backen bis heute auf einer 1972 angeschafften Waffelmaschine. Sie lieferten 2018 nach Angaben des Ordens noch mehr als vier Millionen der runden Oblaten aus Mehl und Wasser aus.Hostien werden Gläubigen bei der Wandlung in der katholischen Messe als „Leib Christi“ gereicht. Künftig beliefert ein anderer Orden die Pfarreien: Karmelitinnen aus dem Bezirk St. Pölten backen weiter Hostien, berichtete Kathpress.Abstand in der Bahn: Bund will Nachbarplatz zahlen – aber nur für Behörden-Mitarbeiter8.25 Uhr: Zum Schutz vor einer möglichen Corona-Infektion will der Bund Mitarbeitern von Behörden und Ministerien bei Dienstreisen in der Bahn in den nächsten Monaten einen leeren Nachbarplatz zahlen. Das berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf ein Schreiben des Bundesinnenministeriums an Oberste Bundesbehörden. Für Bahnfahrten könne ein zusätzlicher Nachbarplatz gebucht (nicht nur reserviert) werden, heißt es demnach in dem Schreiben. Dies solle im Sinne des Infektionsschutzes einen größeren Abstand zu den Mitreisenden gewährleisten. Die erweiterte Erstattungsmöglichkeit wird dem Bericht zufolge im Bundesreisekostengesetz zunächst befristet bis Ende März eingeräumt.Die Bahn und auch ihr Eigentümer, der Bund, lehnen bislang trotz steigender Infektionszahlen einen garantierten Mindestabstand in den Fernzügen für alle Passagiere ab. Bahn und Verkehrsministerium verweisen darauf, dass es keinen Nachweis über eine besondere Ansteckungsgefahr in Zügen gebe. Der Bund und der Konzern wollen am offenen System ohne Reservierungspflicht festhalten.Die Pläne des Bundes, einen leeren Platz zu zahlen, sorgt in der Opposition für Irritationen. Der FDP-Verkehrspolitiker Christian Jung sagte der SZ: „Diese skurrile Entwicklung bestätigt, dass eine Reservierungspflicht richtig wäre.“ Die Bahn habe über Monate Zeit gehabt, eine digitale Lösung einzuführen, dies aber versäumt. Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen, Stefan Gelbhaar, sagte der Zeitung: „Es fragt sich, warum der Bund einen Mindestabstand in Zügen nur für die Mitarbeiter und nicht für alle Passagiere garantiert.“Auch bei Flugreisen zeigen sich die Behörden laut SZ kulant. Da könne ein Mittelsitzplatz dazu gebucht werden, um mehr Abstand zu gewähren. Darüber hinaus empfehle der Bund den Mitarbeitern auch das Auto: Die Nutzung eines Mietwagens könne anerkannt werden, da das Infektionsrisiko mangels Mitreisenden geringer ausfalle, zitiert die Zeitung aus dem Schreiben.RKI: Weniger Corona-Fälle in Deutschland gemeldet6.45 Uhr: In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 14.419 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 1000 Fälle weniger als vor einer Woche, wie aus Angaben des RKI vom Dienstagmorgen hervorgeht. Am vergangenen Dienstag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 15.332 gelegen – und damit erstmals seit September unter dem Wert vom Dienstag zuvor (15.352). Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.542 gemeldeten Fällen erreicht worden.Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 815.746 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 17. 11., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Dienstag um 267 auf insgesamt 12.814. Das RKI schätzt, dass rund 530.200 Menschen inzwischen genesen sind.Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 0,97 (Vortag: 1,03). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch knapp 100 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.Das waren die Corona-News vom 16. November: Corona-Experte Fauci begeistert von Moderna-Impfstoff: „Besser wird es nicht“17.30 Uhr: Mit guten Daten seines Corona-Impfstoffes macht der US-Pharmakonzern Moderna auch Europa Hoffnung auf ein baldiges Ende der Pandemie. Der Impfstoff habe eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent, hieß es in einer Mitteilung von Moderna am Montag. Zudem wurde bekannt, dass die Europäische Arzneimittelagentur Ema ein sogenanntes Rolling-Review-Verfahren zu dem Präparat beginnt, das eine vergleichsweise rasche Zulassung zum Ziel hat.Der renommierte US-Immunologe und Corona-Experte Anthony Fauci reagierte begeistert auf die Daten: „Besser wird es nicht – 94,5 Prozent sind wirklich hervorragend“, sagte Fauci nach Angaben des TV-Senders CNN. „Das sind offensichtlich sehr aufregende Ergebnisse.“Das könnte Sie auch interessieren: „Weiterer Lichtblick“: So reagieren Politiker auf die Impfstoff-NeuigkeitenEine Reihe von Wissenschaftlern betonte die Ähnlichkeit des Impfstoffes zu dem von Pfizer und Biontech. Gerd Fätkenheuer, Leiter der Infektiologie an der Uniklinik Köln, sprach von „fast identischen Ergebnissen“ und einem starken Indiz, dass die neue Technologie der RNA-Impfstoffe tatsächlich gegen den Corona-Erreger funktioniere. „Wenn man nach den Ergebnissen von Biontech große Hoffnung in die Wirksamkeit der Impfstoffe setzen konnte, so ist diese Hoffnung jetzt noch ein deutliches Stück größer geworden.“Nächster Impfstoff-Hammer: Noch ein Konzern meldet Durchbruch13.10 Uhr: Mit dem US-Pharmakonzern Moderna hat ein weiterer für Europa relevanter Hersteller maßgebliche Daten für seinen Corona-Impfstoff vorgelegt. Der RNA-Impfstoff habe eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent, hieß es in einer Mitteilung von Moderna am Montag – was sogar noch mehr ist, als der deutsche Hersteller Biontech kürzlich für sein Mittel angekündigt hatte. Am vergangenen Montag hatten das Mainzer Unternehmen zusammen mit dem Pharmakonzern Pfizer entsprechende Zwischenergebnisse aus der entscheidenden Studienphase für ihren Impfstoff-Kandidaten vorgelegt.Die aktuelle Phase-III-Studie zum RNA-Impfstoff Moderna umfasst insgesamt 30.000 Probanden. Die Hälfte davon hat den Impfstoff erhalten, die andere Hälfte fungiert als Kontrollgruppe und bekommt ein Placebo-Mittel. Insgesamt erkrankten bislang 95 Studienteilnehmer an der Krankheit Covid-19. Davon entfielen nur 5 Fälle auf die tatsächlich geimpften Probanden, 90 Fälle wurden in der Kontrollgruppe diagnostiziert. Daraus errechnet sich eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent. Dabei geht es darum, inwieweit der Impfstoff die Krankheit verhindern kann. Daten, zu welchem Grad er eine Ansteckung verhindert, gibt es bislang nicht. Für den vollen Impfschutz sind zwei Dosen in zeitlichem Abstand notwendig.Moderna will in den kommenden Wochen eine Notfallzulassung bei der US-Arzneimittelagentur FDA beantragen. Auch Anträge bei Zulassungsbehörden anderer Länder seien geplant.Lesen Sie auch: Impfstoffe gegen Corona: Was sie können, wie weit die Forschung istDas Moderna-Präparat ist ein sogenannter RNA-Impfstoff. Er enthält genetische Informationen des Erregers, aus denen der Körper ein Viruseiweiß herstellt. Ziel der Impfung ist es, den Körper zur Bildung von Antikörpern gegen dieses Protein anzuregen, um die Viren abzufangen, bevor sie in die Zellen eindringen und sich vermehren.Moderna will nach eigenen Angaben bis Ende des Jahres bereit sein, im Falle einer Zulassung rund 20 Millionen Impf-Dosen in die USA zu liefern. Im kommenden Jahr sollen bis zu eine Milliarde Dosen hergestellt werden. Die EU-Kommission verhandelt nun mit Moderna über die Lieferung von bis zu 160 Millionen Impfdosen. Zwar haben schon Länder wie Russland, China und kürzlich erst Bahrain Impfstoffe mit Einschränkungen freigegeben und impfen damit bereits Teile der Bevölkerung. Aber wie gut diese Impfungen tatsächlich schützen und welche Nebenwirkungen sie haben können, ist derzeit weitgehend offen.BionTech-Chef erwartet Rückkehr zur Normalität Ende nächsten Jahres10.13 Uhr: Biontech-Vorstandschef und Mitgründer Ugur Sahin rechnet in der Corona-Krise erst im Winter 2021 mit einer Rückkehr zum normalen Leben. „Absolut essenziell“, um dieses Ziel zu erreichen, sei eine hohe Impfquote gegen das Coronavirus bis zum Herbst, sagte Sahin am Sonntag in einem BBC-Interview. „Ich bin zuversichtlich, dass dies geschehen wird.“ Mit Blick auf die jetzige kalte Jahreszeit fügte er hinzu: „Dieser Winter wird hart.“Vorerst werde der Impfstoff noch keinen großen Einfluss auf die Infektionszahlen haben. Wenn alles weiterhin gut laufe, werde der Impfstoff ab „Ende dieses Jahres, Anfang nächsten Jahres“ ausgeliefert. Ein mittelfristiges Ziel sei, bis April mehr als 300 Million Dosen weltweit zur Verfügung zu stellen. Dies könnte einen ersten Effekt auf Infektionszahlen haben.Das deutsche Unternehmen Biontech und der US-Pharmakonzern Pfizer hatten am vergangenen Montag als erste westliche Hersteller vielversprechende Daten aus ihren klinischen Tests vorgelegt. Demnach bietet ihr Impfstoff einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor Covid-19. Die Unternehmen wollen dem Vernehmen nach noch diesen Monat bei der US-Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für den Impfstoff beantragen.Am Mittwoch hatte die EU-Kommission formal einen Rahmenvertrag mit den Firmen Biontech und Pfizer über bis zu 300 Millionen Impfdosen gebilligt. Auch mit den Impfstoffentwicklern Johnson&Johnson, Astrazeneca und Sanofi-GSK gibt es bereits ähnliche Verträge über zusammengenommen bis zu 800 Millionen Dosen. Mit zwei weiteren Firmen sei man im Gespräch, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Eine Zulassung für einen Impfstoff gegen das Coronavirus hat bisher noch keiner der Hersteller.RKI: 10.824 neue Corona-Infektionen7.09 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 10.824 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind rund 6100 Fälle weniger als am Sonntag, wie aus Angaben des RKI vom Montagmorgen hervorgeht. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Montag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 13.363 gelegen. Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.542 gemeldeten Fällen erreicht worden.Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 801.327 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 16. 11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 62 auf insgesamt 12.547. Das RKI schätzt, dass rund 515.200 Menschen inzwischen genesen sind.Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,03 (Vortag: 1,05). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch gut 100 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen.Das waren die Corona-News vom 15. November:Altmaier: Noch keine Wende – Einschränkungen noch mehrere Monate12.12 Uhr: Wirtschaftsminister Peter Altmaier sieht noch keine wesentlichen Erfolge des Teil-Lockdowns. „Zur Zwischenbilanz gehört auch, dass die Infektionszahlen nach wie vor viel zu hoch sind. Sehr viel höher sogar als vor zwei Wochen“, sagte der CDU-Politiker der „Bild am Sonntag“. „Trotz aller Anstrengungen ist eine Wende zum Besseren noch nicht erreicht“, sagte Altmaier. Für das Öffnen von Restaurants und Kinos sehe er wenig Spielraum. „Wir sind aus dem Gröbsten noch nicht raus.“ Einen „Jo-Jo-Shutdown“ mit ständigem Öffnen und Schließen der Wirtschaft könne sich Deutschland nicht leisten.Altmaier rechnet nach eigener Aussage damit, dass sich die Deutschen noch weit über den Dezember hinaus einschränken müssen. „Wir werden zumindest in den nächsten vier bis fünf Monaten mit erheblichen Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen leben müssen.“Auch Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) sieht keine Chance für Lockerungen. „Aus meiner Sicht gibt es für Lockerungen aufgrund der hohen Infektionszahlen keine Grundlage“, sagte er der Zeitung. „Wir sollten uns deshalb in sieben Tagen noch einmal treffen, um über die Entwicklung zu sprechen. Eingriffe in die Grundrechte der Menschen müssen sehr genau erklärt und begründet werden.“Am Montag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten eine Zwischenbilanz des Teil-Lockdowns ziehen. Derzeit haben unter anderem Restaurants geschlossen, Hotels dürfen keine Urlauber aufnehmen, auch Kultur- und Freizeiteinrichtungen mussten schließen.RKI: 16.947 Corona-Neuinfektionen in Deutschland8.14 Uhr: Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag in Deutschland16.947 neue Corona-Infektionen gemeldet. Das sind 5.514 Fälle weniger als noch am Tag zuvor mit 22.461 neu gemeldeten Fällen innerhalb von 24 Stunden. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 16.017 gelegen. Seit Beginn der Pandemie hat das RKI insgesamt 790.503 Infektionen erfasst (Stand: 15.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus stieg um 107 auf insgesamt 12.485. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 1,05 (Vortag: 0,99). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch gut 100 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.Das waren die Corona-News vom 14. NovemberMerkel kündigt harten Corona-Winter an16.42 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel hat Bürgerinnen und Bürger vor der am Montag geplanten Zwischenbilanz des Teil-Lockdowns erneut auf schwierige Monate wegen der Corona-Krise eingestimmt. „Der vor uns liegende Winter wird uns allen noch viel abverlangen“, sagte Merkel in ihrem Video-Podcast. „Das Virus wird noch eine ganze Weile unser Leben bestimmen. Das bedeutet auch, dass wir uns nicht unbeschwert direkt begegnen können.“ Zwar könnten hier die Möglichkeiten neuer Kommunikationsmittel helfen, sie seien „ber natürlich kein Ersatz für persönliche Begegnungen“.Merkel will an diesem Montag mit den Ministerpräsidenten der Länder eine Zwischenbilanz zum Teil-Lockdown. Die Bundesregierung hat bereits betont, dass sie derzeit noch keine Möglichkeiten für Lockerungen sieht.„Wir alle haben den Älteren und ganz Alten viel zu verdanken – und auch denen, die sich um sie kümmern“, betonte sie. Die Pandemie mache das Leben in Heimen und Einrichtungen einsamer und die Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte noch belastender. „Schutz vor der Gefahr des Virus ist notwendig, aber die Antwort soll auch nicht einfach Abschottung heißen.“ Oft seien unter großem Einsatz Wege gefunden worden, dass Besuche doch möglich gewesen seien.Harter Lockdown in Österreich 13.45 Uhr: Die österreichische Regierung will zur Eindämmung der Corona-Krise für drei Wochen Geschäfte und Schulen schließen und Ausgangsbegrenzungen rund um die Uhr verordnen.Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und weitere Regierungsmitglieder sollen den Plan am Nachmittag bei einer Pressekonferenz verkünden. Gelten sollen die Maßnahmen ab Dienstag und bis einschließlich Sonntag, dem 6. Dezember.Geplant sind demnach weitreichende Eingriffe wie im sogenannten strengen Lockdown im Frühjahr, als erstmals wegen der Pandemie ein völliger Stillstand des öffentlichen Lebens inklusive Ausgangsregeln galt. Schon seit dem 3. November sind Gastronomie, Tourismus, Kulturbetrieb und Freizeiteinrichtungen geschlossen. Außerdem gelten Ausgangsbeschränkungen von 20 bis 6 Uhr, die das Verlassen des «privaten Wohnraums» nur für mehrere konkrete Gründe wie etwa die Erfüllung von Grundbedürfnissen, Arbeit und Ausbildung, die Betreuung Hilfsbedürftiger sowie zur Erholung im Freien zulassen.Diese Ausgangsbeschränkung gilt laut dem Entwurf nun rund um die Uhr. Private Treffen sind demnach nur mit einem Partner, einzelnen engsten Angehörigen oder einzelnen wichtigsten Bezugspersonen erlaubt. Offen bleiben nur Geschäfte für die Deckung des täglichen Bedarfs, etwa Supermärkte, Drogerien, Apotheken und Kioske. Schulen stellen auf Fernunterricht um und bieten Betreuungsmöglichkeiten bei Bedarf.Die Infektionszahlen sind trotz des Teil-Lockdowns seit Anfang November weiter gestiegen. Mediziner befürchten einen Zusammenbruch der Intensivversorgung. Der Durchschnittswert der Neuansteckungen binnen sieben Tagen lag am Freitag österreichweit bei 554,2 Fällen pro 100 000 Einwohner, regional aber bei bis zu 850.Pfarrer plant Weihnachten im Fußball-Stadion11.40 Uhr: Angesichts der Corona-Beschränkungen will ein katholischer Pfarrer Weihnachten mit bis zu 2000 Besuchern im Stadion von Hannover 96 feiern. „Wir können das natürlich nur machen, wenn das Gesundheitsamt grünes Licht gibt und die Infektionslage es erlaubt“, sagte Heinrich Plochg von der St.-Joseph-Gemeinde der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (HAZ/Samstag). Es nicht zumindest zu versuchen, würde Stillstand bedeuten, sagte Plochg dem Blatt.Dem Bericht nach ist der Mietvertrag bereits unterschrieben und das Hygienekonzept der Gemeinde sieht vor, dass professionelle Ordner bis zu 2000 Besucher auf der Westtribüne platzieren. Nur jede dritte Reihe soll besetzt werden.Nach Einschätzung aus dem Gesundheitsministerium in Hannover wäre eine solche Veranstaltung nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes möglich. Darin heißt es, dass Religionsausübung unabhängig von der Zahl der teilnehmenden Personen zulässig ist, wenn sichergestellt ist, dass Maßnahmen aufgrund eines Hygienekonzepts getroffen werden. Die derzeit geltenden Beschränkungen durch den Teil-Lockdown sind allerdings zunächst bis zum 30. November befristet. Welche Regelungen an Weihnachten gelten werden, ist also noch unklar.Ärzte fordern OP-Stopp wegen Corona – „die Zeit drängt“9.40 Uhr: Deutschlands Klinikärzte fordern die Bundesländer mit vielen Corona-Fällen zu einem Stopp verschiebbarer Eingriffe in den Krankenhäusern auf. In einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Erklärung kritisieren die Ärzteorganisation Marburger Bund und die intensivmedizinischen Fachgesellschaften, dass Krankenhäuser aus Umsatzgründen ihre Kapazitäten nicht auf Covid-19-Patienten konzentrierten.„Die Krankenhäuser in stark belasteten Regionen müssen unverzüglich von der Politik aufgefordert werden, plan- und verschiebbare stationäre Eingriffe je nach Belastungssituation zu reduzieren beziehungsweise einzustellen“, fordern die Ärzte. „Nur dann ist es möglich, kurzfristig weiteres Personal für die Versorgung akut und kritisch erkrankter Patienten einzusetzen“, so die Ärzte. „Ohne diese zusätzliche Unterstützung ist die Belastungsgrenze insbesondere auf vielen Intensivstationen schon bald überschritten.“Derzeit seien die Verantwortlichen für die Finanzen in den Kliniken nicht bereit, verschiebbare Eingriffe zurückzustellen, kritisierten die Mediziner. Deshalb müsse die Politik für eine Gegenfinanzierung der Erlösausfälle sorgen, die entstünden, wenn verschiebbarer Behandlungen zurückgefahren werden.Bereits am Freitag hatte die Gewerkschaft Verdi Alarm geschlagen. So seien es nicht nur Einzelfälle, dass mit Corona infiziertes Pflegekräfte Dienst tun müssten, um einen Zusammenbruch der Versorgung zu verhindern, sagte ein Sprecher. Denn viele Krankenhäuser unterließen es aus Umsatzgründen, trotz dramatisch steigender Infektionszahlen nicht nötige Eingriffe zurückzufahren, so dass einfach zu viel zu tun sei in den Kliniken. Kapazitäten müssten für die Versorgung von Covid-19-Patienten geschaffen werden, mahnte der Verdi-Sprecher.In der Erklärung der Ärzte heißt es: „Wenn wir jetzt nichts ändern können, wird bald in einigen Regionen Deutschlands die Versorgung aller Patienten nicht mehr sicherzustellen sein. Die Zeit drängt.“22.461 neue Corona-Infektionen in Deutschland8.00 Uhr: Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 22461 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 1081 Fälle weniger als am Freitag, wie aus den Angaben des RKI vom Samstagmorgen hervorgeht. Auch im Vergleich zum Samstag vergangener Woche ist der Wert etwas niedriger. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 23399 gelegen.Am Freitag war mit 23542 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der neu gemeldeten Fälle am Freitag um knapp 1700.Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 773556 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 14.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Samstag um 178 auf insgesamt 12378. Am Freitag betrug diese Steigerung 218 Fälle. Das RKI schätzt, dass rund 493200 Menschen inzwischen genesen sind.Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 0,99 (Vortag: 0,93). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 99 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.Das waren die Corona-News vom 13. NovemberWHO will Depot mit Erregern für schnellere Forschung anlegen17.15 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schlägt ein Depotfür die Lagerung von Krankheitserregern vor, damit die Forschung an Impfstoffen im Fall einer Pandemie schneller starten kann. Die Schweizer Regierung habe bereits die Unterhaltung eines solchen Depots in einem Schweizer Labor zugesagt, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag zum Abschluss der WHO-Jahresversammlung. Sie endete einen Tag eher als geplant, weil alle Themen in der Online-Konferenz zügig bearbeitet worden waren.Die WHO entwickele einen Rahmenvertrag über die Bereitstellung des Materials, ebenso wie Kriterien, nach denen entschieden wird, was mit wem geteilt werde, sagte Tedros. Jedes Land entscheide freiwillig, ob es sich beteilige. Thailand und Italien hätten sich als Pioniere angemeldet und schon versprochen, Pathogene dort zu deponieren.Die WHO werde ebenso einen Rat für Wirtschaft und Gesundheit ins Leben rufen, der die enge Verbindung zwischen Gesundheit und nachhaltigem, inklusivem und innovativem Wirtschaftswachstum thematisieren soll.Mitglieder sollen Volkswirtinnen und Volkswirte sowie Gesundheitsfachleute unter der Leitung von Professorin Mariana Mazzucato vom University College London sein.„Die Covid-19-Pandemie hat die Folgen chronischer Unterfinanzierung der öffentlichen Gesundheit gezeigt“, sagte Tedros. „Die Gesundheitskrise hat eine sozioökonomische Krise ausgelöst, die Milliarden Menschen berührt und die globale Stabilität und Solidarität untergraben hat.“ Der Rat beginne seine Arbeit in den nächsten Wochen.Bundesregierung stuft Schweden und Kanada als Risikogebiete ein13.30 Uhr: Wegen steigender Infektionszahlen hat die Bundesregierung ganz Schweden und ganz Kanada ab Sonntag als Corona-Risikogebiete eingestuft. Zudem wurden am Freitag Regionen in Griechenland, Großbritannien, Norwegen, Lettland, Estland und ein französisches Überseegebiet auf die vom Robert Koch-Institut geführte Risikoliste gesetzt. Eine Region in Finnland wurde dagegen wieder gestrichen. Das skandinavische Land ist damit das einzige in Europa ohne Risikogebiet.Die Einstufung als Risikogebiet und die damit automatisch verbundenen Reisewarnungen des Auswärtigen Amts bedeuten zwar kein Reiseverbot, sollen aber eine möglichst große abschreckende Wirkung auf Touristen haben. Das Gute für Urlauber: Sie können bereits gebuchte Reisen stornieren, wenn ihr Ziel zum Risikogebiet erklärt wird. Das Schlechte: Rückkehrer aus den Risikogebieten müssen derzeit bis zu 10 Tage in Quarantäne, können sich aber durch einen negativen Test ab dem fünften Tag nach Einreise davon vorzeitig befreien lassen.Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt, wenn ein Land oder eine Region den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschreiten. Auch ein Großteil Deutschlands ist nach diesen Kriterien Risikogebiet.Spahn: Notfalls müssen Corona-Infizierte in Klinik weitermachen8.03 Uhr: In der Corona-Pandemie müssen laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) notfalls auch positiv auf das Virus getestete Mitarbeiter von Kliniken oder Pflegeheimen arbeiten. Der beste Weg sei, dass ein Infizierter und die Menschen, die mit ihm in Kontakt standen, in Quarantäne bleiben, sagte Spahn gestern auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin. „Wenn (…) wegen Isolation und Quarantänemaßnahmen so viele dann gar nicht mehr da sind, im Krankenhaus, in der Arztpraxis, in der Pflegeeinrichtung, dass die Versorgung zusammenbricht, muss man schauen, was ist neben der bestmöglichen Lösung die zweitbeste“, sagte Spahn. Dann könne es nötig sein, dass die Kontaktpersonen mit täglichen Tests und FFP2-Masken weiter arbeiten. Die „Rückfallrückfallposition“ sei aber, „die positiv Getesteten mit ganz besonderen Schutzvorkehrungen auch arbeiten zu lassen“. Für seine Äußerungen gab es Kritik vom Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. „Corona-Infizierte weiterarbeiten zu lassen, ist der politische Offenbarungseid“, sagte Brysch. Neuer Höchststand: 23 542 Corona-Fälle binnen 24 Stunden gemeldet6.32 Uhr In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 23542 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet.Damit ist am Freitag ein neuer Höchststand erreicht worden, wie aus den Angaben des RKI vom Morgen hervorgeht. Am vergangenen Samstag war mit 23399 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der gemeldeten Fälle am Freitag um knapp 1700.Das waren die Corona-News vom 12. NovemberGute Neuigkeiten: Curevac-Impfstoff-Kandidat bei Kühlschrank-Temperatur Monate haltbar17.30 Uhr: Der in Tübingen erforschte Impfstoffkandidat der Firma Curevac gegen Corona ist auch bei einer Temperatur von plus fünf Grad mindestens drei Monate lang haltbar. Das teilte das biopharmazeutische Unternehmen am Donnerstag in Tübingen mit. Zudem bleibe CVnCoV, wie die Flüssigkeit heißt, bei Raumtemperatur bis zu 24 Stunden als gebrauchsfertiger Impfstoff stabil.„Das dürfte eine dezentrale Aufbewahrung des Impfstoffes erleichtern und breit angelegte Impfanstrengungen in der aktuellen Pandemie unterstützen“, erklärte Produktionsvorstand Florian von der Mülbe. Curevac kündigte an, dass die Stabilitätsstudie fortgesetzt werde, um die Möglichkeiten für eine längere Haltbarkeit des kommerziellen Produkts zu untersuchen.Das Unternehmen hatte im Juni 2020 eine klinische Phase-1-Studie mit CVnCoV in klinischen Studienzentren in Deutschland und Belgien begonnen. Ende September 2020 startete der Impfstoffkandidat in einer klinischen Studie der Phase 2a in Peru und Panama. Dort wurden die klinischen Untersuchungen auf ältere Erwachsene ausgedehnt. Curevac plant, die zulassungsrelevante klinische Studie der Phase 2b/3 bis Ende 2020 einzuleiten.Das Mainzer Unternehmen Biontech und Pfizer sind da schon weiter. Sie hatten kürzlich bekanntgegeben, dass ihr Impfstoff einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor Covid-19 biete. Jedoch sind die Studien dazu noch nicht abgeschlossen.Einen Antrag auf Zulassung in den USA kündigten sie frühestens für kommende Woche an. Auch in Europa soll eine Zulassung angestrebt werden. Pfizer hatte im September darauf hingewiesen, man habe Daten, die nahelegten, dass der Impfstoff auch bei normaler Kühlschrank-Temperatur (zwischen zwei und acht Grad) bis zu fünf Tage stabil bleibe.Erneuter Anstieg: RKI meldet neue Zahlen für Donnerstag7.25 Uhr: In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 21 866 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 3400 Fälle mehr als am Mittwoch, wie aus den Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervorgeht.Im Vergleich zum Donnerstag vergangener Woche ist der Wert etwas höher. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 19 990 gelegen. Ein Höchststand war am Samstag mit 23 399 verzeichneten Fällen erreicht worden.Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 727 553 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 12.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 215 auf insgesamt 11 982. Am Mittwoch hatte diese Steigerung 261 Fälle betragen. Das RKI schätzt, dass rund 467 800 Menschen inzwischen genesen sind.Spahn sieht bei Corona-Zahlen „Anzeichen für Veränderung“10.22 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht Anzeichen für eine positive Veränderung der Corona-Infektionslage in Deutschland. Die Dynamik des Infektionsgeschehens habe sich in den vergangenen Tagen „deutlich reduziert“, sagte Spahn am Mittwoch in der Sendung „Frühstart“ der Fernsehsender RTL und ntv. „Es steigt noch, aber es steigt weniger stark. Das ist erstmal ermutigend, aber es reicht noch nicht.“ Noch sei es zu früh, von einer „Trendwende“ zu sprechen.Nach jüngsten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch wurden innerhalb von 24 Stunden bundesweit 18.487 neue Corona-Infektionen gemeldet. Das sind 3155 Fälle mehr als am Dienstag. Im Vergleich zum Mittwoch vergangener Woche (17.214) ist der Wert etwas höher. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 705.687 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Todesfälle stieg um 261 auf insgesamt 11.767.Positiv äußerte sich Spahn zu einem Vorschlag von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), die Weihnachtsferien wegen der Corona-Pandemie früher zu starten. „Das ist sicherlich ein Teil der Debatte“, sagte der Minister. Für Eltern, Kinder und Lehrer sei Planbarkeit wichtig. „Das wäre mit so einer Maßnahme gegeben.“ Für größere Weihnachtsfeiern sieht Spahn hingegen keinen Spielraum.RKI meldet neue Zahlen für Mittwoch7.15 Uhr: In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 18.487 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 3155 Fälle mehr als am Dienstag, wie aus den Angaben des RKI vom Mittwochmorgen hervorgeht. Im Vergleich zum Mittwoch vergangener Woche ist der Wert etwas höher. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 17.214 gelegen. Der Höchststand war am Samstag mit 23.399 verzeichneten Fällen erreicht worden.Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 705.687 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 11.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Mittwoch um 261 auf insgesamt 11.767. Am Dienstag betrug diese Steigerung 154 Fälle. Das RKI schätzt, dass rund 454.800 Menschen inzwischen genesen sind.Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,92 (Vortag: 0,98). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 92 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.Das waren die Corona-News vom 10. November:Neue Corona-Hilfen der EU könnten bereits im Frühjahr fließen20 Uhr: Die ersten Gelder aus dem europäischen Corona-Konjunkturprogramm könnten nach Einschätzung von EU-Haushaltskommissar Johannes Hahn bereits im zweiten Quartal des kommenden Jahres fließen. Voraussetzung sei aber, dass die Einigung zum EU-Finanzpaket für die kommenden sieben Jahre in den 27 Mitgliedstaaten so schnell wie möglich ratifiziert werde, sagte der Österreicher am Dienstagabend nach dem Anschluss von Verhandlungen zwischen dem Europaparlament und Regierungsvertretern in Brüssel. Nach derzeitigem Stand müssten dazu in 23 Ländern auch nationale Parlamente befasst werden.Deutschland könnte nach im September veröffentlichten Schätzungen 7,27 Prozent der Zuschüsse aus der sogenannten Aufbau- und Resilienzfazilität bekommen. Dies entspricht rund 22,7 Milliarden der insgesamt 312,5 Milliarden Euro. Italien kann als wirtschaftlich besonders stark von der Pandemie betroffenes Land mit 65,5 Milliarden Euro rechnen, Spanien mit rund 59 Milliarden Euro.Auf das schuldenfinanzierte Konjunkturprogramm hatten sich die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten im Juli bei einem Sondergipfel nach viertägigen Verhandlungen und massivem Streit geeinigt. Es umfasst zudem weitere Gelder für Zuschüsse in Höhe von 77,5 Milliarden Euro. Zudem können auch noch Kredite in Höhe von 360 Milliarden Euro vergeben werden. Insgesamt ist das Paket damit 750 Milliarden Euro schwer. Das Geld dafür soll von der EU-Kommission am Kapitalmarkt aufgenommen werden.Mit Spannung wird derzeit vor allem erwartet, ob Ungarn und Polen die notwendigen Entscheidungen für das Finanzpaket unterstützen. Sie hatten zuletzt mit einer Blockade gedroht, sollte ein neues Verfahren zur Bestrafung von bestimmten Verstößen gegen die Rechtsstaatlichkeit innerhalb der EU eingeführt werden. Ein bereits von anderen Mitgliedstaaten und dem Europaparlament ausgehandelter Mechanismus sieht vor, dass erstmals in der Geschichte der Europäischen Union EU-Gelder in großen Stil wegen Rechtsstaatlichkeitsverstößen gekürzt werden könnten. Er kann per Mehrheitsbeschluss gegen den Willen von betroffenen Staaten beschlossen werden.Mit Test und Maske: Wo die Clubs jetzt wieder öffnen14.28 Uhr: In Singapur können die Menschen bald wieder im Club tanzen gehen: Im Dezember sollen in dem südostasiatischen Stadtstaat erstmals seit Beginn der Corona-Krise wieder 25 Clubs und Karaoke-Bars öffnen – allerdings zunächst nur probeweise. Zudem müssen Besucher einen negativen Corona-Test vorweisen und im Inneren eine Maske tragen, teilte die Singapore Nightlife Business Association (SNBA) mit. Auch darf nach 22.30 Uhr kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden. Es werde noch eine Weile dauern, bis die Lokale wieder ohne Einschränkungen öffnen dürften, so die Regierung.In vielen Ländern Südostasiens scheint die Pandemie mittlerweile weitgehend unter Kontrolle zu sein. Jedoch sind die Regierungen sehr vorsichtig und lockern Maßnahmen nur zögernd. Auch die Grenzen in der Region sind größtenteils noch dicht.Singapur lässt mittlerweile wieder Besucher aus Australien, Brunei, China, Neuseeland und Vietnam ins Land. Öffnungen für Geschäftsreisende aus anderen Ländern sind geplant.In der Wirtschaftsmetropole mit ihren 5,7 Millionen Einwohnern haben sich bis heute fast 60.000 Menschen mit dem Virus infiziert. Bei den meisten Betroffenen handelte es sich um junge Arbeitsmigranten, die auf engstem Wohnraum leben.Mittlerweile stecken sich täglich weniger als zehn Menschen an. Insgesamt hat Singapur zudem eine der niedrigsten Todesraten in Verbindung mit Covid-19: Es gab bisher 28 Tote.Deutlicher weniger als am Wochenende: RKI meldet über 15.000 Neuinfektionen7:30 Uhr: In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 15.332 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 2000 Fälle mehr als am Montag, wie aus Angaben des RKI vom Dienstagmorgen hervorgeht. Im Vergleich zum Dienstag vergangener Woche ist der Wert nahezu identisch.Damals wurden 15.352 Neuinfektionen gemeldet. Der Höchststand war am Samstag mit 23.399 verzeichneten Fällen erreicht worden. Sonntags und montags sind die täglich vermeldeten Fallzahlen in der Regel niedriger als an anderen Wochentagen.Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 687.200 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 10.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Dienstag um 154 auf insgesamt 11.506. Am Montag betrug diese Steigerung 63 Fälle. Das RKI schätzt, dass rund 441.200 Menschen inzwischen genesen sind.Das waren die News vom 9. November: CDU-Präsidium: „Über Lockerungen können wir nicht sprechen“19.33 Uhr: Eine Woche nach dem Start des Teil-Lockdowns wegen der stark steigenden Corona-Infektionszahlen sieht man im CDU-Präsidium noch keine Anzeichen, die für eine Lockerung sprechen. Mehrere Teilnehmer seien sich einig gewesen, dass es jetzt zu früh sei, um sagen zu können, wie sich die Maßnahmen auf das Infektionsgeschehen auswirkten, hieß es aus Teilnehmerkreisen der virtuellen Sitzung des CDU-Präsidiums am Montag.Über Lockerungen könne nicht gesprochen werden. In einer Woche will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten über den Zwischenstand der am 2. November vorerst für vier Wochen verhängten Kontaktbeschränkungen beraten.Gesundheitsminister Jens Spahn sagte demnach im Präsidium: „Die Zahlen müssen weiter runter.“ Ein anderer Teilnehmer betonte, das Ziel sei weiterhin, weniger als 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in einer Woche zu erreichen. Davon sei man noch entfernt. Eine Überlastung des Gesundheitswesens müsse unbedingt verhindert werden.In Deutschland müssten länderübergreifende Krankentransporte möglich sein, um die Lage in einigen Regionen zu entspannen. Auch wurde über die Wirtschaftshilfen sei gesprochen worden, hieß es weiter. Es müsse sichergestellt werden, dass diese in den Branchen ankommen, wo sie benötigt werden.Die Gesundheitsämter in Deutschland hatten dem Robert Koch-Institut (RKI) zuvor 13 363 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das waren rund 2650 Fälle weniger als am Sonntag, wie aus Angaben des RKI vom Montagmorgen hervorging. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Montag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 12 097 gelegen. Der Höchststand war am Samstag mit 23 399 gemeldeten Fällen erreicht worden.Gerichtsfall in deutscher Großstadt: Maskenpflicht ist rechtswidrig13.19 Uhr: Die neue generelle Maskenpflicht in Düsseldorf ist rechtswidrig. Das hat das Verwaltungsgericht der Stadt am Montag entschieden und dem Eilantrag eines Bürgers Recht gegeben. Der Beschluss gilt laut Gericht nur für den Kläger – alle anderen müssten demnach weiter Maske tragen.Die Begründung des Gerichts: Die Allgemeinverfügung von vergangener Woche sei „unbestimmt“. So heißt es dort unter anderem, dass man – abhängig von „Tageszeit, räumlicher Situation und Passantenfrequenz“- Maske tragen muss, wenn man nicht fünf Meter Abstand halten kann. Aus Sicht der Richter ist für den Bürger damit aber „nicht eindeutig erkennbar, wo und wann“ er der Maskenpflicht unterliegt. Vielmehr müsse er anhand der „unbestimmten Begriffe“ wie der Tageszeit selbst entscheiden, ob er gerade einen Mund-Nasen-Schutz tragen müsse.Die Kammer äußerte laut Mitteilung außerdem Zweifel an der Rechtmäßigkeit der fünf Meter-Marke. Diese gehe deutlich über die Vorgaben aktuellen Coronaschutz-Verordnung des Landes hinaus, wo 1,5 Meter Mindestabstand festgelegt sind. Auf welchen Erkenntnissen die weitergehende Regelung beruhe, sei nicht ersichtlich, so das Gericht.Die Entscheidung der Kammer betrifft zunächst nur den Kläger, über dessen Eilantrag nun entschieden wurde. Dass die Entscheidung des Gerichts die Regel nicht komplett kippt, liegt am Verwaltungsrecht. Gegen die Maskenpflicht-Entscheidung kann die Stadt Düsseldorf Beschwerde vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster erheben.In der Landeshauptstadt war vergangenen Mittwoch eine Maskenpflicht in Kraft getreten, die das komplette Stadtgebiet und alle Fußgänger erfasst. Ausnahmen gelten unter anderem in Parks und Friedhöfen.CDU-Politiker Merz erneut in Quarantäne12.20 Uhr: Der CDU-Politiker und Kandidat für den Bundesparteivorsitz Friedrich Merz hat sich erneut vorsorglich in häusliche Corona-Quarantäne begeben. Der 64-Jährige habe sich freiwillig zu dem Schritt entschlossen, damit sich in seinem Umfeld auf keinen Fall jemand anstecke, sagte ein Sprecher des Ex-Chefs der Bundestagsunionsfraktion der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.Ein Schnelltest sei am Montagmorgen allerdings negativ ausgefallen. Außerdem habe ein weiterer Test bei Merz Antikörper gegen das Coronavirus ergeben. Der Politiker und seine Ehefrau hatten sich bereits im März mit dem Virus angesteckt und sich daraufhin im Sauerland in häusliche Quarantäne begeben.Diesmal gehe es um eine reine Vorsichtsmaßnahme, erklärte Merz‘ Sprecher. Hintergrund sei ein Besuch des CDU-Politikers beim sächsischen Kabinett am vergangenen Freitag. Am Sonntag war bekannt gegeben worden, dass der sächsische Regionalentwicklungsminister Thomas Schmidt (CDU) positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Merz sagte daraufhin seine Termine ab.China sieht deutsche Schweinshaxe als Grund für Corona-Fall8.50 Uhr: China hat eine aus Deutschland importierte Schweinshaxe als Auslöser für einen neuen Corona-Fall ausgemacht. Wie staatliche Medien berichteten, habe sich in der ostchinesischen Stadt Tianjin ein Arbeiter in einem Kühlhaus infiziert. Tests hätten danach ergeben, dass Virus-Spuren an der Verpackung einer gefrorenen Schweinshaxe entdeckt worden seien, die zunächst aus Bremen nach Tianjin importiert und von dort weiter in die Stadt Dezhou gesendet worden sei.Acht Menschen, mit denen der Arbeiter zuvor engen Kontakte hatte, wurden laut der staatlichen Zeitung „Global Times“ vorsorglich unter Quarantäne gestellt. Tianjin sei zudem in den „Kriegsmodus“ übergegangen, womit in der Regel gemeint ist, dass strenge Kontrollen greifen.Seit Monaten gibt es in China der Regierung zufolge kaum noch neue Infektionen, so dass sich das Leben und die Wirtschaftstätigkeit wieder normalisieren. Zwar gelten große Teile des Landes als „corona-frei“, allerdings kommt es immer wieder zu kleineren lokalen Ausbrüchen, die mit strengen Maßnahmen wie Lockdowns und Massentests bekämpft werden. China hat schon mehrfach gefrorene Lebensmittel oder deren Verpackungen, die aus dem Ausland importiert wurden, für Infektionen verantwortlich gemacht.13.363 neue Corona-Infektionen in Deutschland7.05 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 13.363 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind rund 2650 Fälle weniger als am Sonntag. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Montag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 12.097 gelegen. Der Höchststand war am Samstag mit 23.399 gemeldeten Fällen erreicht worden.Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 671.868 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 63 auf insgesamt 11.352. Das RKI schätzt, dass rund 429.600 Menschen inzwischen genesen sind.Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 1,01 (Vortag: 1,04). Das heißt, dass zehn Infizierte im Mittel etwa zehn weitere Menschen ansteckten.Das waren die Corona-News vom 8. November:Lage spitzt sich zu: Höchststand bei Corona-Kranken auf Intensivstationen fast erreicht15:05 Uhr: Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen hat in Deutschland fast wieder den Höchstwert vom Frühjahr erreicht. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) meldete am Sonntag, dass 2904 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt werden. Davon werden 1605 (55 Prozent) invasiv beatmet. Der bisherige Höchststand war laut DIVI am 18. April mit 2933 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen erreicht worden.Tatsächlich sei die Lage in den Kliniken derzeit sogar schlimmer als im Frühjahr, sagte Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe wesentlich mehr infizierte Patienten auf den anderen Stationen – von denen ein Teil noch auf den Intensivstationen landen werde. Die gesamte Infektionslage sei nicht mit der im April vergleichbar.Anders als bei der Spitze am 18. April werde diesmal kein Abflauen folgen, der Anstieg werde sich vielmehr vorerst fortsetzen, sagte Janssens. Der Grund sei, dass sich die jeweilige Zahl an Neuinfektionen erst verzögert in schweren Verläufen und schließlich in der Belegung der Intensiv-Stationen niederschlägt. „In vier Wochen werden wir die Folgen der Spitzenwerte jetzt sehen.“ Einige Zentren seien bereits am Anschlag, es müssten vereinzelt bereits Covid-19-Patienten in andere Kliniken gebracht werden.Hinzu kommt, dass der Anteil älterer Infizierter nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) seit Ende September wieder steigt. Sie haben ein höheres Risiko, schwer zu erkranken – und damit auch dafür, zu Patienten auf der Intensivstation zu werden.In Berlin dürfen viele große Krankenhäuser bereits nur noch solche planbaren Aufnahmen, Operationen und Eingriffe durchführen, die medizinisch dringlich sind. Das geht aus einer Verordnung der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung hervor, die zum Samstag in Kraft trat. Die Kliniken erhalten Freihaltepauschalen – damit Intensivbetten und Klinikpersonal für Covid-19-Patienten frei gehalten werden können.Janssens hält eine solche Regelung bundesweit für nötig, vor allem für die Kliniken, die stark in die Behandlung schwerkranker Covid-19-Patienten eingebunden sind. Im Frühjahr waren alle Kliniken aus dem Regelbetrieb genommen worden.Laut aktuellem DIVI-Tagesreport haben die Kliniken in Deutschland rund 7500 freie Intensivbetten gemeldet (Stand 8.11., 12.15 Uhr), bei denen sowohl ausreichend Technik als auch Personal zur Verfügung steht. Allerdings warnte DIVI-Präsident Uwe Janssens vor einigen Tagen, dass mitunter auch Betten als frei gemeldet würden, für die gar kein Pflegepersonal verfügbar sei.Die Kliniken geben laut DIVI zudem an, im Notfall innerhalb von sieben Tagen gut 12 000 weitere Intensivbetten in Betrieb nehmen zu können.RKI registriert erneut Tausende Neuinfektionen in Deutschland8.50 Uhr: Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag in Deutschland 16.017 neue Corona-Infektionen gemeldet. Das sind rund 7000 Fälle weniger als noch am Tag zuvor, an dem mit 23.399 neu gemeldeten Fällen innerhalb von 24 Stunden ein neuer Höchstwert erreicht worden war. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen jedoch meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 14.177 gelegen. Seit Beginn der Pandemie hat das RKI insgesamt 658 505 Infektionen erfasst. (Stand: 8.11., 0 Uhr)Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus stieg um 63 auf insgesamt 11.289. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 1,04 (Vortag: 0,99). Das heißt, dass zehn Infizierte im Mittel etwa zehn weitere Menschen ansteckten. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.Das waren die Corona-News vom 7. November:800 Kölner infiziert, aber sie wissen nichts davon 15.20 Uhr: In Köln könnten möglicherweise tagelang Hunderte Bewohner durch die Stadt gelaufen sein, obwohl sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Laut „Welt“ wissen rund 800 Kölner aktuell nicht, dass sie mit Sars-CoV-2 infiziert sind. Diese Zahl nannte Harald Rau, der städtische Sozialdezernent, am Freitag. „Wir konnten diese Menschen, die sich in einem städtischen Testzentrum testen lassen haben, bislang nicht über ihr positives Ergebnis informieren“, so Rau.Grund dafür ist die Überlastung der Kölner Gesundheitsämter. Und auch die Art und Weise, wie Testergebnisse teilweise übermittelt werden. Diese werden einzeln telefonisch durch einen Mitarbeiter des Gesundheitsamts mitgeteilt.Inzwischen sollen die meisten positiv getesteten Personen informiert worden sein, sagte eine Sprecherin.Weil sie nichts von ihrer Infektion wissen, ist davon auszugehen, dass zumindest ein Teil der Betroffenen weiter seinem Alltag nachgeht und so möglicherweise weitere Menschen ansteckt. Zwar müssen sich Menschen, die sich in Köln einem Corona-Test unterziehen, in Quarantäne begeben, doch um das zu kontrollieren, fehlt der Stadt ebenfalls das nötige Personal. „Angesichts der hohen Infektionszahlen kommen wir nicht mehr hinterher“, so Rau.Niederlage vor Gericht für „Querdenker“ in München  13.15 Uhr: Die Organisatoren der „Querdenker“-Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen haben in München weitere gerichtliche Niederlagen einstecken müssen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof wies am Samstag zwei Beschwerden im Zusammenhang mit Demonstrationen sowohl an diesem Sonntag als auch von Montag bis Sonntag kommender Woche zurück. Die Stadt München hatte die Demos mit Blick auf den Infektionsschutz zuvor verboten.Für diesen Sonntag sollte angeblich eine Veranstaltung mit rund 120.000 Menschen auf der Theresienwiese stattfinden. Der Veranstalter habe trotz entsprechender Aufforderung durch den Senat nicht glaubhaft gemacht, dass er diese angekündigten Versammlungen tatsächlich durchführen wolle, hieß es nun in der Mitteilung des Verwaltungsgerichtshofs. Anders als bei den bisherigen Versammlungen in München und der für Samstag geplanten Versammlung in Leipzig würden Demonstrationen zwischen dem 8. und 15. November in München auf den Internetseiten und Social-Media-Kanälen der „Querdenken“-Bewegung nicht erwähnt. Auch sonst sei nicht ersichtlich, dass diese Veranstaltungen in irgendeiner Form beworben oder vorbereitet würden, so das Gericht weiter. Weitere Rechtsmittel gegen die Beschlüsse können nicht eingelegt werden.Die Beschwerden der „Querdenker“ hatten sich gegen Entscheide des Verwaltungsgerichts München gerichtet. Das hatte am Freitag das von der Stadt ausgesprochene Verbot bestätigt und einen Eilantrag der Veranstalter abgelehnt. Das Gericht verwies dabei auf das Infektionsschutzgesetz.Gericht entscheidet: „Querdenker“ dürfen in der Leipziger Innenstadt demonstrieren10.15 Uhr: Die Initiative „Querdenken“ darf nun doch in der Leipziger Innenstadt gegen die Corona-Maßnahmen demonstrieren. Das Oberverwaltungsgericht Bautzen habe entschieden, dass die Demonstration mit 16.000 Menschen auf dem Augustusplatz stattfinden darf, teilte die Stadt am Samstagmorgen mit. Am Freitagabend hatte das Verwaltungsgericht im Eilverfahren die Auflagen der Stadt zunächst bestätigt. Die Stadt wollte die Kundgebung auf die Parkplätze der Neuen Messe außerhalb des Stadtzentrums verlegen.Für Samstag (13.00 Uhr) sind insgesamt 27 Demonstrationen, Versammlungen und Kundgebungen in Leipzig angekündigt. Die Polizei bereitet sich nach eigenen Angaben auf einen „sehr intensiven Einsatz vor, weil auf allen Seiten ein gewisses Radikalisierungspotenzial erkennbar ist.“ Die Leipziger Polizei wird von der sächsischen Bereitschaftspolizei, von Einsatzkräften aus acht Bundesländern sowie der Bundespolizei und dem Landeskriminalamt unterstützt.Schon wieder neuer Höchstwert: 23.399 Neuinfektionen9.15 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat schon wieder einen traurigen Höchstwert erreicht. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete Samstagmorgen 23.399 Neuinfektionen. Zudem wurden nach RKI-Angaben 130 Todesfälle innerhalb eines Tages bekannt. Auf den Intensivstationen wurden am Samstagmorgen 2.781 Personen wegen Covid-19 behandelt, knapp vier Prozent mehr als am Vortag.Trumps Stabschef mit Coronavirus infiziert8.20 Uhr: Einer der wichtigsten Mitarbeiter von US-Präsident Donald Trump hat sich Medienberichten zufolge mit dem Coronavirus infiziert. Trumps Stabschef Mark Meadows sei positiv auf das Virus getestet worden. Das Weiße Haus wollte sich auf Anfrage nicht äußern. Meadows hatte Trump am Dienstag – dem Tag der Wahl in den USA – bei einem Besuch von Wahlhelfern in Arlington bei Washington begleitet. Die „New York Times“ berichtete, Meadows Test sei am Mittwoch positiv ausgefallen. Vier weitere Mitarbeiter des Weißen Hauses sollen sich infiziert haben. Noch in der Nacht zu Mittwoch hatte Trumps Stabschef im Weißen Haus an einer Wahlparty des US-Präsidenten teilgenommen. 250 Menschen waren geladen.Die Pandemie hat in den USA – einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern – mehr als 236.000 Menschen das Leben gekostet. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen erreicht immer neue Spitzenwerte. Am Freitag wurde der bisherige Rekord von 126.480 Neuinfektionen registriert, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins hervorging. In den vergangenen Tagen wurden jeweils mehr als 1000 Tote verzeichnet. Das waren die Corona-News vom 5. November:Leipzig: 20.000 „Querdenker“ und 27 angemeldete Demos erwartet18.45 Uhr: Rund 20.000 Menschen werden am Samstag in Leipzig zu einer Demonstration der Initiative „Querdenken“ gegen die von Bund und Ländern beschlossenen Corona-Maßnahmen erwartet. Zahlreiche Gegendemonstrationen sind angemeldet. Insgesamt sind für den Tag in der sächsischen Großstadt 27 Demonstrationen, Versammlungen und Kundgebungen angekündigt.Die Polizei bereitet sich nach eigenen Angaben auf einen „sehr intensiven Einsatz vor, weil auf allen Seiten ein gewisses Radikalisierungspotenzial erkennbar ist“. Unterstützt wird sie von der sächsischen Bereitschaftspolizei, von Einsatzkräften aus acht Bundesländern sowie der Bundespolizei und dem Landeskriminalamt unterstützt. Zudem werden Hubschrauber das Geschehen aus der Luft überwachen. Die Stadt empfahl den Bewohnern, wegen der zahlreichen Demo-Teilnehmer am Samstag die Innenstadt zu meiden.97-Jährige nach Corona-Erkrankung aus Berliner Klinik entlassen16.37 Uhr: Eine 97 Jahre alte Patientin mit mehreren Vorerkrankungen ist nach einer Covid-19-Erkrankung geheilt aus einer Berliner Klinik entlassen worden. Die Frau aus dem brandenburgischen Bernau durfte nach zehntägiger Behandlung und einem schließlich negativen Corona-Test am Donnerstag nach Hause, wie eine Sprecherin des Helios-Klinikums Berlin-Buch am Freitag sagte.Die Seniorin wurde laut Klinikmitteilung als zu der Zeit älteste Covid-19-Patientin im Haus wegen einer Lungenentzündung mit Sauerstoffgaben behandelt, auf einer Intensivstation war sie nicht. Zunächst sei die 97-Jährige mit Verdacht auf einen Schlaganfall eingeliefert worden, es sei ihr insgesamt nicht so gut gegangen, hieß es. Mit Computertomographie (CT) entdeckten die Ärzte demnach Hinweise auf eine Lungenentzündung, ein Corona-Test fiel dann positiv aus.Das Klinikum zitierte die 97-Jährige mit den Worten, sie freue sich auf ihr Zuhause und ihre Familie. „Aber eigentlich ist es auch schade, dass ich schon gehen muss.“ Allein im Zimmer sein zu müssen, habe sie nicht gestört.Man wisse inzwischen, dass es nicht einen bestimmten typischen Krankheitsverlauf bei Covid-19 gebe, erklärte der Ärztliche Direktor der Klinik, Henning Baberg. „Manche Betroffene haben nach der Infektion mit dem Coronavirus kaum Symptome, andere bekommen schwere Lungenentzündungen und Probleme mit der Atmung.“ Insbesondere ältere Menschen gelten bei Covid-19 als gefährdet für schwere und tödliche Krankheitsverläufe.Geänderte Kriterien für Corona-Tests – Labore hoffen auf Entlastung13.07 Uhr: Besonderes Augenmerk liegt jetzt auf den Symptomen und deren Schwere: Mit den geänderten Empfehlungen für den Einsatz von Corona-Tests hoffen die bundesweit am Limit arbeitenden medizinischen Labore auf Entlastung.Man sei überzeugt, dass die aufgebauten Kapazitäten mit dem nun gewählten Fokus auf medizinisch begründete Tests ausreichen, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Verbands der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM), Jan Kramer. „Was wir nicht schaffen können in den medizinischen Laboren, ist, wenn jegliche Erkältungssymptomatik abgeklärt wird“, sagte der Internist und Laborarzt. Kramer schilderte, dass Tests gemäß RKI-Empfehlung etwa angezeigt seien bei schweren Symptomen der Atemwege – bei akuter Bronchitis, Lungenentzündung, Atemnot und Fieber –, bei Störungen von Geruchs- und Geschmackssinn, bei Symptomen nach direktem Kontakt mit einem bestätigten Covid-19-Fall oder bei akuter Verschlechterung des Krankheitsbildes.Mit einem Test abgeklärt werden sollten demnach auch akute Atemwegsprobleme bei Risikogruppen und bei Menschen, die in medizinischen Einrichtungen und in der Pflege arbeiten. Auch die Wahrscheinlichkeit, dem Virus ausgesetzt gewesen zu sein, spielt laut RKI eine Rolle. Wie bisher sollen Menschen ohne Symptome laut Nationaler Teststrategie getestet werden, wenn sie zum Beispiel engen Kontakt zu einem bestätigten Fall hatten.RKI-Vizechef Lars Schaade sagte kürzlich, dass Menschen, die nun trotz Symptomen nicht getestet werden könnten, weitere Ansteckungen verhindern sollten: „Sie sollten sich bitte fünf Tage isolieren und ihre Isolation danach erst beenden, wenn sie weitere 48 Stunden ohne Symptome waren.“ Im Fall einer Verschlechterung der Krankheitsanzeichen solle man sich testen lassen. Der Verband ALM hatte in dieser Woche auf Basis von Daten aus 162 Laboren berichtet, die Testkapazität sei bundesweit erstmalig zu 100 Prozent ausgereizt. Bei Fortsetzung einer solchen Überflutung mit Proben oder einem möglichen Geräte- oder Personalausfall drohe ein Zusammenbruch der Versorgung. Kramer sagte, eine Zielgröße für eine tragbare Auslastung wäre bei 65 bis 85 Prozent: „Wenn man darüber kommt, dann laufen die Lager für Reagenzien und Verbrauchsmaterialien, die wir für diese Teste benötigen, leer.“ Die wegen der Pandemie international gefragten Materialien würden rationiert an Labore abgegeben.Trauriger Höchstwert: Mehr als 20.000 Neuinfektionen – an einem Tag7:35 Uhr: Erstmals sind in Deutschland mehr als 20.000 neue Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines einzigen Tages registriert worden. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge 21.506 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Dies geht aus Angaben des RKI vom Freitagmorgen hervor. Der bisherige Rekordwert lag bei 19.990 Fällen am Vortag. Seit Beginn der Pandemie haben sich dem RKI zufolge insgesamt bundesweit 519.089 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 6.11., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Samstag um 166 auf insgesamt 11.096. Das RKI schätzt, dass rund 402 500 Menschen inzwischen genesen sind.Das waren die News am 6. November: Athen ordnet dreiwöchigen Lockdown für ganz Griechenland an12.57 Uhr: Im Kampf gegen die Ausbreitung von Corona hat die griechische Regierung einen dreiwöchigen Lockdown von Samstag an für das ganze Land verfügt. Er könne nicht zulassen, dass das Gesundheitssystem überlastet werde, begründete Premier Kyriakos Mitsotakis den harten Schritt am Donnerstagmittag in einer Fernsehansprache.Ab Samstagmorgen um 6.00 Uhr müssen alle Läden außer Supermärkten, Apotheken und anderen lebenswichtigen Geschäften schließen. Außerdem gilt von 21.00 bis 5.00 Uhr eine allgemeine Ausgangssperre. Ausgenommen sind Berufstätige, die vom Arbeitgeber eine entsprechende Bestätigung mitführen.Wer tagsüber einkaufen oder zum Arzt gehen will, muss per SMS darüber informieren. Die Schulen im Land werden – bis auf Kindergärten und Grundschulen – auf Online-Betrieb umstellen. Überall gilt Maskenpflicht.Schon jetzt sei die Zahl der Neueinweisungen in Krankenhäuser hoch, sagte Mitsotakis. „Geht es so weiter, sind in den nächsten Tagen die ersten Krankenhäuser am Limit.“ Einen Gutteil jener Berufstätigen, die wegen der Maßnahmen kein Geld verdienen, wolle der Staat für den Monat November mit je 800 Euro unterstützen.Im Vergleich zu anderen Ländern ist Griechenland mit seinen rund elf Millionen Einwohnern bisher nicht so stark von Corona betroffen gewesen. Allerdings schnellten die Zahlen in den vergangenen Wochen vor allem in den Großstädten Athen und Thessaloniki unkontrolliert in die Höhe. Am Freitag zählte die griechische Gesundheitsbehörde 2646 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden.Am Tag nach der Wahl: USA registriert Corona-Rekord mit mehr als 102.000 Neuinfektionen10.30 Uhr: Einen Tag nach der Präsidentenwahl haben die USA erstmals seit Beginn der Pandemie mehr als 100 000 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Am Mittwoch gab es 102 831 bekannte Neuinfektionen, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore vom Donnerstagmorgen MEZ hervorging. Der bislang höchste Wert war am Freitag registriert worden, als mehr als 99 000 Ansteckungen gemeldet wurden. Die Zahl der Toten binnen 24 Stunden blieb relativ stabil bei 1097.Insgesamt haben sich indenUSA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 9,4 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Rund 233 000 Menschen starben bislang – mehr als in jedem anderen Land der Welt.Jetzt sei es an der Zeit, eine Teststrategie zu entwickeln, um «die stille Epidemie der asymptomatischen COVID-19-Infektionen» besser zu erfassen, schrieb der Chef der Gesundheitsbehörde CDC, Robert Redfield, am Mittwoch (Ortszeit) auf Twitter. Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf wiederholt gesagt, die USA seien in der Krise bald über den Berg – wofür es keine Anzeichen gibt. Sein Herausforderer Joe Biden hat Trump vorgeworfen, beim Schutz der Amerikaner versagt zu haben. Ein Wahlergebnis gibt es bislang noch nicht.Höchster je registrierter Wert: RKI meldet fast 20.000 Neuinfektionen5.58 Uhr: Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 19.990 Fällen binnen eines Tages einen bisherigen Höchstwert erreicht. Dies ging aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagmorgen hervor. Den bislang höchsten Wert seit Beginn der Pandemie hatte das RKI am vergangenen Samstag mit 19.059 Fällen gemeldet. Am Donnerstag vor einer Woche lag die Zahl bei 16 774.Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 597.583 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 05. 11., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 118 auf insgesamt 10 930. Das RKI schätzt, dass rund 391.600 Menschen inzwischen genesen sind.Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht am Mittwoch bei 0,81 (Vortag: 0,94). Das heißt, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Mittwoch bei 0,92 (Vortag: 0,98). Er zeigt das Geschehen von vor 8 bis 16 Tagen.Deutlich größerer Anteil an Corona-Tests fällt positiv aus1.45 Uhr: Die sogenannte Positivenquote bei Corona-Tests in Deutschland hat sich in den vergangenen zwei Monaten in etwa verzehnfacht. So schlugen in Kalenderwoche 44 (bis 1.11.) etwa 7,3 Prozent der Tests an, wie das Robert Koch-Institut in seinem Lagebericht von Mittwochabend schreibt. In Kalenderwoche 35 (bis 30.8.) waren es noch rund 0,7 Prozent.Die Zahl der wöchentlich durchgeführten Tests kletterte in den vergangenen zwei Monaten deutlich um mehr als 400.000. 191 Labore meldeten zuletzt rund 1,6 Millionen solcher Laboruntersuchungen in einer Woche. Die Entwicklung bei Positivenrate und Test-Anzahl spiegelt sich im über Wochen starken Anstieg bei den gemeldeten Neuinfektionen wieder.Das waren die Corona-News vom 4. November:RKI-Vize warnt: Ohne Corona-Maßnahmen 400.000 Neuinfektionen an Weihnachten13.17 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen nimmt in den letzten Wochen stetig zu. Alle zehn Tage verdoppeln sich derzeit die Fallzahlen. RKI-Vizechef Lars Schaade betonte am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Berlin: „Wir müssen verhindern, dass sich das Virus unkontrolliert ausbreiten kann“. Dafür seien Maßnahmen notwendig. Denn: „Wenn das genau so weiterginge, hätten wir an Weihnachten 400.000 täglich gemeldete Neuinfektionen am Tag“, so Schaade.Der sogenannte R-Wert befinde sich seit Anfang Oktober deutlich über 1. Das bedeute, dass eine Person mehr als eine weitere anstecke. Dennoch gibt es auch eine positive Nachricht: Die statistische Größe sei in den vergangenen Tagen leicht gesunken. „Das ist ein Hinweis darauf, dass die Kurve im Moment vermutlich etwas flacher wird“, erklärt Schaade. Doch noch sei das keine Trendwende, sondern schlicht eine Beobachtung. Erst die nächsten Tage würden zeigen, wie es sich die Lage weiter entwickelt. Künstler unterzeichnen Grünen-Appell an Bundesregierung12.55 Uhr: Vor dem Treffen der Bundeskanzlerin mit Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden am Mittwoch haben zahlreiche Künstler einen Aufruf für mehr Corona-Hilfen von Selbstständigen unterzeichnet. In dem von der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Katrin Göring-Eckardt initiierten Appell wird die Bundesregierung aufgefordert, die „Belange der Solo-Selbstständigen und Freiberufler endlich ernst zu nehmen und sie auch auf höchster Ebene gleichberechtigt mit anderen Wirtschaftsverbänden bei der Ausgestaltung und Nachbesserung von Hilfsprogrammen zu konsultieren.“ Zu den Unterzeichnen zählen die Musiker Udo Lindenberg und Till Brönner sowie die Autorin Carolin Emcke – nebst weiteren Grünen-Politikern und Verbänden.Die bestehenden Überbrückungshilfen sollten „unverzüglich“ entbürokratisiert und wie auch die Notfallhilfen für mehr Betroffene zugänglich gemacht werden. Zudem fordern die über 140 Erst-Unterzeichner, den Weg für einen Unternehmerlohn frei zu machen.Kanzlerin Angela Merkel (CDU) trifft sich am Mittwoch mit Mitgliedern des gemeinsamen Präsidiums der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, um sich über aktuelle wirtschaftspolitische Themen rund um die Corona-Pandemie auszutauschen.Obwohl mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland als Solo-Selbstständige tätig seien und Freiberufler 2015 Einkünfte in Höhe von 77,7 Milliarden Euro erwirtschafteten, seien Vertreter von Selbstständigen, Freiberuflern oder aus Kunst- und Kultur erneut nicht eingeladen, heißt es in dem Aufruf.RKI meldet 17.214 Neuinfektionen8.47 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 17.214 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Dies geht aus Angaben des RKI vom Mittwochmorgen hervor. Am Mittwoch vor einer Woche hatte die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 14.964 gelegen – das waren beinahe doppelt so viele wie am Mittwoch der Woche davor.Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 577.593 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 04.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Mittwoch um 151 auf insgesamt 10.812. Das RKI schätzte am Dienstag, dass rund 371.500 Menschen inzwischen genesen sind – die Angabe für Mittwoch fehlte zunächst noch.Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Dienstag bei 0,94 (Vortag: 1,07). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel knapp einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Dienstag bei 0,98 (Vortag: 1,04). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.Das waren die Corona-News vom 3. November:Verkehrsminister Andreas Scheuer geht in Quarantäne11.49 Uhr: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) geht nach dem Corona-Fall bei Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in Quarantäne. Ein Schnelltest bei Scheuer sei negativ gewesen, er gehe aber nach Absprache mit Ärzten in Quarantäne, sagte eine Sprecherin am Dienstag.Woidke war positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er hatte am Samstag an der Eröffnung des Flughafens BER in Schönefeld teilgenommen. Dort waren unter anderem auch Scheuer, Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Lufthansa-Chef Carsten Spohr zu Gast. Sie standen auf einem Podium mit Woidke.Brandenburgs Regierungschef Woidke mit Corona infiziert10.15 Uhr: Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe nach ersten Erkältungserscheinungen am Sonntag keine Diensttermine mehr wahrgenommen, teilte Regierungssprecher Florian Engels am Dienstag mit. Nun würden Kontaktpersonen identifiziert.RKI meldet: 15.352 Corona-Neuinfektionen in Deutschland7.16 Uhr: Die lokalen Behörden in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 15.352 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Am Dienstag vor einer Woche hatte die Zahl bei 11.409 gelegen. Mit 19.059 Neuinfektionen war am Samstag ein neuer Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden.Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise 560.379 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Dienstagmorgen meldete (Datenstand 03.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Dienstag um 131 auf insgesamt 10.661. Das RKI schätzt, dass rund 371.500 Menschen inzwischen genesen sind.Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 1,07 (Vortag: 1,13). Das bedeutet, dass zehn Infizierte knapp elf weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Montag bei 1,04 (Vortag: 1,13). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.Das waren die Corona-News vom 2. November:Krankenhäuser rechnen mit Rekordzahl an Intensivpatienten 10.50 Uhr: Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, rechnet mit einem neuen Höchststand an Intensivpatienten in Deutschland während der Corona-Pandemie. „In zwei bis drei Wochen werden wir die Höchstzahl der Intensivpatienten aus dem April übertreffen – und das können wir gar nicht mehr verhindern. Wer bei uns in drei Wochen ins Krankenhaus eingeliefert wird, ist heute schon infiziert“, sagte er der „Bild“-Zeitung (Montag).Zudem kündigte er an, auch Pflegepersonal aus nicht-intensivmedizinischen Bereichen auf den Intensivstationen einzusetzen. „Das ist natürlich nicht optimal, aber in einer solchen Ausnahmesituation zu rechtfertigen.“Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens, hatte am Wochenende in der „Bild am Sonntag“ erklärt: „Ganz klar: Es ist in einigen Bundesländern nicht mehr viel Spielraum. Berlin hat nur noch 14 Prozent freie Intensivbetten, Bremen 17 Prozent.“ Im Frühjahr sei die Situation viel weniger dramatisch gewesen als das, was jetzt auf uns zukomme.Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, forderte, planbare Operationen zu verschieben. „Viele Intensivpfleger arbeiten schon heute am Limit, und zu Recht warnen sie vor einer Verschlimmerung“, sagte er der „Bild“-Zeitung. Nur „ein Maßnahmenbündel wird eine Katastrophe verhindern – zum Beispiel planbare Operationen je nach Situation vor Ort zu verschieben“.SPD-Fraktionsvize Bärbel Bas lastete unterdessen Gesundheitsminister Jens Spahn an, Fachpersonal im Gesundheitsbereich und Risikogruppen nicht ausreichend zu schützen. „Die angekündigte Teststrategie kommt leider zu spät“, sagte sie der „Welt“ (Montag). Mit steigenden Infektionszahlen fielen nun vermutlich zunehmend auch Beschäftigte im Gesundheitswesen aus. Spahn lässt 290 Millionen Masken an Pflegeeinrichtungen schicken9.40 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will laut einem Zeitungsbericht 290 Millionen Masken aus Bundesbeständen an Pflegeheime und ambulante Pflegedienste verschicken lassen. Wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe in ihren Montagsausgaben berichten, sollen die bundesweit rund 33.000 Pflegeeinrichtungen insgesamt knapp 100.000 Pakete mit jeweils 1000 hochwertigen FFP2-Masken für das Personal und 2000 einfachen OP-Masken für die Pflegebedürftigen und ihre Besucher bekommen.Die Masken-Hilfspakete stammen nach Angaben des Gesundheitsministeriums aus den Beständen der Bundesregierung, die in der ersten Phase der Pandemie angeschafft worden waren, wie es in dem Bericht heißt. „Die erfolgreichen Beschaffungsanstrengungen eröffnen Spielräume, die ich nutzen möchte, um Pflegeeinrichtungen gezielt und zusätzlich bei der Versorgung mit Schutzmasken zu unterstützen“, zitieren die Funke-Blätter aus einem Brief Spahns an die Pflegeeinrichtungen.Klar sei aber auch, dass es sich nur um eine ergänzende Maßnahme des Bundes handeln könne, betonte der Minister demnach. Die Pflegeeinrichtungen und deren Träger müssten sich weiterhin frühzeitig und vorausschauend um die Beschaffung von Schutzausrüstung für die kommenden Monate kümmern.Die kostenlose Masken-Lieferung für die Pflege ist dem Bericht zufolge ab dem 10. November geplant, bis Weihnachten soll jede Einrichtung mindestens ein Paket erhalten. Stationäre Einrichtungen mit mehr als 21 Pflegeplätzen sollen demnach in einer zweiten Lieferwelle bis Ende Januar weitere Pakete erhalten.Zu Beginn des Teil-Lockdowns: RKI meldet mehr als 12.000 Neuinfektionen8.26 Uhr: Binnen eines Tages wurden dem Robert-Koch-Institut 12.097 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen an Montagen niedriger, da nicht alle Gesundheitsämter am Wochenende melden und weniger getestet wird. Am Montag vor einer Woche lag die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden bei 8.685.Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie bundesweit 532.930 Menschen mit dem Virus infiziert (Stand: 1. November). Das RKI schätzt, dass rund 255.900 Menschen inzwischen wieder genesen sind. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 29 auf insgesamt 10.481.Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Sonntag (1. November) bei 1,13. Das bedeutet, dass zehn Infizierte etwa elf weitere anstecken.Das waren die News vom 1. November:Saudi-Arabien lässt wieder 20.000 Pilger nach Mekka19.10 Uhr: Im Zuge schrittweiser Lockerungen während der Corona-Pandemie lässt Saudi-Arabien nun auch muslimische Pilger aus dem Ausland wieder zur kleinen Wallfahrt nach Mekka reisen. Rund 20 000 Pilger täglich dürfen seit Sonntag die Große Moschee zur sogenannten Umrah betreten, wie die staatliche Nachrichtenagentur SPA am Sonntag berichtete. Im Hof der Moschee steht die würfelförmige Kaaba, die heiligste Stätte für Muslime.Die Pilger müssen sich nach ihrer Ankunft im Land zunächst drei Tage isolieren. Am Eingang der Großen Moschee messen Wärmebildkameras ihre Temperatur. Zudem müssen sie bei ihren religiösen Ritualen Mundschutz tragen, Abstand halten und ihre Hände desinfizieren. Sie dürfen nicht länger als zehn Tage in Saudi-Arabien bleiben.Nach Ausbruch der Corona-Pandemie hatte die Regierung Saudi-Arabiens die kleine Wallfahrt ausgesetzt und nur eine begrenzte Zahl von Pilgern für die große Wallfahrt Hadsch zugelassen. Normalerweise strömen das ganze Jahr über Millionen Muslime aus aller Welt zur Umrah nach Mekka. 2019 nahmen offiziellen Angaben zufolge mehr als 19 Millionen Pilger teil.Virologe Drosten überzeugt: „Ostern ist die Pandemie nicht beendet“14.39 Uhr: Der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité erwartet trotz des Teil-Lockdowns zur Bekämpfung der Corona-Pandemie keine schnelle Normalisierung. „Sicher ist: Ostern ist die Pandemie nicht beendet“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Aber spätestens im Sommer wird sich unser Leben deutlich zum Positiven verändern können – wenn wir jetzt die akut steigenden Ansteckungszahlen in den Griff bekommen.“ Für richtig hält er demnach die politische Entscheidung, Schulen in der Krise weiter geöffnet zu halten.Helfen im Kampf gegen die Pandemie könne die weitere Verbreitung von Schnelltests, sagte Drosten. „Wenn sie in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen, können wir gefährdete Gruppen sehr regelmäßig und niederschwellig testen“, sagte er der Zeitung. „Außerdem lässt sich nicht nur feststellen, ob jemand infiziert ist, sondern auch, ob er infektiös ist. Das kann den Umgang mit Quarantäne oder Kontaktverboten erleichtern.“ Dann sei beispielsweise ein vorzeitiges Ende einer Isolierung denkbar. Einen verstärkten Einsatz der Tests erwarte er in wenigen Wochen.Drosten riet im Alltag zu konsequenter Vorsicht: „Am besten wäre es, wir täten alle so, als wären wir infiziert und wollten andere vor Ansteckung schützen.“ Zugleich lasse sich der Spieß umdrehen, indem man so tue, als sei „der andere infiziert und wir wollten uns selbst schützen. Daraus ergibt sich unser Verhalten“.RKI veröffentlicht Zahl der Corona-Neuinfektionen8.42 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages 14.177 neue Corona-Infektionen gemeldet. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen allerdings meist niedriger, auch weil am Wochenende weniger getestet wird. Insgesamt haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 532.930 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert. (Stand: 1.11., 00.00 Uhr) Vor genau einer Woche waren 11.176 Neuinfektionen an einem Tag gemeldet worden.Die Zahl der Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich um 29 auf insgesamt 10.481. Rund 355.900 Menschen waren von ihrer Infektion genesen.Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 1,11 (Vortag: 1,06). Das bedeutet, dass zehn Infizierte etwa elf weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Samstag bei 1,19 (Vortag: 1,21). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.Das waren die Corona-News vom 31. Oktober:Hausverbot für Merkel & Co. in bei Politikern beliebtem Berliner Lokal20.30 Uhr: Einst wurde die „Ständige Vertretung“ (StäV) extra für Politiker gegründet, die nach dem Umzug des Bundestages von Bonn nach Berlin die rheinische Gemütlichkeit vermissten. Auch heute noch ist das Lokal bei den Volksvertretern beliebt. Doch einige werden demnächst ihr Eisbein und ihr Bier woanders genießen müssen.Da die Betreiber wegen des Corona-Lockdowns sauer auf die Politik sind, haben sie Angela Merkel, Olaf Scholz und einer Reihe anderer Politiker daher, ganz offiziell per Facebook, Hausverbot erteilt! Und sie rufen andere Lokale auf, es ihnen gleich zu tun.Allerdings, sollte die Kanzlerin trotzdem vorbeikommen, würde er dennoch das Gespräch suchen, so Wirt Jörn Peter Brinkmann, und ihr erklären, warum das Schließen der Gastronomie Schmu ist.Touristen müssen Hotels in Bayern verlassen15.10 Uhr: Touristen müssen Hotels in Bayern spätestens am Vormittag des 2. November verlassen. Touristische Übernachtungen seien von dem Tag an nicht mehr gestattet, sagte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums am Samstag. „Übernachtungsgäste dürfen aus Kulanz auch noch im Laufe des Vormittags des 2. Novembers abreisen, obwohl die Verordnung eigentlich schon ab Mitternacht gilt.“ Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet.Vom Montag an soll es bundesweit bis Ende November einen Teil-Lockdown geben. Hotels dürfen dann keine Touristen empfangen. Unter anderem damit sollen die massiv steigenden Corona-Infektionszahlen in den Griff bekommen werden. Darauf hatten sich Bund und Länder am Mittwoch verständigt.Zuvor hatten bereits Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ähnliche Regelungen mitgeteilt. In Schleswig-Holstein müssen Touristen grundsätzlich bis zum 2. November abgereist sein, Urlauber auf den Nordsee-Inseln und Halligen bekommen wegen der Kapazitäten im Fährverkehr sowie den Autozügen bis zum 5. November Zeit, wie die Landesregierung in Kiel unter Verweis auf die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse mitteilte.Touristen aus Mecklenburg-Vorpommern müssen spätestens bis zum 5. November abreisen, wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) angekündigt hat. Grundsätzlich dürften dort vom 2. November an für den restlichen Monat keine Gäste mehr für touristische Zwecke aufgenommen werden.In Bayern haben am Freitag die einwöchigen Herbstferien begonnen. Der Geschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in Bayern, Ulrich Frank-John, sagte am Samstag: „Wir hätten die Touristen gerne behalten.“ Dass es auch bei den neuen Maßnahmen wieder das Gastgewerbe besonders betroffen sei, nannte er „völlig unverhältnismäßig“.Neuer Höchstwert: 19.059 Neuinfektionen in Deutschland8.37 Uhr: Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 19.059 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstagmorgen hervor. Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 18.681 Fällen. Am Samstag vor einer Woche hatten die Gesundheitsämter dem RKI 14.714 Neuinfektionen gemeldet.Noch Ende September hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gewarnt, dass es zu Weihnachten 19.200 Neuinfektionen am Tag geben könnte. Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden.Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 518.753 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 31.10., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Samstag um 103 auf insgesamt 10.452.Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,06 (Vortag: 0,97). Das bedeutet, dass ein Infizierter etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Freitag bei 1,21. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.US-Tagesrekord: Fast 100.000 Neuinfektionen7.46 Uhr: Die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages hat in den USA mit fast 100.000 kurz vor der Präsidentenwahl einen neuen Höchststand erreicht. Am Freitag wurden 99.321 Fälle verzeichnet, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) hervorgeht. Das sind fast 11.000 mehr als noch am Vortag.Insgesamt wurden nach JHU-Angaben in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie rund 9,05 Millionen Coronavirus-Infektionen bestätigt. Etwa 229.700 Menschen starben bislang – mehr als in jedem anderen Land der Welt.Die Zahl der neuen Corona-Fälle an einem Tag hatte in der vergangenen Woche in den USA erstmals seit Beginn der Pandemie die Marke von 80.000 überschritten. Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen aber auch wieder nach unten korrigiert.Am nächsten Dienstag wird in den USA gewählt. In regulären Umfragen liegt der demokratische Herausforderer Joe Biden vielfach vorn – auch wegen der Unzufriedenheit mit Präsident Donald Trumps Umgang mit der Corona-Krise. Dieser behauptet, durch sein Krisenmanagement womöglich Millionen Tote verhindert zu haben. Biden wirft Trump dagegen Versagen vor und beschuldigt ihn, für den Tod Zehntausender US-Bürger verantwortlich zu sein.Das waren die Corona-News vom 30. Oktober:Arztpraxen: Angestellte klagen über aggressive Patienten20.31 Uhr: In der Corona-Pandemie beklagen sich Angestellte von Praxen zunehmend über aggressiv und fordernd auftretende Patienten. „Es liegt nicht in unserer Verantwortung, wenn es Lieferengpässe bei Impfstoffen gibt“, sagte die Präsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe (VMF), Hannelore König, am Freitag in Bochum. Sie bezog sich dabei auf Grippe- und Pneumokokken-Impfstoffe. Patientinnen und Patienten ließen teils ihren Frust an den Praxisteams ab. Die Mitarbeiter trügen zudem durch die zahlreichen Patientenkontakte ein erhöhtes Infektionsrisiko. „Viele Fachangestellte sind mittlerweile am Limit.“ Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, Dirk Spelmeyer, sagte, typische Streitpunkte seien etwa lange besetzte Telefonleitungen oder Wunsch-Corona-Tests.Größter Teil Europas ist Corona-Risikogebiet – nur ein Land nicht16.05 Uhr: Wegen dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung acht weitere europäische Länder wie Kroatien, Ungarn und Bulgarien ab Sonntag ganz als Risikogebiete eingestuft. Auch Österreich und Italien werden fast komplett auf die Risikoliste gesetzt, außerdem Regionen in sechs weiteren EU-Ländern, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte.Verbunden damit ist eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für touristische Reisen, die inzwischen wieder für einen Großteil Europas gilt: Von den 26 Ländern der EU außer Deutschland sind ab Sonntag 17 ganz und 8 teilweise betroffen. Nur ein kleines Land im Norden Europas ist dann noch „risikofrei“: Das baltische Estland mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern.Die Zahl der Länder und Regionen in Südeuropa, die noch nicht auf der Risikoliste stehen, schrumpft damit weiter. In Portugal kommt zwar jetzt die Region Centro hinzu, der ganze Süden des Landes inklusive der Traumküste Algarve ist dagegen noch „risikofrei“. In Italien ist Kalabrien im Süden des Landes von der Reisewarnung ausgenommen.Griechenland hat mit Westmakedonien im Norden des Landes ab Sonntag zwar erstmals ein Risikogebiet. Der ganze Süden inklusive aller griechischer Inseln steht aber noch nicht auf der Liste des RKI. Für die spanischen Kanaren – eines der beliebtesten Winterreiseziele der Deutschen – wurde die Reisewarnung bereits in der vergangenen Woche aufgehoben.Deutsches Unternehmen will in zwei Wochen Impfstoff-Zulassung beantragen11.30 Uhr: Die Hoffnungen sind groß, dass die Corona-Pandemie mit einem Impfstoff endlich beendet werden kann. Das deutsche Unternehmen Biontech scheint diesbezüglich schon recht weit zu sein: Wie der Chef der Mainzer Firma in einem Interview mit dem regionalen Verlag VRM ankündigte, sollen die Ergebnisse einer Wirksamkeitsstudie für den von Biontech entwickelten Impfstoff in Kürze vorliegen. Entsprechend könnte das Unternehmen dann schon Mitte November die Zulassung beantragen – wenn die Ergebnisse positive ausfallen. Sahin zum VRM: „Wir werden in zwei Wochen sicherlich schlauer sein.“ Zuerst hatte der „Spiegel“ berichtet.
Ugur Sahin, Vorstandsvorsitzender von Biontech

Den Antrag auf Zulassung will Biontech allerdings zunächst bei der als Notfallgenehmigung bei der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) stellen. Biontech entwickelt seinen Impfstoff zusammen mit dem US-Unternehmen Pfizer. Das Duo zählt neben den Forschern von AstraZeneca (Großbritannien) zu den vielversprechendsten Kandidaten im weltweiten Wettlauf um einen Corona-Impfstoff. Auch das deutsche Unternehmen Curevac mischt mit.RKI meldet erstmals mehr als 18.000 Fälle6.39 Uhr: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) hat die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland mit 18.681 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 16.774 Fällen. Am Donnerstag vor einer Woche hatte der Wert erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland die Marke von 10.000 überschritten.Mit der neuen Höchstzahl am Freitag hat Deutschland beinahe das von Bundeskanzlerin Angela Merkel errechnete Szenario erreicht. Sie erwartete allerdings erst um Weihnachten herum derart hohen Zahlen. Das waren die Corona-News vom 29. Oktober:Wegen erneutem Corona-Ausbruch: China testet 4,7 Millionen Menschen11.02 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch in Nordwestchina haben die Behörden in der Stadt Kashgar innerhalb von nur vier Tagen 4,7 Millionen Einwohner auf eine mögliche Infektion mit dem Virus getestet. Bei 183 Menschen sei der Erreger nachgewiesen worden, davon seien 161 Menschen ohne Symptome wie Husten oder Fieber, berichtete das Gesundheitsamt der autonomen Region Xinjiang am Mittwoch. Nur 22 Einwohner zeigten demnach Anzeichen für die Atemwegserkrankung Covid-19. Daneben zählte China lediglich 20 aus dem Ausland importierte Krankheitsfälle.Die meisten Flüge in die Stadt Kashgar sind seit dem Wochenende gestrichen. Auch berichteten Augenzeugen von Straßenkontrollen auf dem Weg in die Stadt. Die staatlichen Gesundheitsbehörden in Peking entsandten eine Arbeitsgruppe nach Kashgar. Der Ausbruch wurde auf eine Fabrik zurückgeführt, ohne dass Details bekannt wurden.Mit strengen Maßnahmen wie Massentests, strikter Quarantäne, genauer Nachverfolgung von Kontaktpersonen und Einreisebeschränkungen hat China das Virus weitgehend unter Kontrolle gebracht. Seit Monaten verzeichnet das bevölkerungsreichste Land der Erde, wo die ersten Infektionen mit dem Coronavirus im Dezember vergangenen Jahres bekannt wurden, nur noch wenige, lokale Ausbrüche.Neuer Höchstwert: 16.774 Neuinfektionen in Deutschland 7.12 Uhr: Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 16.774 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Donnerstagmorgen hervor. Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 14.964 Fällen. Am Donnerstag vor einer Woche hatten die Gesundheitsämter 11.287 Neuinfektionen gemeldet. Damit hatte der Wert erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland die Marke von 10.000 überschritten.Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden.Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 481.013 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 29.10., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 89 auf insgesamt 10.272. Das RKI schätzt, dass rund 339.200 Menschen inzwischen genesen sind.Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Mittwoch bei 1,03 (Vortag: 1,17). Das bedeutet, dass ein Infizierter etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Dienstag bei 1,17. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.Das waren die Corona-News vom 28. Oktober:Karl Lauterbach fordert Kontrollen in privaten Wohnungen12 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat angesichts der drastisch gestiegenen Corona-Infektionszahlen Kontrollen in privaten Räumen gefordert. „Wir befinden uns in einer nationalen Notlage, die schlimmer als im Frühjahr werden kann. Die Unverletzbarkeit der Wohnung darf kein Argument mehr für ausbleibende Kontrollen sein“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“. „Wenn private Feiern in Wohnungen und Häusern die öffentliche Gesundheit und damit die Sicherheit gefährden, müssen die Behörden einschreiten können.“Nach harscher Kritik entschärfte Lauterbach seine Aussage via Twitter: „Ich lehne es ab, dass Polizei oder Ordnungskräfte Wohnungen kontrollieren. Die Privatwohnung bleibt voll geschützt. Trotzdem müssen wir an Bürger eindringlich appellieren, jetzt jede private Feier zu vermeiden“, so der Politiker.Das waren die News vom 27. Oktober:Altmaier rechnet Ende der Woche mit 20 000 Corona-Infektionen16.10 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) geht davon aus, dass Ende der Woche 20 000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland zu verzeichnen sein werden. Altmaier sagte am Dienstag bei einem Deutsch-Französischen Wirtschaftstag: „Wir haben es zu tun mit einem exponentiellen Wachstum.“ In Deutschland steige die Zahl der Neuinfektionen jeden Tag um rund 70, 75 Prozent im Vergleich zur Woche davor. „Und das bedeutet: Wir werden wahrscheinlich schon Ende dieser Woche 20 000 Neuinfektionen am Tag haben“, sagte Altmaier.Dies sei eine Zahl, die man sich vor drei Wochen noch gar nicht habe vorstellen können. Der Wirtschaftsminister verwies auch auf die hohe Zahl von Corona-Neuinfektionen in Frankreich und betonte die enge Zusammenarbeit mit Frankreich.Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Dienstagmorgen 11 409 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Am Dienstag vor einer Woche hatte die Zahl bei 6868 gelegen. Am Samstag war mit 14 714 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden.Am Mittwochmittag beginnen Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und mehreren Bundesministern mit den Ministerpräsidenten der Länder zur aktuellen Corona-Lage. Diese werden angesichts der hohen Zahl an Neuinfektionen mit Spannung erwartet.Corona-Neuinfektionen erneut im fünfstelligen Bereich7.15 Uhr: Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter mit 11.409 Neuinfektionen erneut einen fünfstelligen Wert an das Robert-Koch-Institut. Am Dienstag vor einer Woche lag die Zahl noch bei 6.868 Neuinfektionen.Insgesamt haben sich laut RKI seit Beginn der Pandemie bundesweit 449.275 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle überschritt am vergangenen Wochenende die Marke von 10.000 und liegt jetzt bei 10.098. 42 Todesfälle sind innerhalb eines Tages hinzugekommen. Das RKI schätzt, dass rund 326.700 Menschen inzwischen wieder genesen sind.Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag laut RKI Lagebericht vom Montag bei 1,37. Das bedeutet, dass derzeit zehn Menschen knapp 14 weitere anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen von etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.Das waren die News vom 27. Oktober:Bericht: Merkel will „Lockdown light“ – was das bedeuten könnte19.32 Uhr: Am Mittwoch will Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten über weitere Corona-Maßnahmen beraten (lesen Sie dazu unsere Ticker-Meldung von 14.25 Uhr). Laut einem Medienbericht will die Kanzlerin dabei einen „Lockdown light“ vorschlagen.Laut „Bild“ würde das Folgendes bedeuten:- Schulen und Kitas würden geöffnet bleiben – mit Ausnahme von Regionen mit „katastrophal hohen Infektionszahlen“.- Geschäfte würden mit Einschränkungen ebenfalls offen bleiben.- Restaurants und Bars müssten hingegen schließen. Auch Veranstaltungen dürften nicht mehr stattfinden.Erstmals mehr als 1000 Corona-Neuinfektionen in Dänemark17.46 Uhr: Dänemark hat erstmals seit Beginn der Pandemie mehr als 1000 Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag verzeichnet. Wie am Montag aus Zahlen des staatlichen Gesundheitsinstituts SSI hervorging, wurden seit Sonntag 1056 neue Corona-Fälle registriert. SSI-Direktor Kåre Mølbak wies aber darauf hin, dass diese Zahl wegen technischer Probleme diesmal 28 statt 24 Stunden umfasse und das Niveau somit in etwa bei dem vom Sonntag liege.Am Sonntag hatten die Dänen mit 945 Neuinfektionen einen Höchststand vermeldet. Dänemark testet allerdings viel mehr als im Frühjahr, weshalb sich die Zahlen nur bedingt mit denjenigen aus dem März oder April vergleichen lassen.Die Entwicklung wird im nördlichen deutschen Nachbarland mit Sorge beobachtet. Mittlerweile liegen 145 Menschen wegen einer Coronavirus-Infektion im Krankenhaus, das ist der höchste Stand seit Mitte Mai. Auch sechs Todesfälle kamen am Montag hinzu. Damit sind in Dänemark bislang mehr als 41.400 Fälle bestätigt worden, 708 Menschen mit Corona-Infektion sind bislang gestorben. Auf die Bevölkerung von rund 5,8 Millionen Menschen gerechnet liegt die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf einem ähnlichen Niveau wie in Deutschland.Neue Corona-Beschränkungen in Norwegen16.14 Uhr: Die Norweger sollen wegen der auch bei ihnen steigenden Corona-Zahlen ab Mittwoch nicht mehr als fünf Gäste in ihren eigenen vier Wänden begrüßen. Das teilte die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg am Montag auf einer Pressekonferenz in Oslo mit. Private Zusammenkünfte an öffentlichen Orten werden zugleich landesweit auf maximal 50 Teilnehmer begrenzt; bislang lag die Grenze bei 200.Darüber hinaus werden Arbeitskräfte aus Ländern, die die EU als Risikogebiete bezeichnet, ab Samstag nicht wie bisher von der obligatorischen Zehn-Tages-Quarantäne ausgenommen. Dazu zählen laut Solberg unter anderem Polen, Frankreich und Großbritannien.Die Infektionszahlen stiegen und stiegen, unter anderem auch unter den Älteren der Gesellschaft, sagte Solberg. Es müsse deshalb mehr getan werden, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Je mehr Einsatz man jetzt zeige, umso größer sei die Chance, normale Weihnachtsfeiertage im größeren Familienkreis verbringen zu können, sagte Solberg. Ziel sei es letztlich, noch strengere Maßnahmen zu vermeiden. Bildungsministerin Guri Melby unterstrich, dass alles dafür getan werden solle, Kindergärten und Schulen offen zu behalten.Norwegen ist im Europa-Vergleich bislang mit knapp 18.000 gemeldeten Fällen und 279 Toten in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen relativ gut durch die Pandemie gekommen. In den vergangenen 14 Tagen haben die Norweger auf die Bevölkerung gerechnet nur ein Viertel so viele Neuinfektionen verzeichnet wie Deutschland. Verglichen mit dem Rest des Europäischen Wirtschaftsraums ist die Infektionszahl in dem Zeitraum in Norwegen so niedrig gewesen wie in keinem anderen Land.„Ernsthafte Entwicklung“: Merkel beruft vorzeitige Corona-Konferenz mit Länderchefs ein14.25 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am kommenden Mittwoch erneut mit den Ministerpräsidenten in einer Videokonferenz über die sich zuspitzende Entwicklung der Corona-Pandemie beraten. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin mit.Seibert unterstrich, dass es eine ernsthafte Entwicklung gebe. Kontaktnachverfolgungen durch die Gesundheitsämter seien kaum mehr möglich. Die Intensivbetreuung von Corona-Patienten nehme wieder zu, die Kapazitäten nähmen entsprechend ab, machte Seibert deutlich.Ursprünglich sollte ein erneuter Corona-Gipfel erst am Freitag stattfinden. Doch vor dem digitalen Treffen der Ministerpräsidenten der Länder Ende dieser Woche wurden die Rufe nach schärferen und vor allem einheitlicheren Corona-Regeln lauter.Kanzlerin Angela Merkel: „Es stehen uns sehr, sehr schwere Monate bevor“7.25 Uhr: Deutschland steht bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie nach Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor einer schwierigen Phase. „Es stehen uns sehr, sehr schwere Monate bevor“, sagte die CDU-Politikerin laut „Bild“ in einer Schaltkonferenz mit den CDU-Fraktionschefs der Bundesländer. Die Kanzlerin gehe von weiter stark steigenden Infektionszahlen aus und rechne damit, dass mindestens bis Februar auch draußen keine größeren Veranstaltungen mehr möglich seien.Über die bevorstehende Ministerpräsidentenkonferenz, die von Mittwoch bis Freitag unter Vorsitz Berlins geplant ist, zeigte sich Merkel besorgt. Sie habe „kein so gutes Gefühl“, sagte die Kanzlerin demnach. „So kann es nicht weitergehen.“Am Montag berät Merkel erneut mit den zuständigen Bundesministern im Corona-Kabinett. Am Freitag kommen die Regierungschefs der Bundesländer zu ihrer Jahreskonferenz zusammen, den Vorsitz hat seit Anfang Oktober Berlin inne. In den vergangenen Tagen hatte es immer wieder Appelle für mehr Einheitlichkeit bei den Corona-Auflagen bundesweit gegeben, etwa von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Corona-Zahlen für Deutschland: Knapp 8700 Neuinfektionen in 24 Stunden7.10 Uhr: Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Montagmorgen 8685 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen an Sonntagen und Montagen niedriger, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird.Am Montag vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden bei 4325 gelegen.Am Samstag war mit 14.714 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle übersteig am Wochenende die Marke von 10.000.Das waren die Corona-News vom 25. Oktober:Berlin: Weitere Demonstration abgesagt18.49 Uhr: Nach Angaben einer Polizeisprecherin ist eine weitere Demonstration, mit der in Berlin gegen die Corona-Politik protestiert werden sollte, kurzfristig abgesagt worden. Der Veranstalter habe die Demonstration am Großen Stern gegen 17.00 Uhr telefonisch abgesagt, sagte die Sprecherin am Sonntagabend.Ursprünglich waren zu der Kundgebung rund 10.000 Teilnehmer angemeldet worden. Die Veranstalter waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.Corona-Verharmloser demonstrieren in Berlin ohne Masken und Abstand17.51 Uhr: Aus Protest gegen die staatlichen Corona-Beschränkungen sind am Sonntag in Berlin Demonstranten auf die Straße gegangen. Die Polizei sprach von rund 2000 Menschen, die sich auf dem Alexanderplatz in Berlin-Mitte versammelten.Die Situation war dort zeitweise unübersichtlich, weil Menschen aus der Menge ausbrachen. Die Polizei sprach von einer „dynamischen Lage“. „Es wurde weitgehend weder der Mindestabstand noch die Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung eingehalten“, twitterte die Polizei. Dies waren jedoch Auflagen gewesen.Ein Anlass für die Proteste war unter anderem die Gesundheitskonferenz „World Health Summit“, die ursprünglich im Veranstaltungszentrum Kosmos geplant war. Wegen steigender Infektionszahlen findet die Veranstaltung, an der auch Vertreter des Robert Koch-Instituts teilnehmen, online statt. Dennoch zogen Demonstranten am Nachmittag vor das Gebäude.Zu Festnahmen und möglicherweise Verletzten machte die Pressestelle der Polizei am Sonntag zunächst keine Angaben. Sie verwies auf eine Bilanz am Montag. Zudem sollte am Sonntagabend am Großen Stern nahe der Siegessäule eine weitere Demonstration der Gruppe „Querdenken“ gegen die Corona-Politik stattfinden. Bund und Länder versuchen indes mit verschärften Corona-Regeln den starken Anstieg der Infektionszahlen einzudämmen.Die Veranstaltung auf der Karl-Marx-Allee vor dem Veranstaltungshaus Kosmos wurde vom Anmelder am Nachmittag vorzeitig beendet. Polizisten kamen auf die Bühne. Die Teilnehmer sollten den Ort rasch verlassen, andernfalls wollte die Polizei mit Anzeigen reagieren.Die Polizei war nach eigenen Angaben mit rund 600 Kräften im Einsatz. Auf dem Alexanderplatz und auf der Karl-Marx-Allee riefen Demonstranten unter anderem „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Freiheit raubt“ und „Wir sind das Volk“. Sie trugen teils rosafarbene Luftballons in Herzform und Protestransparente. Andere waren mit Trommeln und Trillerpfeifen unterwegs. Ein dpa-Reporter berichtete, unter den Demonstrierenden seien auch Familien mit Kindern und ältere Menschen gewesen.Zum Auftakt der Proteste kam es zu unübersichtlichen Situationen. In Durchsagen der Polizei hieß es, die Demonstration könne nicht starten, weil sich Teilnehmende nicht an behördliche Anordnungen hielten. Die Teilnehmenden seien trotz mehrfacher Aufforderung nicht bereit, Abstände einzuhalten und eine Maske anzulegen. Ein dpa-Reporter berichtete, Demonstranten auf dem Platz seien dann aus der Menge ausgebrochen. Demonstranten seien abseits des Alexanderplatzes ohne Polizeibegleitung umhergelaufen. Es war zu beobachten, dass Polizisten gegen Teilnehmer auch vorgingen – etwa sie am Boden fixierten oder wegtrugen.Polizei: Brandsätze gegen Gebäude des RKI geworfen12.11 Uhr: Unbekannte haben nach Angaben der Polizei ein Gebäude des Robert Koch-Instituts in Berlin attackiert. Gegen die Fassade seien in der Nacht zum Sonntag Brandsätze geworfen worden, teilten die Ermittler am Morgen mit. Es sei jedoch niemand verletzt worden.Gegen 2.40 Uhr hätten Sicherheitsmitarbeiter mehrere Personen entdeckt, die Flaschen geworfen hätten. „Dabei soll auch eine Fensterscheibe zu Bruch gegangen sein. Die Flammen konnte der Mitarbeiter löschen“, heißt es im Polizeibericht.Die Verdächtigen seien unerkannt entkommen. „Da eine politische Motivation bei der versuchten Brandstiftung geprüft wird, hat der polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes die weiteren Ermittlungen übernommen“, teilte die Polizei mit.Gesundheitsämter melden 11.176 Neuinfektionen8.16 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages 11.176 neue Corona-Infektionen gemeldet. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen allerdings meist niedriger, auch weil am Wochenende weniger getestet wird. Insgesamt haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 429.181 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert. (Stand: 25.10., 00.00 Uhr) Vor genau einer Woche waren es noch 5587 Neuinfektionen an einem Tag.Die Zahl der Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich um 29 auf insgesamt 10.032. Die Marke von 10.000 war am Vortag überschritten worden.Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 1,36 (Vortag: 1,23). Das bedeutet, dass zehn Infizierte knapp 14 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Samstag bei 1,38 (Vortag: 1,30). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.Das waren die Corona-News vom 24. Oktober:„Querdenker“ kündigen Corona-Protest in Berlin an17.40 Uhr: Die Berliner Polizei stellt sich für Sonntag auf mehrere Demonstrationen ein, die sich gegen politische Entscheidungen in der Corona-Pandemie richten. Am Mittag (12 Uhr) ist eine Demonstration am Alexanderplatz geplant, abends (17 Uhr) soll am Großen Stern im Tiergarten demonstriert werden.Der Protestzug mittags ist mit rund 2500 Teilnehmern angemeldet, die Kundgebung einer „Querdenken“-Initiative am Abend mit 10.000. In den Titeln, mit denen die Demos angemeldet wurden, wird zum Beispiel das Ende staatlicher Beschränkungen gefordert.Der Protestzug am Mittag soll bis zu einem ehemaligen Kino führen, in dem ursprünglich der „World Health Summit“ geplant war. Die Veranstaltung findet wegen steigender Infektionszahlen inzwischen aber online statt.Krankenhausgesellschaft sieht Kliniken in Corona-Krise gut gerüstet15.44 Uhr: Die Kliniken in Deutschland sind nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft auf eine steigende Zahl von Covid-19-Patienten vorbereitet. „Die Krankenhäuser sind hoch alarmiert, ohne hektisch zu sein“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, dem „Mannheimer Morgen“. Zurzeit gebe es mehr als 8000 freie Intensivbetten. Außerdem müssten nicht alle Patienten, die mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus kommen, intensivmedizinisch behandelt werden. „Die Kapazitäten werden noch lange reichen, ehe es bedenklich wird.“Damit das in den nächsten Wochen und Monaten so bleibe, sei insgesamt sehr viel Vorsicht und sehr viel Einsatzbereitschaft gefordert, sagte Baum. Die große Mehrheit der Bevölkerung sei sehr umsichtig und halte sich an die Regeln. „Aber klar ist auch, dass die schlechtere Jahreszeit dazu führt, dass wir uns beispielsweise zunehmend in Innenräumen aufhalten. Deshalb ist es an jedem Einzelnen, die Regeln zu beachten.“RKI meldet Zahl der Neuinfektionen8.27 Uhr: Bundesweit liegt die Zahl der Neuinfektionen inzwischen über dem Warnwert von 50 pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstagmorgen haben die Gesundheitsämter in Deutschland 14.714 neue Corona-Infektionen gemeldet, so viele wie noch nie seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland. Da es allerdings am Donnerstag zeitweise zu Datenlücken bei der Übermittlung von Infektionszahlen gekommen war, könnten in der jüngsten Zahl der Neuinfektionen entsprechende Nachmeldungen enthalten sein. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung überschritt am Samstag die Marke von 10.000.Forderung von einheitlichen Corona-Regeln wird lauter8.23 Uhr: Vor einem erneuten Treffen von Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder in der kommenden Woche werden die Rufe nach schärferen und vor allem einheitlicheren Corona-Regeln lauter. Wirtschaftsminister Peter Altmaier sprach sich wie zuvor Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dafür aus, notfalls auch mehr Kompetenzen auf den Bund zu verlagern.„Entscheidungen eines einzelnen Bundeslandes können Auswirkungen auf alle anderen Bundesländer haben. Deshalb brauchen wir dringend mehr gemeinsame Entscheidungen“, erklärte er in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Entweder durch alle Länder zusammen oder – wo das zu schwerfällig ist – auf Bundesebene, wo die Länder ja durchaus beteiligt sind“, fügte er offenbar mit Blick auf den Bundesrat hinzu.Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), die in der Pandemie einen besonders vorsichtigen und strikten Kurs fährt, sagte der „Bild“: „Ich sehe den Anstieg der Zahlen mit Sorge. Es ist gut, dass wir die Corona-Ampel eingeführt haben. Wir müssen aber nächste Woche bei der Konferenz der Ministerpräsidenten beraten, ob weitere Schritte erforderlich sind.“Das waren die Corona-News vom 23. Oktober:Berlin fordert Bürger zu eigener Kontaktnachverfolgung auf13.55 Uhr: Angesichts der Vielzahl von Corona-Erkrankten in Berlin setzen die Behörden bei deren Isolation und der Nachverfolgung ihrer Kontakte auf eine neue Strategie. Aufgrund der pandemischen Lage sei es den Gesundheitsämtern nicht mehr möglich, jeden einzelnen Fall mit viel Aufwand und sehr zügig zu bearbeiten, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Freitag.Menschen mit positivem Testergebnis sind in Berlin deshalb nun aufgerufen, sich auch ohne Kontakt zum Gesundheitsamt so schnell wie möglich in häusliche Isolation zu begeben. Zudem sollen sie Kontaktpersonen rasch über die Infektion informieren, damit diese sich in Quarantäne begeben können.Man setze nun stärker auf die Eigenverantwortung von Infizierten und ihren Kontaktpersonen, sagte Kalayci nach einer Schaltkonferenz mit den Gesundheitsstadträten der Bezirke. Bei Corona-Tests und der Kontaktnachverfolgung liege der Schwerpunkt bei Risikogruppen, etwa Personal und Patienten in Krankenhäusern und Pflege oder obdachlosen Menschen.„Das heißt nicht, dass die anderen Kontakte nicht nachverfolgt werden“, betonte Kalayci. „Dort wird es aber etwas Zeit kosten.“ Amtsärzte hatten einen solchen Strategiewechsel gefordert.Tschechiens Gesundheitsminister ignoriert eigene Corona-Regeln – Entlassung!12.30 Uhr: Tschechien verliert auf einem Höhepunkt der Corona-Krise seinen Gesundheitsminister. Regierungschef Andrej Babis sagte am Freitag, er habe den 56 Jahre alten Roman Prymula gebeten, seinen Rücktritt einzureichen. Tue er das nicht, werde er entlassen. Das Fehlverhalten des Ministers sei „unentschuldbar“.Dem Gesundheitsminister wird vorgeworfen, seine eigenen drastischen Corona-Vorschriften verletzt zu haben. Die Zeitung „Blesk“ fotografierte den Politiker und Epidemiologen, wie er abends ein Luxusrestaurant verlässt und dabei keine Maske trägt. Dabei sind seit anderthalb Wochen alle Restaurants geschlossen.Prymula hatte sich mit dem Fraktionsvorsitzenden der populistischen Regierungspartei ANO, Jaroslav Faltynek, getroffen. Dieser erklärte, man habe «Dinge bei einem Kaffee besprochen». Babis forderte den 58-Jährigen zum Rücktritt als Parteivize auf. Sowohl die Opposition als auch der sozialdemokratische Koalitionspartner CSSD hatten wegen der Affäre personelle Konsequenzen gefordert.In Tschechien mit seinen 10,7 Millionen Einwohnern gelten strenge Ausgangsbeschränkungen. Die Menschen sind angehalten, so weit wie möglich zu Hause zu bleiben. Das Land kämpft, auf die Bevölkerung umgerechnet, mit der stärksten Zunahme an Corona-Neuinfektionen in der Europäischen Union. Am Freitag wurden 14151 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden vermeldet. 1845 Menschen starben seit Beginn der Pandemie in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung.Frankfurt kann nicht mehr jede Infektionskette nachverfolgen9.50 Uhr: Einige Gesundheitsämter können angesichts der Vielzahl der Fälle nicht mehr jede Infektionskette nachvollziehen. „Jedem Fall genau nachzugehen, das gelingt nicht mehr“, sagte der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, René Gottschalk, am Freitag im ZDF-„Morgenmagazin“. In Frankfurt kämen derzeit zwischen 100 und 200 Fälle pro Tag dazu. „Eine solche Fülle kann man nicht mehr im Detail abarbeiten, das ist ganz klar.“Das Frankfurter Gesundheitsamt wird von der Bundeswehr unterstützt. 60 Soldaten helfen bei der Nachverfolgung. Dafür sei man dankbar, sagte Gottschalk, es reiche aber nicht aus. Die Mitarbeiter müssten inzwischen die Fälle priorisieren. „Man muss sich jetzt gezielt die Fälle raussuchen, wo es besondere Dinge gibt, die es zu beachten gibt, wo es sich lohnt, genau nachzufragen“, sagte Gottschalk. Das könnte zum Beispiel ein Infizierter sein, der enge Kontakte mit Risikogruppen habe – anders als ein Ausbruch in einer jungen Familie.Weltärztepräsident nennt Schwellwert für neuen Lockdown9.42 Uhr: Nach dem jüngsten Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Deutschland haben mehrere Landesregierungen die Bürger eindringlich aufgerufen, die Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten. So auch der bayrische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder. „Es muss uns gelingen, diese Welle zu brechen. (…) Und wenn wir jetzt ein bisschen mehr tun, dann werden wir hinterher weniger Folgen haben“, sagte er am Donnerstag in der Sendung „ZDF spezial“.Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitagmorgen 11.242 neue Fälle binnen 24 Stunden. Die Zahl ist fast so hoch wie am Vortag.Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, warnte für den Fall eines weiteren Anstiegs, bei 20.000 Neuinfektionen am Tag gerate die Lage außer Kontrolle. „Dann wäre es für Gesundheitsämter nicht mehr möglich, die Infektionsketten nachzuverfolgen und zu unterbrechen“, sagte er der „Rheinischen Post“. Und warnt: „Dann droht uns ein zweiter Lockdown, weil sich das Virus anders nicht mehr bremsen lässt.“RKI: Zahl der Neuinfektionen weiterhin hoch9.26 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Freitagmorgen 11.242 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Die Zahl ist vergleichbar mit dem Rekordwert von 11.287 Fällen vom Vortag und liegt deutlich über den 7334 gemeldeten Neuinfektionen vom Freitag vergangener Woche.Die jetzigen Werte liegen damit über denen vom Frühjahr, sind aber nur bedingt vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird – und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden. Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauere es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten.Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 403.291 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus infiziert (Stand: 23.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9954. Das waren 49 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es inzwischen etwa 310.200 Genesene.Ebola-Mittel Remdesivir zur Corona-Behandlung zugelassen8.18 Uhr: Die US-Arzneimittelbehörde hat das Medikament Remdesivir zur Behandlung von Corona-Erkrankungen zugelassen. Bislang hatte das Medikament in den USA nur eine Notfallzulassung. Den Angaben der US-Arzneimittelbehörde FDA zufolge kann Remdesivir die Dauer der Corona-Erkrankung verkürzen – dies sei hinreichend nachgewiesen.Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilte vergangene Woche jedoch mit, dass mehrere in weltweiten Testreihen überprüfte, potenzielle Corona-Medikamente wenig oder keinen Nutzen gezeigt hätten. Zu diesen Medikamenten gehörte auch Remdesivir.Das waren die Corona-News vom 22. Oktober:Wien genehmigt Weihnachtsmärkte mit 852 Ständen12.25 Uhr: Die traditionellen Wiener Weihnachtsmärkte sollen in diesem Jahr trotz der Corona-Pandemie öffnen. Die österreichische Hauptstadt hat 18 Märkte mit insgesamt 852 Marktständen genehmigt, wie das Marktamt am Donnerstag mitteilte. Am 13. November öffnen etwa der Christkindlmarkt am Rathausplatz und der Weihnachtsmarkt am Stephansplatz.Die Betreiber haben laut Marktamt in Abstimmung mit Hygienefachärzten ein Corona-Präventionskonzept erarbeitet: So gilt auf allen Weihnachtsmärkten eine Maskenpflicht für Besucher und Standbetreiber. Um Platz für Sicherheitsabstände zu lassen, gibt es 178 Marktstände weniger als im Vorjahr. Für die Umsetzung der Bestimmungen sind die Betreiber zuständig, die zusätzliche Ordner beschäftigen sollen.Es gehe bei den Weihnachtsmärkten nicht nur darum, ein Stück „Normalität in der Weihnachtszeit“ anzubieten, teilte das Marktamt mit. Sie sollen auch dazu beitragen, „dass der Freizeitkonsum in der kalten Jahreszeit nicht nur in geschlossenen Räumen, sondern auch im Freien stattfinden kann“. Voraussetzung sei aber das verantwortungsvolle Verhalten der Besucher.Nun auch Schweiz und Polen Risikogebiet – Kanaren nicht mehr10.40 Uhr: Die Bundesregierung hat die Nachbarländer Polen und Schweiz, fast ganz Österreich und große Teile Italiens mit Wirkung ab dem kommenden Samstag zu Corona-Risikogebieten erklärt. Die Kanarischen Inseln werden dagegen von der Risikoliste gestrichen, wie das Robert Koch-Institut am Donnerstag auf seiner Internetseite mitteilte. Auch Großbritannien bis auf die Kanalinseln und Überseegebiete, ganz Irland und Liechtenstein gelten ab Samstag als Risikogebiete. Hinzu kommen einzelne Regionen in Bulgarien, Estland, Kroatien, Schweden, Slowenien und Ungarn.Die Einstufung als Risikogebiet und die damit automatisch verbundenen Reisewarnungen des Auswärtigen Amts bedeuten zwar kein Reiseverbot, sollen aber eine möglichst große abschreckende Wirkung auf Touristen haben. Das Gute für den Urlauber: Er kann eine bereits gebuchte Reise stornieren, wenn sein Ziel zum Risikogebiet erklärt wird. Das Schlechte: Rückkehrer aus den Risikogebieten müssen derzeit noch für 14 Tage in Quarantäne, können sich aber durch einen negativen Test davon vorzeitig befreien lassen.Mit den neuen Entscheidungen der Bundesregierung kommen alle Grenzgebiete zu Deutschland außer die in Dänemark auf die Risikoliste. In Österreich ist nur noch das südliche Bundesland Kärnten ausgenommen. Außerdem gilt für zwei kleine Exklaven an der Grenze zu Deutschland eine Ausnahmeregelung.In Italien sind mehrere Touristenziele betroffen, unter anderem Rom, Mailand, Venedig, die Toskana und Sardinien. Deutsche Urlauber, die dort in den Herbstferien sind, müssen nun bei Rückkehr in Quarantäne oder sich „freitesten“ lassen – es sei denn, sie fahren oder fliegen noch vor Samstag nach Hause.Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt, wenn ein Land oder eine Region den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschreiten. Das gilt inzwischen für mehr als 130 Länder ganz und für einige weitere teilweise. Für etwa 50 Länder wird unabhängig von der Infektionslage von Reisen abgeraten. Der Grund: Dort gelten noch Einreisebeschränkungen, Quarantäneregeln oder eine Ausreisesperre in die EU.Es bleiben nur noch einzelne Länder, die noch frei von Risikogebieten sind und für die auch nicht von Reisen abgeraten wird. Dazu zählen Griechenland und Zypern.Über 10.000 Corona-Neuinfektionen: Das sagt das RKI zur Lage

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Mann stirbt bei Corona-Impfstoff-Studie10.05 Uhr: Während der Studie zu einem Corona-Impfstoff des Pharmakonzerns AstraZeneca in Brasilien ist ein Proband gestorben. Die Todesursache war zunächst unklar. Den Impfstoff hatte der britisch-schwedische Konzern in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford entwickelt. Nach eigenen Angaben war die Anvisa bereits am Montag über den Todesfall informiert worden. Die Empfehlung laute, die Tests fortzusetzen. Der Fall werde derzeit geprüft, Daten über Freiwillige müssten vertraulich behandelt werden.Die Anvisa hat fast ein halbes Dutzend Tests dieser Art erlaubt, Tausende Freiwillige in Brasilien haben in den vergangenen Wochen eine Impfung bekommen. In dem mit rund 210 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas breitet sich das Virus immer noch aus, zugleich verfügt Brasilien über hervorragende Forschungseinrichtungen.Bei dem Toten handelt es sich dem Fernsehsender CNN Brasil zufolge um einen 28 Jahre alten Mann aus Rio, der wegen Komplikationen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sei. Die brasilianische Zeitung „O Globo“ berichtete unter Berufung auf ungenannte Quellen, der betreffende Freiwillige habe nicht den Impfstoff, sondern ein Placebo bekommen. Offiziell äußerten sich dazu zunächst weder das Labor noch die Testzentren oder die Anvisa.Hamsterkäufe bei Klopapier und Seife9.50 Uhr: Deutschlands Verbraucher decken sich angesichts steigender Corona-Infektionen amtlichen Zahlen zufolge wieder zunehmend mit Hygieneartikeln und bestimmten Lebensmitteln ein. Wie eine Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes ergab, war der Absatz von Toilettenpapier in der Woche vom 12. bis 17. Oktober 2020 fast doppelt so hoch (plus 89,9 Prozent) wie im Durchschnitt der Vorkrisen-Monate August 2019 bis Januar 2020.Die Verkaufszahlen von Desinfektionsmitteln lagen in der betrachteten Woche nach Angaben der Wiesbadener Behörde vom Donnerstag um knapp drei Viertel (plus 72,5 Prozent) und die von Seife um knapp zwei Drittel (plus 62,3 Prozent) über dem Vorkrisen-Durchschnitt. Auch die Nachfrage nach Mehl (plus 28,4 Prozent) und Hefe (plus 34,8 Prozent) zog nach Erkenntnissen der Statistiker wieder deutlich an. Politiker und der Handel versichern immer wieder, die Versorgungslage mit Gütern des täglichen Bedarfs sei gesichert und appellieren an die Verbraucher, keine „Hamsterkäufe“ zu tätigen.Deutlicher Höchststand bei Corona-Neuinfektionen in Deutschland6.31 Uhr: In Deutschland sind an einem Tag so viele Corona-Infektionen festgestellt worden, wie noch nie seit Beginn der Pandemie: Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Donnerstag 11.287 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Bisher war der höchste Wert von 7830 Neuinfektionen am vergangenen Samstag erreicht worden.Am Donnerstag vergangener Woche waren mit 6638 Fällen erstmals mehr als im Frühjahr gemeldet worden. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühling vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird – und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.Seit Anfang September schwankt die Zahl der Coronatests pro Woche zwischen 1,1 und 1,2 Millionen – mit ganz leicht steigender Tendenz. Die Positivenrate ist in der Zeit jedoch von 0,75 auf 3,63 Prozent gestiegen.Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauere es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten.Insgesamt haben sich in Deutschland seit Beginn der Pandemie mindestens 392.049 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle liegt laut RKI bei 9905. Als genesen gelten 306.100 Personen. Das waren die Corona-News am 21. Oktober: Gesundheitsminister Spahn positiv auf Corona getestet16:58 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin mit. Spahn habe sich umgehend in häusliche Isolierung begeben, bislang hätten sich bei ihm nur Erkältungssymptome entwickelt, hieß es weiter.EU dämpft Hoffnung auf baldigen Impfstoff11.20 Uhr: Für die Corona-Krise ist nach Einschätzung der EU-Kommission keine schnelle Lösung durch Impfungen in Sicht. „Es wird noch Monate dauern, bis ein Impfstoff gefunden und verteilt ist“, sagte Kommissionsvizepräsident Maros Sefcovic am Mittwoch im Europaparlament in Brüssel. Niemand wisse heute, wann die Pandemie endlich vorüber sein werde.Er appellierte an die Bürger, mit ihrem Verhalten bei der Eindämmung der Pandemie zu helfen. „Niemand in Europa will einen zweiten Lockdown“, sagte Sefcovic. „Deshalb rufe ich alle europäischen Bürger auf, sich verantwortungsvoll zu verhalten.“Die EU-Kommission ist unter anderem damit befasst, für alle EU-Staaten Vorverträge über mögliche künftige Impfstoffe abzuschließen. Neben den drei bereits öffentlich bekannten Verträgen seien drei weitere in der Abschlussphase, sagte Sefcovic.Söder sieht „politisch-mentales Problem“ beim Kampf gegen Corona8.55 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat zu einer „nationalen Kraftanstrengung“ im Kampf gegen die Corona-Krise aufgerufen. Deutschland habe bei der Bewältigung der Pandemie derzeit kein logistisches, sondern ein „politisch-mentales“ Problem, sagte Söder am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“. „Seit Monaten wird das Thema zerredet, kleingeredet, es wird schöngeredet“, sagte Söder. Es sei aber wichtig, die Pandemie wieder als Herausforderung zu verstehen. „Wir brauchen jetzt einen Gemeinschaftsakt – genauso wie bei der ersten Welle.“Lage spitzt sich zu: In Italien drohen Ausgangsverbote07.43 Uhr: Die italienischen Provinzen Lombardei und Kampanien planen wegen drastisch steigender Corona-Zahlen nächtliche Ausgangsverbote. In der Lombardei im Norden sollen sie am Donnerstag beginnen. Nach Medienberichten dürfen die Bürger dann zwischen 23 Uhr und 5 Uhr ihr Haus nur noch aus wichtigem Grund wie Arbeit oder Krankheit verlassen.Die Lombardei die auch bei der ersten Corona-Welle im Frühjahr stark betroffen war, habe eine solche Verschärfung der Maßnahmen bei der Regierung in Rom beantragt, schrieb die Zeitung „Corriere della Sera“.Der Regionalpräsident von Kampanien, Vincenzo De Luca, kündigte am Dienstag ähnliche Maßnahmen an. Sie sollten in der Region im Süden, zu der Neapel gehört, am Freitagabend starten.Rom hatte am Wochenende einige Anti-Corona-Maßnahmen verschärft. Regierungschef Giuseppe Conte betonte jedoch, ein nationaler Lockdown wie im Frühjahr solle vermieden werden. Einige Regionalpolitiker kritisierten das Vorgehen Roms als zu zögerlich.Das waren die News vom 20.Oktober:Gesamtes Ruhrgebiet gilt jetzt als Risikogebiet12.40 Uhr: Das gesamte Ruhrgebiet gilt seit Dienstagmorgen als Risikogebiet. Laut Robert Koch-Institut (RKI) ist auch die Stadt Oberhausen mit 52,7 über die wichtige Corona-Kennzahl von 50 gekommen. Auf einer Karte des RKI zieht sich ein durchgehender roter Streifen von Aachen bis Bielefeld.Die Städteregion Aachen, Solingen, Gelsenkirchen und Herne sind sogar dunkelrot markiert – sie liegen über dem Wert von 100 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Die Stadt Köln liegt mit dem Wert 97,8 noch knapp unter der 100. Allerdings nahm die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in der Domstadt von Montag auf Dienstag um 22,4 Punkte stark zu.Fast 7000 Neuinfektionen in 24 Stunden07.30 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Dienstagmorgen 6868 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert liegt damit deutlich über den 4122 gemeldeten Fällen vom Dienstag vergangener Woche. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird – und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauere es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten.Das waren die Corona-News vom 19. Oktober:„Anders geht es nicht“: Söder will für Region praktisch Lockdown verhängen15.45 Uhr: Im Kampf gegen die extrem gestiegenen Corona-Infektionszahlen im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) praktisch einen „Lockdown“ verhängen. Es werde ein Maßnahmenpaket geben, „das einem Lockdown entspricht“, sagte Söder. Das Robert Koch-Institut meldete am Montag für den Landkreis eine Sieben-Tage-Inzidenz von 252,1 – das war zunächst ein bundesweiter Rekord.Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) solle gemeinsam mit dem Landkreis und der Regierung von Oberbayern die Details ausarbeiten. Das öffentliche Leben müsse im Berchtesgadener Land heruntergefahren werden. „Anders geht es nicht“, sagte Söder. Die Kontakte der Infizierten könnten dort nicht mehr verfolgt werden. „Also müssen Kontakte fundamental beschränkt werden“, sagte er. Es werde sehr konsequent und sehr deutlich reagiert werden. „Es wird das härteste Protokoll sein, das wir jetzt an der Stelle haben werden.“Der Landkreis Berchtesgadener Land ist mit einer Bevölkerungsdichte von 126 pro Quadratkilometer vergleichsweise dünn besiedelt. Wie es zu der Infektionswelle kommen konnte, ist nicht genau geklärt. „Ausgangspunkt war auch wieder eine entsprechende Party“, sagte Söder. Möglicherweise kommen weitere Infektionsherde infrage.Auch die Nähe zu Österreich dränge zu einschneidenden Maßnahmen, sagte Söder. Wenn jetzt nicht konsequent gehandelt werde, sei die hohe Zahl nicht mehr zu reduzieren.Söder fordert bundesweit Maskenpflicht bei hohen Corona-Zahlen10.20 Uhr: CSU-Chef Markus Söder fordert eine bundesweit einheitliche Maskenpflicht für Regionen mit hohen Corona-Zahlen. „Wir brauchen eine allgemeine Maskenpflicht national“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag vor einer Schalte des CSU-Vorstands in Nürnberg.Bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen solle eine Maskenpflicht auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen und in Schulen gelten, sagte Söder, in Grundschulen und Horten ab der Marke 50. Und: Söder forderte bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 eine bundesweite Maskenpflicht auch am Arbeitsplatz, wenn Mindestabstände nicht eingehalten werden können.Die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zuletzt bereits auf eine schrittweise Ausweitung der Maskenpflicht in Corona-Hotspots verständigt. Demnach soll spätestens bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 „eine ergänzende Maskenpflicht im öffentlichen Raum dort eingeführt werden, wo Menschen dichter und/oder länger zusammenkommen“. Bei einem Wert von 50 soll die Maskenpflicht nochmals erweitert werden. Wo und wie genau hatte der Beschluss aber offen gelassen, das müssen die Länder regeln.Bislang sei Deutschland ohne einen neuen Lockdown ausgekommen, sagte Söder. Wenn dies so bleiben solle, müsse man nun „ernsthaft gemeinschaftliche Maßnahmen ergreifen“. Wenn es nicht gelinge, die Infektionszahlen zu drücken, könnten Kontakte nicht mehr nachverfolgt werden. Und wenn Kontakte nicht mehr nachverfolgt werden könnten, brauche es am Ende Kontaktbeschränkungen. „Das ist dann die Vorstufe eines Lockdowns“, warnte er. Den wolle keiner. „Aber wir nähern uns dieser Situation wieder mit großen Schritten in ganz Deutschland.“Das waren die Corona-News vom 18. Oktober:Schweiz verschärft Corona-Maßnahmen15.31 Uhr: Angesichts steigender Zahlen hat die Schweiz die Sicherheitsauflagen verschärft: Von Montag an seien Versammlungen mit mehr als 15 Menschen im öffentlichen Raum verboten, teilte die Regierung am Sonntag mit. Die Schweizer wurden dazu aufgerufen, private Treffen insgesamt einzuschränken. „Die Lage ist ernst“, sagte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga bei einer Pressekonferenz.Auch die Maskenpflicht wurde verschärft. Sie galt bisher in öffentlichen Verkehrsmitteln und wurde nun auf öffentlich zugängliche Räume wie Geschäfte, Restaurants und Museen ausgeweitet. Auch an Bahnhöfen, Flughäfen und Haltestellen müssen Schweizer künftig Mund und Nase bedecken. Darüber hinaus legte die Regierung Unternehmen nahe, Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten zu lassen, um soziale Kontakte zu reduzieren.Drei Kommunen in NRW um das doppelte über höchster Warnschwelle11.57 Uhr: In Nordrhein-Westfalen überschreiten immer mehr Kommunen die Corona-Warnschwellen. In drei Kommunen lagen die Infektionsquoten nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag sogar schon um das Doppelte über dem Grenzwert, der die bislang schärfsten Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben vorsieht: Herne (111,2), Solingen (109,9) und Wuppertal (103,1).Bei 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gilt in NRW seit dem Wochenende eine Sperrstunde in der Gastronomie und ein Alkoholverkaufsverbot bis 6 Uhr morgens.Auch Düren sprang am Wochenende nach Angaben des Kreises über die 50er-Schwelle (67,6). Gütersloh (49,6) und der Rhein-Erft-Kreis (49,1) standen am Sonntagvormittag kurz davor.NRW lag am Sonntag laut RKI-Statistik mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 54,7 weiterhin deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 42,9. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben in NRW fast 90.000 von bundesweit rund 362.000 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands leben rund 18 Millionen Menschen. Überfordert! Slowenien stellt Kontakt-Nachverfolgung ein11.45 Uhr: Wegen der rasch steigenden Zahl von Infektionen mit dem Corona-Virus hat das slowenische Gesundheitsamt am Samstag die Nachverfolgung der Kontakte von positiv getesteten Menschen eingestellt. Man sei nicht mehr in der Lage, die große Zahl der Fälle zu bewältigen, hieß es. Positiv Getestete werden aber weiterhin vom Gesundheitsamt über ihre Infektion informiert. Zugleich erhalten sie die Anweisung, in Quarantäne zu gehen und ihre relevanten Kontakte selbstständig zu informieren.Im EU-Land Slowenien wurden am Sonntag 726 und am Vortag 897 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bekannt. Damit hat sich die Zahl der aktiven Fälle in dem Zwei-Millionen-Einwohner-Land binnen einer Woche nahezu verdoppelt. Die Zahl der Infizierten der letzten 14 Tage pro 100.000 Einwohner wurde am Sonntag mit 317 angegeben.Seit Beginn der Pandemie im März haben sich nach offiziellen Angaben 13 151 Menschen mit dem Virus Sar-CoV-2 angesteckt, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. 187 von ihnen starben an den Folgen einer Corona-Erkrankung. RKI meldet 5587 Neuinfektionen in Deutschland5.13 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am frühen Sonntagmorgen die aktuellen Corona-Zahlen bekannt gegeben: Binnen 24 Stunden haben sich 5587 in Deutschland mit dem Virus angesteckt. Das ist ein leichter Rückgang, der aber auf die Situation am Wochenende zurückzuführen ist.An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. Im Vergleich zu den 3483 Infektionen am Sonntag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht.Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht. Das RKI weist in seinem Lagebericht von Samstagabend darauf hin, dass mittlerweile mehr als die Hälfte aller Landkreise eine erhöhte Verbreitung des Coronavirus von mehr als 25 nachgewiesenen Infektionen pro Woche und 100.000 Einwohner haben.Lauterbach prophezeit Lokale Lockdowns1 Uhr: Angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen rechnet SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach mit lokalen Shutdowns in Deutschland. „Es ist ganz simpel. Der R-Wert liegt bei etwa 1,3. Wenn wir den nicht runter bekommen, steigen die täglichen Fallzahlen innerhalb kürzester Zeit so stark an, dass die Kliniken und Gesundheitsämter überlaufen werden. Dann kommen lokale Shutdowns“, sagte der Mediziner. Die auch R-Wert genannte Reproduktionszahl gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter ansteckt. Laut Lagebericht des Robert Koch-Instituts von Samstagabend lag der R-Wert bei 1,40.„Das exponentielle Wachstum hat eine solche Kraft – da würde jedem einleuchten, dass nichts mehr stattfinden kann“, so Lauterbach weiter. „Dann würde auch die Wirtschaft einbrechen.“ Im Kampf gegen das Virus zählt der Politiker auf das Verhalten der Menschen – weniger auf die Eindämmungsmaßnahmen: „Es wird darauf ankommen, wie sich die Bevölkerung verhält.“ New York verhindert Mega-Hochzeit mit 10.000 Gästen00.29 Uhr: New Yorker Behörden sind gegen eine geplante Hochzeit mit mehr als 10.000 Teilnehmern vorgegangen. „Es war eine große Hochzeit geplant, die die Versammlungsregeln verletzt hätte“, sagte Gouverneur Andrew Cuomo.Einer Mitarbeiterin zufolge habe eine Untersuchung herausgefunden, dass die Feier am Montag im Viertel Williamsburg in Brooklyn stattfinden sollte. Die Veranstaltung sei per Verfügung ausdrücklich untersagt worden. Die städtischen Behörden seien alarmiert, so Cuomo. Das waren die Corona-News vom 17. Oktober:Baden-Württemberg ruft höchste Warnstufe aus17.35 Uhr: Wegen des starken Anstiegs der Infektionszahlen ruft Baden-Württemberg die höchste Corona-Alarmstufe aus. Weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wie eine verschärfte Maskenpflicht in der Öffentlichkeit und zusätzliche Kontaktbeschränkungen sollen am Montag in Kraft treten, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Samstag nach einer außerordentlichen Kabinettssitzung mitteilte.Man müsse aufgrund der Geschwindigkeit, mit der sich die Pandemie entwickele, die Maßnahmen verschärfen, sagte Kretschmann. Die Menschen sollten unnötige Reisen und Kontakte vermeiden. „Das ist das Gebot der Stunde, damit nicht alles aus dem Ruder läuft.“Die Pandemiestufe 3 bedeutet den Eintritt in die „kritische Phase“. Die beginnt insbesondere dann, wenn die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche die Grenze von 35 überschreitet. Das ist im Südwesten seit vergangenem Donnerstag der Fall. Am Freitag lag die sogenannte 7-Tage-Inzidenz bei 42,2.Die dritte, kritische Phase beinhaltet weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens – unter anderem die landesweite Maskenpflicht im Unterricht. Sie gilt vor allem ab einer landesweiten Sieben-Tage-Inzidenz von 35 Fällen auf 100.000 Einwohner. Die dritte Phase zeichnet sich durch einen starken, möglicherweise exponentiellen Anstieg der Fallzahlen mit diffusen, häufig nicht mehr nachvollziehbaren Infektionsketten aus.Nach dem Konzept der Landesregierung soll dann im Einzelhandel die Anzahl der Personen pro Verkaufsstelle eingeschränkt werden. In der Gastronomie könnte der Ausschank von Alkohol eingeschränkt, eine Reservierungspflicht eingeführt und der Betrieb auf Außenbereiche beschränkt werden. Veranstaltungen und Kontaktmöglichkeiten sollen eingeschränkt, Hygienemaßnahmen sowie Sanktionen bei Verstößen ausgeweitet werden. Die Regelversorgung in Krankenhäusern soll auf das Nötigste beschränkt werden. Mit diesen Maßnahmen soll ein allgemeiner Lockdown – die Schließung von Schulen und Betrieben – möglichst vermieden werden.Bundespräsident Steinmeier negativ auf Coronavirus getestet17.11 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist negativ auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes in Berlin am Samstag mit, nachdem Steinmeier sich zuvor wegen der Infektion eines Personenschützers in Quarantäne begeben hatte. Der Bundespräsident bleibe selbstverständlich weiter in Quarantäne, in den kommenden Tagen seien weitere Tests geplant.Bundespräsident Steinmeier in Quarantäne14.55 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich am Samstag in Quarantäne begeben. Wie eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes in Berlin mitteilte, ist ein Personenschützer des Staatsoberhauptes positiv auf das Coronavirus getestet worden.Bei dem Mann aus dem Kommando des Bundeskriminalamtes handele es sich um eine Kontaktperson ersten Grades. Steinmeier habe sich nun selbst einem Corona-Test unterzogen, das erste Ergebnis liege aber noch nicht vor, sagte die Sprecherin am Samstagnachmittag.Ende März hatte sich auch Kanzlerin Angela Merkel vorsorglich für knapp zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben, weil sie Kontakt mit einem infizierten Arzt hatte. In dieser Zeit hatte sie drei Corona-Tests machen lassen, die jedoch alle negativ waren.Corona-Maßnahmen: Berlin will Kontakte weiter einschränken14.22 Uhr: Aus dem finalen Entwurf der neuen Infektionsverordnung geht hervor, dass Berlin die Kontaktbeschränkungen drastisch einschränken will, berichtet der „Tagesspiegel“. Zudem solle eine Maskenpflicht auf Märkten und anderen belebten Orten eingeführt werden. Beschlossen seien die neuen Regeln allerdings noch nicht, diese stehen für Dienstag auf der Agenda.Nach Angaben des „Tagesspiegel“ sieht der Entwurf vor, dass sich ab nächster Woche maximal fünf Personen gemeinsam im öffentlichen Raum aufhalten dürfen – oder mehrere Angehörige zweier Haushalte. Ausgenommen davon seien sportliche Aktivitäten. Bislang galt die Fünf-Personen-Begrenzung zeitlich zwischen 23 und 6 Uhr. Die bisherige Personenobergrenze bei Veranstaltungen soll den Plänen zufolge bestehen bleiben: Bis Ende des Jahres seien Veranstaltungen im Freien mit bis zu 5000 Personen erlaubt, in geschlossenen Räumen bis zu 1000 Personen. Weiterhin möglich sein sollen auch private Veranstaltungen und Feiern bis zu 50 Personen im Freien und bis zu zehn Personen in geschlossenen Räumen. Dafür muss ein Hygienekonzept vorliegen und eine Anwesenheitsdokumentation geführt werden.Hintergrund der verschärften Maßnahmen sind die rasant steigenden Fallzahlen. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner stieg in den vergangenen sieben Tagen auf 83,2 (Stand Freitagabend). Damit liegt Berlin weiter deutlich über dem kritischen Wert von 50.Kontakt zu Infiziertem: Von der Leyen begibt sich in Isolation12.17 Uhr: Das war ein kurzer Besuch – Der Brüsseler EU-Gipfel hatte gerade erst begonnen, da war er für Ursula von der Leyen auch schon wieder vorbei. Die Präsidentin der EU-Kommission verließ den Europäischen Rat, da eine Person aus ihrem Sekretariat positiv auf das Coronvirus getestet worden war. Trotz negativem Test begibt sich von der Leyen vorsichtshalber für eine Woche in Selbstisolation. Einen Tag später begab sich auch Finnlands Ministerpräsidentin Sanna Marin in Isolation, auch sie hatte Kontakt zu einer positiv getesteten Person. Zum Ende des Gipfels fehlten coronabedingt vier Teilnehmer.Corona-Neuinfektionen: Dritter Höchstwert in Folge08.39 Uhr: Am dritten Tag in Folge meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) einen neuen Höchstwert – innerhalb eines Tages kamen 7.830 Neuinfektionen hinzu. Zum Vergleich: In der vergangenen Woche meldete das RKI am Samstag 4721 Neuinfektionen.Der Reproduktionsfaktor, oder kurz R-Wert, lag am Freitag in Deutschland bei 1,22, das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel rund 1,2 weitere Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile deutlich mehr getestet wird – und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauert es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten.Das waren die News vom 16. Oktober: Gericht kippt Sperrstunde in Berlin12.39 Uhr: Erst seit vergangenem Samstag galt in Berlin: Nach 23 Uhr müssen Gaststätten schließen, damit sich das Coronavirus nicht ausbreiten kann. Jetzt hat das Berliner Verwaltungsgericht die vom Senat beschlossene Sperrstunde in der Hauptstadt gekippt.Mehrere Gastronomen hatten Eilanträge gegen die Verordnung eingereicht. Insgesamt hatten sich nach Angaben von Rechtsanwalt Niko Härting rund ein Dutzend Berliner Bars und Clubs gegen die Sperrstunde gewandt. Sie kritisierten die Sperrstunde als unverhältnismäßig. Aus ihrer Sicht gibt es keine überzeugende Begründung für die Schließung der Gaststätten um 23 Uhr. Mit einer Sperrstunde für die Gastronomie werde erreicht, dass sich junge Menschen dann an anderen Orten träfen, für die keine Hygienekonzepte gelten, so die Argumentation.Der Senat hatte am Dienstag vor dem Hintergrund der deutlich gestiegenen Infektionszahlen beschlossen, dass Restaurants, Bars, Kneipen und die meisten Geschäfte künftig zwischen 23 und 6 Uhr geschlossen sein müssen. Die neue Regelung war ab vergangenem Wochenende in Kraft getreten.RKI weist neue Risikogebiete aus10.14 Uhr: Ab Samstag den 17. Oktober gelten folgende Länder und einzelne Regionen ebenfalls als ausgewiesene Risikogebiete des Robert-Koch-Institutes:Finnland: Region ÖsterbottenFrankreich: gesamt sowie auch das franz. Überseegebiet MartiniqueIrland: die Regionen Mid-West, South-West, Mid-East, West und MidlandsItalien: die Regionen Campania und Ligurien gelten als Risikogebiete.Kroatien: nun auch die Gespanschaften Grad (Stadt) Zagreb und MeđimurskaMalta: das gesamte LandNiederlande: das gesamte LandPolen: die Regionen Kujawsko-pomorskie, Małopolskie, Podlaski, Pomorskie und ŚwiętokrzyskiePortugal: nun auch die Region NorteSchweden: die Provinzen Jämtland, Örebro, Stockholm und UppsalaSchweiz: die Kantone Fribourg, Jura, Neuchâtel, Nidwalden, Schwyz, Uri, Zürich und ZugSlowakei: das gesamte Land SlowakeiSlowenien: nun auch die Regionen Jugovzhodna Slovenija, Pomurska und PodravskaUngarn: nun auch die Region/Komitat VeszprémVereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland: England: nun auch die Regionen East Midlands und West MidlandsErneuter Rekord der Corona-Neuinfektionen07.20 Uhr: Die Corona-Zahlen steigen weiter. Das Robert-Koch-Institut meldet am Freitag 7334 Neuinfektionen – damit erneut so viele Neuinfektionen wie noch nie seit Ausbruch der Corona-Pandemie. Der Trend vom Vortag mit 6638 Neuinfektionen setzt sich also fort. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle steigt damit auf 348.557. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich auf 9734.Die derzeit steigenden Zahlen sind allerdings nur bedingt mit denen aus April zu vergleichen. Mittlerweile wird deutlich häufiger getestet und somit auch mehr Infektionen entdeckt.Das waren die News vom 15. Oktober:Erster Ort in Österreich wieder unter Quarantäne13.30 Uhr: In Österreich wird der Ort Kuchl im Salzburger Land wegen der Corona-Neuinfektionen unter Quarantäne gestellt. Die Ein- und Ausreise aus der Gemeinde mit rund 6600 Einwohnern sei bis auf einige Ausnahmen ab Samstag bis zum 1. November nicht mehr erlaubt, sagte Salzburgs Landeschef Wilfried Haslauer am Donnerstag. „Die Situation läuft völlig aus dem Ruder“, sagte der ÖVP-Politiker über die Lage im Ort. Insgesamt bezeichnete er die Entwicklung im Bundesland als dramatisch. Die Kapazitäten in den Kliniken drohten in weniger als zwei Wochen, an ihre Grenzen zu kommen. Dann wäre ein Lockdown wohl unvermeidlich.In Österreich ist die Zahl der registrierten Neuinfektionen binnen eines Tages auf den Rekordwert von 1552 Fällen gestiegen. Laut Innenministerium wurden allein in Wien 480 neue Fälle registriert. Im Vergleich zu Deutschland sind die Zahlen – unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl – in etwa doppelt so hoch.Sachsen hebt Beherbergungsverbot auf13.09 Uhr: Sachsen hebt das Beherbergungsverbot für Menschen aus Corona-Risikogebieten auf. Das kündigte die Regierung am Donnerstag nach einem Gespräch mit Landräten und Bürgermeistern aus dem Freistaat an. Die Regelung soll ab Samstag gelten.Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte schon am Mittwoch vor dem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Länderchefs in Berlin gesagt, dass er das Verbot nicht für angemessen hält. In Sachsen galt es seit Juni. Es sei nicht verhältnismäßig, da «werden Menschen getroffen, die nichts mit Krankheit zu tun haben», sagte er am Donnerstag.Neuinfektionen-Rekord: RKI meldet höchsten Wert seit Pandemie-Beginn07.25 Uhr: Die Zahl der binnen eines Tages mit dem Coronavirus neu infizierten Menschen in Deutschland ist erneut sprunghaft gestiegen und hat damit einen Rekordwert erreicht. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Donnerstagmorgen 6638 Neuinfektionen – rund 1500 mehr als am Mittwoch.Bislang waren Ende März mit knapp 6300 Neuinfizierten die meisten registriert worden. Allerdings sind die jetzigen Werte nicht mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird – und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.Am Mittwoch vergangener Woche hatten die Gesundheitsämter dem RKI 4059 Neuinfektionen mitgeteilt. Damit war zum ersten Mal seit April die 4000er Marke überschritten worden.Die Zahl der Coronatests schwankt seit Mitte August zwischen rund 1,1 Millionen und 1,2 Millionen pro Woche. Die Rate der positiven Tests ist nach RKI-Angaben vom Mittwochabend jedoch deutlich gestiegen: von 0,74 Prozent Ende August auf 2,48 Prozent in der Woche vom 5. bis 11. Oktober.In mehreren Labors gebe es einen Rückstau, einige gaben laut RKI Lieferschwierigkeiten für Reagenzien an. „Das RKI erreichen in den letzten Wochen zunehmend Berichte von Laboren, die sich stark an den Grenzen ihrer Auslastung befinden“, schreibt das Institut im Lagebericht vom Mittwoch. Der zusätzliche Testbedarf durch Urlauber nach Einführung des Beherbergungsverbots mit der Option zu einer „Freitestung“ habe die Situation weiter verschärft.Das waren die News vom 14. Oktober:Söder: Deutschland ist „zweitem Lockdown näher, als wir wahrhaben wollen“22.18 Uhr: Endlich! Am späten Mittwochabend trat Bundeskanzlerin Angela Merkel dann doch noch selbst vor die Presse – gemeinsam mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller. Alle drei zeigten sich zufrieden mit den Maßnahmen, auf den sich gemeinsam geeinigt werden konnte.Merkel warnte, Deutschland stünde „an einem entscheidenden Punkt“, denn man sei bereits wieder mitten drin im exponentiellen Wachstum. Sie appellierte daher an die Bürger, in dieser „kritischen Phase“, dass alle mitmachten und die Regeln befolgten. Es komme darauf an, die Zahl der Kontakte zu verringern. Eine zweite Corona-Welle mit wirtschaftlichen Einschränkungen wie im Frühjahr könne sich Deutschland „nicht leisten“.Daher habe man am heutigen Mittwoch zahlreiche Maßnahmen beschlossen, um das Virus wieder zurückzudrängen. Gleichzeitig gab die Kanzlerin zu, man habe sich in Sachen Beherbergungsverbot nicht einigen können. Vorerst appellierte Merkel dringend an die Deutschen, vor allem in Risikogebieten, nicht notwenige Reisen abzusagen – auch im Inland.Die Kanzlerin appellierte vor allem auch an junge Menschen, sich einzuschränken. „Gerade die Jugend ist es, an die wir jetzt auch appellieren müssen, lieber heute auf ’n paar Feten und Feiern und Partys zu verzichten, um morgen und übermorgen gut leben zu können.“
Bundeskanzlerin Angela Merkel (M), Markus Söder (r, CSU), Ministerpräsident von Bayern, und Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin

Ernste Worte fand auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU): „Wir sind dem zweiten Lockdown viel näher, als wir das wahrhaben wollen.“ Ein neuerliches Herunterfahren von Öffentlichkeit und Wirtschaft sei nicht verkraftbar, so Söder. Der Ministerpräsident warnte auch, die Maßnahmen griffen erst zeitverzögert: „Die Zahlen werden jetzt erstmal deutlich steigen.“Söder hält die Corona-Lage derzeit insgesamt fast für gefährlicher als im Frühjahr – und hat Zweifel, ob die neuen Gegenmaßnahmen am Ende überhaupt ausreichen. Man sei einen deutlichen Schritt vorangekommen, und zwar fürs ganze Land, sagte Söder auf der Pressekonferenz. „Aber ob das reicht, ist meiner Meinung nach offen.“ Das werde man in den nächsten zehn Tagen sehen. Man hoffe, dass die Maßnahmen wirken, wenn sie einheitlich angewandt werden.Beherbergungsverbot: Entscheidung erst nach Herbstferien21.07 Uhr: Zur Stunde diskutieren Kanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs noch die Corona-Maßnahmen, ein offizielles Statement wird erst später erwartet – einige Maßnahmen sind aber bereits nach außen gesickert. Beim Beherbergungsverbot wird es jedoch aller Voraussicht nach keine Entscheidung am heutigen Abend geben. Wie der „Spiegel” und die „Bild” berichten, wollen die Entscheidungsträger die Frage nach einem Beherbergungsverbot auf nach den Herbstferien vertagen. Beschlossen! Sperrstunde für Hotspots kommt, Feiern werden eingeschränkt18.40 Uhr: In Städten und Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen soll es künftig generell eine Sperrstunde um 23 Uhr in der Gastronomie geben. Dies soll ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche gelten. Das haben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch in Berlin beschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur und die „Bild“-Zeitung erfuhren.Zudem werden bei Überschreiten dieses Warnwerts künftig private Feiern generell auf maximal zehn Teilnehmer und zwei Hausstände begrenzt.Auch soll die Maskenpflicht erweitert werden. Sie soll schon ab 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen auch überall da gelten, wo Menschen dichter beziehungsweise länger zusammenkommen.Experte warnt bei Bund-Länder-Konferenz vor Corona-Kontrollverlust16 Uhr: Der Leiter der Abteilung System Immunologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig hat Bund und Länder eindringlich vor einem Kontrollverlust bei den Corona-Infektionen gewarnt. „Es ist nicht fünf vor zwölf, sondern zwölf, um das Schiff noch zu drehen“, sagte Michael Meyer-Hermann nach Angaben von Teilnehmern zum Auftakt der Ministerpräsidentenkonferenz im Bundeskanzleramt in Berlin. Deutschland stehe an der Schwelle zu einem exponentiellen Wachstum.Meyer-Hermann appellierte an die Länderchefs und Kanzlerin Angela Merkel (CDU), an der Maskenpflicht festzuhalten, auch Bußgelder seien sehr wichtig, zitierten ihn Teilnehmer. Zugleich warnte er in der aktuellen Lage vor Diskussionen über Großveranstaltungen und einer Verkürzung der Quarantänezeit. Zur Verdeutlichung zeigte der Wissenschaftler eine Simulation, wie sich das Infektionsgeschehen entwickeln würde, sollte die Politik jetzt nicht gegensteuern.Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten beraten aktuell über eine Verschärfung der Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung. Erste Details sind bereits durchgesickert.Niederlande verschärften Corona-Maßnahmen drastisch10.24 Uhr: Die Niederlande haben die Corona-Maßnahmen drastisch verschärft. Ministerpräsident Mark Rutte kündigte am Dienstag in Den Haag einen „Teil-Lockdown“ an. Kneipen, Cafés und Restaurants werden geschlossen, und der Verkauf von Alkohol wird ab 20 Uhr verboten. Außerdem dürfen die Bürger nur noch maximal drei Gäste pro Tag in ihren Wohnungen empfangen und sollen Bus und Bahn nur noch in dringenden Fällen nutzen. Premier Rutte kündigte auch eine allgemeine Maskenpflicht an für alle öffentlichen Räume wie Geschäfte, Museen oder Bibliotheken, bisher war dies nur eine dringende Empfehlung.Die Regierung reagiert damit auf die dramatisch steigenden Neu-Infektionen mit dem Coronavirus. In den vergangenen sieben Tagen waren 252 Infektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet worden. Am schlimmsten betroffen sind Amsterdam und Rotterdam mit je etwa 410 Infektionen pro 100.000 Einwohner. Fast in allen Regionen sei die Lage „alarmierend“, sagte Rutte.Das waren die News vom 13. Oktober:Nach Absinken: Corona-Zahlen steigen weiterWährend die Gesundheitsämter gestern 2.467 Neuinfektionen meldeten, ist der Wert heute wieder über die 4000-Marke gestiegen. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden kamen 4.122 Neuinfektionen hinzu. Die Gesamtfallzahl steigt damit auf 329.453. Weitere 13 Menschen sind an oder mit dem Virus verstorben.Das waren die News vom 12. OktoberSpahn nennt Zeitraum für erste Corona-Impfungen in Deutschland18.20 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet innerhalb des nächsten halben Jahres mit ersten Corona-Impfungen in Deutschland. „Stand jetzt würde ich davon ausgehen, Stand heute 12.10., dass wir im ersten Quartal nächsten Jahres beginnen können“, sagte Spahn am Montag bei einer Videokonferenz des ifo-Instituts. Man setze auf mehrere Technologien und Hersteller. „Wenn alle Pferde ins Ziel kommen, werden wir viel zu viel Impfstoff haben“.Spahn und Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatten bereits im September die Prognose abgegeben, dass Impfstoffe für erste Bevölkerungsgruppen in den ersten Monaten des nächsten Jahres, für die breite Masse der Bevölkerung allerdings vermutlich erst Mitte kommenden Jahres bereitstehen werden. Zunächst sollen Menschen mit Vorerkrankungen, ältere Menschen und Beschäftigte im Gesundheitswesen und in der Pflege zum Zuge kommen. Spahn betonte am Montag erneut, dass es sich bei Impfungen gegen Corona um freiwillige Impfungen handeln werde.Deutschlands Nachbarland: Regierung denkt über lokale Lockdowns nach14.17 Uhr: Angesichts hoher Zahlen bei den Corona-Neuinfektionen hat Frankreichs Regierungschef Jean Castex seine Landsleute aufgerufen, sich der zweiten Welle der Covid-19-Epidemie zu stellen. „Wir sind tatsächlich in einer sehr schwierigen Lage“, sagte Castex am Montag im Nachrichtensender Franceinfo. Der seit rund drei Monaten amtierende Premierminister warnte vor zusätzlichen Einschränkungen für die Bürger, falls sich die Lage verschlimmere.Frankreich hatte am Samstag annähernd 27 000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Am Sonntag waren es dann gut 16 000 Neuinfektionen gewesen. In Großstädten wie Paris, Lyon und Marseille gilt bereits die höchste Corona-Warnstufe. Dort mussten Bars und gastronomische Einrichtungen, die keine Speisen verkaufen, für zwei Wochen schließen. Castex bestätigte, dass nun auch in Toulouse und Montpellier die höchste Alarmstufe ausgerufen wird.Der Mitte-Rechts-Politiker sagte, Ausgangsbeschränkungen im ganzen Land wie im Frühjahr sollten unbedingt verhindert werden. Auf die Frage, ob Einschränkungen dieser Art auf lokaler Ebene möglich seien, antwortete er: „Nichts kann ausgeschlossen werden.“Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will sich am Mittwochabend in einem TV-Interview äußern. Der Élyséepalast nannte zwar keine Details zum Inhalt. Es wird aber davon ausgegangen, dass sich Macron angesichts der ernsten Corona-Lage an die Menschen im Land wenden will.Wie ein „beschützender Glanz“: US-Präsident Donald Trump hält sich für immun gegen Corona07.45: US-Präsident Donald Trump hat seine Corona-Infektion nach eigenen Angaben überstanden und hält sich nun für immun: Das hat er dem Fernsehsender Fox News am Sonntag in einem Telefoninterview mitgeteilt. Demnach fühle er sich „fantastisch“ und nehme keine Medikamente mehr. Er habe die strengsten Tests bestanden und sei in großartiger Form. Die Immunität sei für ihn wie ein „beschützender Glanz“, so Donald Trump.Das waren die News vom 11. Oktober:An Maskenpflicht erinnert – Kunde greift zur Axt14.35 Uhr: Weil er in einem Supermarkt an die Maskenpflicht erinnert wurde, hat ein Mann im sächsischen Zwickau mit einer Axt um sich geschlagen. Er habe so eine Schutzverglasung im Kassenbereich beschädigt, teilte die Polizei am Sonntag mit. Der 38-Jährige hatte den Angaben zufolge den Supermarkt am Samstag zunächst ohne Mund-Nasen-Schutz betreten. Als ihn das Personal auf die Maskenpflicht hinwies, sei er zu seinem Auto gelaufen. Dort habe er sich einen mittelalterlichen Helm aufgesetzt und die Axt gegriffen.Ein Alkoholtest ergab bei dem Mann 1,6 Promille. Er musste seinen Führerschein abgegeben. Die Polizei prüft, ob ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorliegt. Stuttgart bittet Bundeswehr um Hilfe13.30 Uhr: Stuttgart mobilisiert zur Verfolgung von Kontaktpersonen im Zuge der Corona-Pandemie die ganze Stadtverwaltung. Zudem bittet die Stadt die Bundeswehr um Unterstützung, wie Stefan Ehehalt, Leiter des Stuttgarter Gesundheitsamts, mitteilte. „Die Zahlen steigen auf besorgniserregende Weise an, und zwar so stark, dass das Gesundheitsamt die für die Kontrolle der Pandemie so wichtige Kontaktpersonennachverfolgung nicht mehr gewährleisten kann“, so Ehehalt.Zuvor war in der Landeshauptstadt die Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten worden, der Wert war am Samstagabend auf 50,5 gestiegen. Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte nach einer Telefonkonferenz zur Lagebesprechung: „Wir müssen jetzt entschieden handeln, um die Zahl der Neuinfektionen sofort wieder runter zu bekommen. Nur so können wir Schulen, Kitas, Wirtschaft und Handel offen halten. Nur so kann es gelingen, dass wieder alle Fälle durch das Gesundheitsamt nachvollzogen werden können.“Frau nimmt Maske ab und niest Mann ins Gesicht12.21 Uhr: Sie ärgerte sich über den fehlenden Abstand in der Schlange an der Ladenkasse. Da hat eine Kundin in Baden-Württemberg ihre Maske abgenommen und dem etwa 60-jährigen Mann hinter sich ins Gesicht geniest. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, geschah die Tat am Samstag in Oberteuringen nördlich von Friedrichshafen. Nach dem Vorfall habe die etwa 30 Jahre alte Frau ihre Maske wieder aufgesetzt.Eine Zeugin hatte die Polizei auf den Vorfall aufmerksam gemacht. Anhand von Bildern einer Videokamera sucht die Polizei nun nach den beiden Beteiligten. Sollte sich herausstellen, dass die Frau mit dem Coronavirus infiziert war, müsse sie mit einer Anzeige wegen Körperverletzung rechnen, so der Sprecher der Polizei.Rekordanstieg in Frankreich: 27.000 Neuinfektionen8 Uhr: In Frankreich haben sich binnen 24 Stunden 26.896 Menschen mit dem Coronavirus infiziert – das sind so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Infektionen machte damit am Samstag im Vergleich zum Vortag noch mal einen deutlichen Sprung nach oben. Am Freitag wurden 20.339 Neuinfektionen gemeldet. Auch das war ein Rekordwert. Die Zahl der Todesfälle stieg am Samstag um 54 auf 32.684. In Frankreich leben rund 67 Millionen Menschen.Die Corona-Lage ist damit weiter sehr angespannt. In mehreren Städten, darunter Paris, Lyon, Lille und Marseille, gilt bereits die höchste Corona-Warnstufe. In den betroffenen Städten mussten Bars und gastronomische Einrichtungen, die keine Speisen verkaufen, für vorerst zwei Wochen schließen.Das waren die Corona-News vom 10. Oktober:Steigende Infektionszahlen: Sperrstunde in Berlin15.55 Uhr: Wegen steigender Infektionszahlen gilt in der Hauptstadt seit diesem Wochenende eine Sperrstunde. Das weltberühmte Nachtleben der Stadt pausiert nun von 23 Uhr bis 6 Uhr. Restaurants, Kneipen und die meisten Geschäfte müssen in dieser Zeit schließen. In der ersten Nacht mit der neuen Regelung in Berlin veranlassten Polizisten die Schließung mehrerer Betriebe. Das sagte eine Polizeisprecherin am Samstag. Eine Bilanz mit Zahlen soll aber erst in der kommenden Woche vorliegen.Nach Meinung der Soziologin Talja Blokland unterschätzt die Politik mitunter, wie wichtig Kneipen für die Gesellschaft sind. Die Sperrstunde in Berlin sieht sie kritisch. „Es kommt rüber, als wären Bars und Cafés zum Feiern da und nichts Notwendiges“, sagte die Professorin am Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung an der Humboldt-Universität Berlin. Auch die Berliner Gastronomie kritisierte die Sperrstunde heftig. Mehrere Gastronomen gehen mit einem Eilantrag beim Verwaltungsgericht dagegen vor. Mit einer Entscheidung ist nach Angaben des Gerichts in der kommenden Woche zu rechnen.In immer mehr Großstädten steigt die Zahl neuer Infektionen. Bremen beschloss ebenfalls die Verhängung einer allgemeinen Sperrstunde und ein Alkoholverkaufsverbot von 23 bis 6 Uhr. In Köln darf ab 22 Uhr auf Straßen und Plätzen kein Alkohol mehr konsumiert werden. An den Wochenenden gilt an Party-Hotspots ein Verkaufsverbot für Alkohol. Außerdem dürfen sich nur noch bis zu fünf Personen aus verschiedenen Haushalten in der Öffentlichkeit treffen – bisher waren es zehn. In Fußgängerzonen müssen die Menschen Masken tragen. Eine Sperrstunde gibt es aber derzeit nicht.New York Times: Weißes Haus verhinderte Maskenpflicht 14 Uhr: Die US-Seuchen­schutz­behörde hat im vergangenen Monat eine Verordnung ausgearbeitet, die eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln in den USA vorsieht. Doch das Weiße Haus soll die Maskenpflicht blockiert haben, so die „New York Times“ unter Berufung auf zwei Beamte.US-Präsident Donald Trumps Regierung habe den Vorschlag der Behörde abgelehnt. Die Anordnung einer Maskenpflicht sei Sache der Bundesstaaten und Kommunen, die die Corona-Lage vor Ort am besten einschätzen könnten, wurde ein Vertreter des Weißen Hauses zur Begründung zitiert. Die Vorschrift sollte demnach auch für alle Bahnhöfe und Flughäfen gelten.Rekord: Mehr als 8500 neue Corona-Fälle in Tschechien12.20 Uhr: In Tschechien steigen die Corona-Infektionszahlen weiter heftig an. Am Freitag wurden den Behörden 8618 neue Fälle gemeldet, wie am Samstag bekannt wurde. Das waren knapp 3300 mehr als am Vortag. Es ist der vierte Tagesrekord in Folge. Seit Beginn der Pandemie gab es 905 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. In Tschechien, das knapp 10,7 Millionen Einwohner hat, müssen von Montag an Theater, Kinos, Museen, Galerien und Sportstätten für zunächst zwei Wochen schließen.Ministerpräsident Andrej Babis hatte am Freitag einen Lockdown nicht mehr ausgeschlossen. Dem widersprach Präsident Milos Zeman. „Einen zweiten Absturz der Wirtschaft kann sich dieses Land nicht leisten“, sagte der 76-Jährige der Zeitung „MF Dnes“. Zugleich forderte er „drakonische, geradezu militärische Maßnahmen“ im Bereich der Freizeitaktivitäten.Das waren die News vom 9. Oktober:Nach zwei Großhochzeiten: Corona-Ausbruch in Bayern12 Uhr: In der 3.500-Einwohner-Gemeinde Baierbrunn bei München ist es zu einem größeren Corona-Ausbruch gekommen. Nach neustem Stand sind mindestens zwanzig Menschen infiziert; sie alle sind Mitglieder zweier Großfamilien. Rund 120 Menschen sind nun in Quarantäne, die Kindertagesstätte, die Grundschule und der Hort wurden geschlossen. Grund für die hohe Zahl an Ansteckungen sind mit hoher Wahrscheinlichkeit zwei Hochzeiten, auf denen die Mitglieder der Großfamilien zusammenkamen. Die Zahlen steigen weiter: Mehr als 4500 Neuinfektionen in Deutschland7.15 Uhr: Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitagmorgen 4516 neue Corona-Infektionen gemeldet. Von Mittwoch auf Donnerstag war der Wert von 2828 auf 4058 erheblich angestiegen. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 314 660 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 9.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9589. Das waren 11 mehr als am Vortag. Rund 271 800 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Bei den intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten zeichnet sich ein deutlicher Anstieg ab. Laut aktuellem RKI-Lagebericht wurden am Donnerstag 487 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 239 davon wurden beatmet. Eine Woche zuvor (1.10.) hatte der Wert noch bei 362 (193 beatmet) gelegen.Das waren die News vom 8. Oktober:Hamburg bei Merkels Metropolengipfel14.45:  Wegen der stark gestiegenen Corona-Zahlen will Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Verantwortlichen der elf größten deutschen Städte über die Lage beraten. Merkel will am Freitag an einer Videokonferenz mit Bürgermeistern von elf Städten in Deutschland teilnehmen, die derzeit hohe 7-Tage-Inzidenzen von Corona-Neuinfektionen melden. Die Kanzlerin werde sich über die Corona-Lage und die vor Ort eingeleiteten Maßnahmen informieren.Laut Spiegel nehmen die Oberhäupter von Berlin, Hamburg, Bremen, München, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf,Dortmund, Essen, Leipzig und Stuttgart teil. Auch der Sprecher des Hamburger Senats bestätigte die geplante Schaltkonferenz.In mehreren Bezirken Berlins und weiteren Städten hat die sogenannte 7-Tage-Inzidenz den kritischen 50er-Wert bereits überschritten. Er bildet die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen ab und ist ein wichtiger Grenzwert für schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie.Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sieht die Eindämmung der Infektionen vor allem in den Städten als Schlüssel im Kampf gegen Corona. „Die Pandemie wird in den Metropolen entschieden“, sagte der studierte Mediziner im ARD-Morgenmagazin.Rekord in Polen: Über 4000 Neuinfektionen in 24 Stunden – trotzdem keine Reisewarnung 12.15: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen hat den zweiten Tag in Folge einen Rekordwert erreicht. Die Behörden verzeichneten 4280 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Warschau mitteilte. Im gleichen Zeitraum starben 76 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus – so viele wie nie zuvor. Erst am Mittwoch war der bisherige Rekordwert seit Beginn der Pandemie erreicht worden, er lag bei 3003 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Das Auswärtige Amt in Berlin hat bisher jedoch keine Reisewarnung für das Nachbarland ausgesprochen. Forschungsministerin Karliczek bleibt bei Prognose: Impfung ab Mitte 202111.30: Bundesforschungsministerin Anja Karliczek bleibt bei ihrer Einschätzung, dass Corona-Impfstoffe für viele Menschen bis Mitte 2021 zur Verfügung stehen könnten. „Die Forschung ist im Moment gigantisch schnell“, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag in Berlin. Aktuell gehe das Forschungsministerium davon aus, dass Mitte nächsten Jahres breite Teile der Bevölkerung geimpft werden könnten. Offen sind nach Angaben Karliczeks noch einige Fragen, etwa wie lange der Impfschutz anhalten werde oder wie häufig man geimpft werden müsse, um einen wirklichen Schutz zu bekommen. Woher kommt der starke Anstieg der Neuinfektionen?11.15 Uhr: Eine klare Antwort gab weder Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch der Präsident des Robert Koch-Institutes Lothar H. Wieler. Spahn spielt den Ball weiter in die Bevölkerung und appelliert an die Vernunft der Bürger, jeder einzelne könne dazu beitragen die Zahlen zu senken. Es gäbe Zusammenkünfte, die derzeit einfach mit einem Risiko belastet sind, sagt Spahn in der Pressekonferenz in Berlin. „Jeder von uns weiß doch, in welche Situation er sich begibt. Muss eine Hochzeit mit 200, 300 Gästen jetzt sein?“Die meisten in Deutschland lebenden Menschen, stecken sich auch in Deutschland an, betont der RKI-Chef. Die Zahl der Ansteckungen aus dem Ausland sei zurück gegangen. Die Lage in den Krankenhäusern ist derzeit noch entspannt, gerade bei den Intensivbetten sein noch Luft. Dies läge auch daran, dass sich aktuell vor allem jüngere Anstecken, die häufig keine oder nur geringe Symptome zeigen.Gerade in der kalten Jahreszeit ist das Lüften ein zentrales Thema, so Prof. Dr. Kringel. Gut gelüftete Räume seien in Corona-Zeiten wichtig. Das haben in der Vergangenheit Superspreaderevents gezeigt, so Kringel. „Die Luftmenge die sauber zugeführt wird bestimmt die Zahl der Viren-Teilchen in einem Raum“, so Kringel. Je mehr Luft in den Raum hineinkommt, desto geringer ist das Risiko.Spahn für einheitlichen Rahmen bei innerdeutschen Reisen10.45 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Verständnis für besondere Corona-Vorgaben bei innerdeutschen Urlaubsreisen aus Gebieten mit hohen Infektionszahlen geäußert. Wichtig für die Akzeptanz sei aber ein möglichst einheitlicher Rahmen der Länder, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in Berlin. Dieser könne dann auch je nach Infektionsgeschehen anders ausgestaltet werden. Generell könne er verstehen, dass Länder mit geringen Infektionszahlen Sorgen vor Viruseinträgen hätten. Entscheidend sei jedoch eine rasche Eindämmung von Corona-Ausbrüchen in betroffenen Kommunen. Dies sei „die viel bessere Variante“ als Beherbergungsverbote in der Folge. Die Länder hatten am Mittwoch mehrheitlich beschlossen, dass Reisende aus Gebieten mit sehr hohen Infektionszahlen nur dann beherbergt werden dürfen, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test haben. Einige gaben zum Schluss aber abweichende Erklärungen ab. Über 4000 Neuinfektionen: Infektiologin warnt vor Engpässen in Krankenhäusern 10.10 Uhr: An Deutschlands Krankenhäusern steigt angesichts der immer zahlreicheren Coronainfektionen aus Expertenansicht die Gefahr von Engpässen. „Wir bereiten uns darauf vor, auf eine neue Welle an Patienten, die schwer erkrankt sind“, sagte die Leiterin der Abteilung Infektiologie des Uniklinikums Gießen, Susanne Herold, am Donnerstag in Berlin. Derzeit würden 470 Covid-19-Patienten in Deutschland auf Intensivstationen behandelt. Die Ärzte erwarteten einen deutlichen Anstieg dieser Zahl. Die Experten betonten zwar, dass die leichten Verläufe überwiegen. Herold sagte aber auch: „Wir bereiten uns vor auf eine neue Welle an Patienten, die schwer erkrankt sind.“ Herold hofft nach ihren eigenen Worten, dass die Menschen die Corona-Gefahr ernst nehmen, „so dass wir nicht in diese Situation kommen“.Spahn zu Neuinfektionen: „Haltet euch nicht für unverletzlich“09.45 Uhr: Angesichts des deutlichen Anstiegs bei der Zahl neuer Corona-Infektionen in Deutschland hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Menschen gemahnt, sich nicht für unverletzlich zu halten. Die Zahlen seien besorgniserregend, sagte Spahn am Donnerstag in Berlin. Es gelte zu verhindern, dass die Zahlen insgesamt wieder exponentiell steigen und es zu einem Moment komme, „wo wir die Kontrolle verlieren“, sagte der Minister. „Da sind wir noch nicht.“ Derzeit steckten sich vor allem jüngere Menschen an – aber nicht nur. Gerade die Jüngeren hielten sich oft für unverletzlich. „Das sind sie aber nicht“, betonte Spahn. Bei Covid-19 handele es sich weiterhin um eine ernsthafte Erkrankung. Die Zahlen an Todesfällen und Intensivpatienten seien aber derzeit vergleichsweise niedrig.Zahl der Neuinfektionen steigt sprunghaft auf über 40006.45 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist sprunghaft auf mehr als 4000 binnen eines Tages angestiegen. Die Gesundheitsämter meldeten 4058 neue Corona-Infektionen innerhalb der vorangegangenen 24 Stunden, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag mitteilte. Das sind über 1200 mehr als am Mittwoch, als mit 2828 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit April gemeldet worden war. Ein höherer als der nun gemeldete Wert war zuletzt in der ersten Aprilwoche erreicht worden.Das waren die News vom 7. Oktober:Länder: Beherbergungsverbot für Reisende aus Risikogebieten 16.19 Uhr: Die Bundesländer haben ein Beherbergungsverbot für Urlauber aus inländischen Corona-Risikogebieten beschlossen. Das Verbot gelte bundesweit, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur nach einer Schaltkonferenz der Chefs der Staatskanzleien der Länder.Neuinfektionen: RKI meldet Höchstwert seit April 10.35 Uhr: Die Zahl erfasster Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist so hoch wie seit der zweiten Aprilhälfte nicht mehr. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 2828 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen bekanntgab.Das sind über 150 mehr als am Freitag, als mit 2673 Neuinfektionen innerhalb eines Tages der zuvor geltende Höchstwert seit der zweiten Aprilhälfte gemeldet worden war. Es sei notwendig, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiere, mahnte das RKI in seinem Lagebericht vom Dienstagabend.Derzeit liege die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen in Berlin und Bremen sehr deutlich, in Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Hessen deutlich über dem bundesweiten Durchschnittswert. Fallhäufungen werden demnach derzeit insbesondere im Zusammenhang mit Feiern im Familien- und Freundeskreis sowie unter anderem in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern sowie verschiedenen beruflichen Settings erfasst. Der Anteil der Reiserückkehrer aus dem Ausland sei deutlich gesunken.Das waren die News vom 7. Oktober: Wegen steigender Infektionen: Berlin beschließt nächtliche Sperrstunde19.00 Uhr: Wegen des starken Anstiegs der Corona-Infektionen müssen die meisten Geschäfte sowie alle Restaurants und Bars in der Hauptstadt künftig von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr schließen.Der Senat beschloss am Dienstag eine nächtliche Sperrstunde, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen erfuhr. Demnach sind Ausnahmen etwa für Tankstellen geplant, diese dürfen in der Nacht aber keinen Alkohol mehr verkaufen.Zudem gelten in der Stadt bald neue Einschränkungen für private Feiern in geschlossenen Räumen. Künftig dürfen daran nur noch maximal 10 statt bisher 25 Personen teilnehmen, wie der Senat den Angaben zufolge weiter beschloss.Zum ersten Mal zeigt das Berliner Ampelsystem zur Bewertung der Corona-Lage dem Senat Handlungsbedarf an: Die Zahl der Neuinfektionen im Verhältnis zur Einwohnerzahl in den vergangenen sieben Tagen und die Reproduktionszahl liegen inzwischen über den als kritisch definierten Grenzwerten. Auch Bayerns Innenminister Markus Söder hatte hereits vor der Lage in Berlin massiv gewarnt.Söder: Corona in Berlin „am Rande der Nicht-mehr-Kontrollierbarkeit“Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Verantwortlichen in der Bundeshauptstadt zu einem entschiedeneren Kampf gegen die steigenden Berliner Corona-Zahlen aufgerufen. „Mir macht die Berliner Situation ausdrücklich Sorgen. Ich befürchte, das ist am Rande der Nicht-mehr-Kontrollierbarkeit“, sagte Söder am Dienstag vor einer Kabinettssitzung in München. Er verwies darauf, dass München es mit verschärften Anti-Corona-Maßnahmen geschafft habe, den Anstieg der Infektionszahlen zu bremsen. Dazu zählten etwa eine zeitweilige Maskenpflicht in Teilen der Innenstadt und zeitweilige strengere Kontaktbeschränkungen. Man könne nur „dringend raten“, solche Maßnahmen zu ergreifen, sagte Söder Richtung Berlin.Er habe den Eindruck, die Berliner Gesundheitssenatorin kämpfe sehr. „Aber sie wird ein Stück weit allein gelassen.“ Angesichts des „seltsamen Systems“ von Bezirksregierungen gebe es dort kaum eine einheitliche Strategie. Man sei in Berlin an einer „gefährlichen Schwelle“ – das sage er aber mit Sorge, nicht mit einem Zeigefinger. Manche Anti-Corona-Maßnahmen würden in Berlin aber entweder nicht oder kaum vollzogen – das sei der Eindruck, den viele aktuell hätten.„Wir wollen auf keinen Fall eine Situation haben wie in Madrid, wir wollen keine Situation haben wie in Paris, dass wieder im Prinzip ein kompletter Lockdown erfolgen muss, dass wieder das öffentliche Leben auf Null gestellt wird“, betonte Söder. So etwas wolle man in Deutschland nicht wieder haben. Er warnte vor erheblichen Auswirkungen auf Schule, Kitas, Wirtschaft und Gesellschaft. „Mehr Maske, weniger Alkohol und kleinere Partys – nur so können wir die Infektionsausbreitung in den Griff bekommen“, betonte Söder.„Wir machen uns wirklich Sorgen, wie das weitergeht in Deutschland“, sagte Söder und fügte hinzu: „Die Lage ist sehr unsicher.“ Man müsse deshalb weiter mit einem hohen Maß an Disziplin und Vernunft agieren. „Dann, glaube ich, können wir auch diesen Winter gut überstehen.“US-Behörde: Corona-Übertragung über längere Distanz möglich11.14 Uhr: Am Montag schrieb die Gesundheitsbehörde CDC in ihren Corona-Richtlinien, das Virus könne unter bestimmten Bedingungen auch über längere Distanz als die bislang sechs Fuß (etwa 1,8 Meter) übertragen werden. Dies sei vor allem in schlecht belüfteten Räumen der Fall gewesen. Mitunter hätten die Personen zudem schwer geatmet, etwa beim Singen oder Trainieren.Nach Angaben der Wissenschaftler des CDC, steigt die Konzentration des Virus in der Luft bei schwerer Atmung. Es seien so zum Teil auch Menschen infiziert worden, die sich nicht nur zur gleichen Zeit, sondern auch kurz danach an einem Ort mit ansteckenden Personen aufgehalten hätten.Diese Erkenntnis hatten sie bereits vor zwei Wochen veröffentlicht, allerdings wieder zurückgezogen. Die Begründung: Ein Entwurf sei fälschlicherweise zu früh veröffentlicht worden. Gleichzeitig schränkte die CDC ein, dass der Großteil der Infektionen nach vorliegenden Daten in nächster Entfernung passiere.In den USA sind nach Zahlen der Universität Johns Hopkins bereits mehr als 210.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Erst kürzlich hatte die CDC Kritik auf sich gezogen, als sie erklärte, Tests bei Menschen ohne Symptome seien nicht notwendig. In einer „Klarstellung“ nahm die CDC diese Position aber wieder zurück.Spahn kritisiert Berlins Corona-Management09.25 Uhr: „Ich würde mir wünschen, dass in Berlin und auch Bremen der notwendige Wille zur Durchsetzung der Regeln besser greift“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn bei einer Pressekonferenz.Es sei ohne Zweifel nachvollziehbar, dass jetzt Masken in Büroräumen getragen werden sollen. „Aber genauso wichtig und nachvollziehbar fände ich es, wenn keine Partys mehr stattfänden, so wie wir es jetzt am Wochenende wieder gesehen haben“, sagte er. „Das passt nicht zur Infektionslage wie einer Stadt Berlin.“Es bringe nichts, die Stadt in Bezirke zu unterteilen. Berlin ist eine große dynamische Stadt. Es sollte einen ganzheitlichen Ansatz für ganz Berlin geben. „Ich kann nicht ganz verstehen, dass es in dieser Stadt Restaurants gibt, in denen ich angeschaut werde, also komme ich vom anderen Mond nur weil ich eine Maske trage. Und dann wird mir auch noch gesagt: Brauchen Sie hier nicht tragen.“Die Regeln müssen durchgesetzt werden, plädiert der Gesundheitsminister. Die meisten die sich nicht an die Regeln halten, wäre die jüngerer Generation: „Die sagen ich bin 20, jung und unsterblich.“ Aber auch sie würden ältere und Menschen mit Vorerkrankungen treffen.Das waren die News vom 5. Oktober:Sprecherin des Weißen Hauses positiv auf Corona getestet17.49 Uhr: Knapp vier Tage nach US-Präsident Donald Trump ist die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie werde sich nach ihrem Testergebnis vom Montagmorgen in Quarantäne begeben, hieß es in einer von McEnany auf Twitter verbreiteten Mitteilung.Maskenpflicht und Abstand könnten noch zwei Jahre andauern15.26 Uhr: Die Corona-Fallzahlen in ganz Deutschland steigen wieder an, einzelne Bundesländer erklären Regionen innerhalb Deutschlands wieder zu Risikogebieten und immer wieder demonstrieren Menschen gegen die Corona-Maßnahmen.Doch Maskenpflicht und Abstand halten wird höchstwahrscheinlich noch sehr lange Teil unseres Lebens sein. Virologen der ständigen Impfkommission sagten der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung am Sonntag“: Bis in Deutschland genügend Bürger geimpft seien, um die Hygienemaßnahmen aufheben zu können, würden „wahrscheinlich anderthalb bis zwei Jahre“ vergehen. Bis dahin braucht es weiterhin Hygienemaßnahmen, um die Bevölkerung zu schützen.  Explodierende Zahlen: „Maximale Alarmstufe“ in Paris ausgerufen10.40 Uhr: Im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie sollen am Montag neue Sicherheitsmaßnahmen für die stark betroffene Millionenstadt Paris angekündigt werden. Für Frankreichs Hauptstadt und deren unmittelbare Umgebung gelte nun die „maximale Alarmstufe“, teilte Arbeitsministerin Elisabeth Borne in der Nacht via Twitter mit. Sie rief Arbeitgeber und Beschäftigte auf, möglichst auf Heimarbeit umzustellen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Die neuen Maßnahmen könnten die Schließung von Cafés und Bars auslösen, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf das Amt des französischen Regierungschefs Jean Castex. Restaurants könnten mit verstärkten Corona-Vorsichtsmaßnahmen hingegen offen bleiben. In Universitäten solle es neue Beschränkungen für den Zugang zu Hörsälen geben.Gesundheitsminister Olivier Véran hatte bereits Ende der zurückliegenden Woche gesagt, dass sich die Lage in Paris und den Vorstädten zuletzt rapide verschlechtert habe. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie galt die „maximale Alarmstufe“ bisher nur im französischen Überseegebiet Guadeloupe und in Marseille.In der südfranzösischen Hafenstadt mussten Restaurants und Bars bereits schließen – dagegen gab es massiven Protest. Wie AFP berichtete, sollen im Raum Marseille/Aix-en-Provence Lokale wieder öffnen können.In Paris müssen Bars bisher um 22 Uhr schließen, Restaurants dürfen auch länger geöffnet bleiben. Allerdings dürfen sie Alkohol nur im Zusammenhang mit einer Mahlzeit ausschenken.Die neuen Maßnahmen sollen am Montag von der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo vorgestellt werden und zunächst 15 Tage gelten, wie AFP berichtete.Frankreich registrierte im ganzen Land innerhalb von 24 Stunden 12 565 Corona-Neuinfektionen, wie die Behörden am Abend mitteilten. Einen Tag zuvor waren es 16 972 Neuinfektionen gewesen. Frankreich ist von der Corona-Pandemie schwer getroffen, über 32 000 Menschen starben bisher.Das waren die News vom 4. Oktober: Spahn kündigt an: Corona-Schnelltests für Alten- und Pflegeheime14.05 Uhr: Nirgendwo sonst sind so viele Menschen an Covid-19 gestorben wie in Alten- und Pflegeheimen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) setzt jetzt auf eine neue Teststrategie. Einigen geht das allerdings noch nicht weit genug.Spahn kündigte Corona-Schnelltests für Krankenhäuser und Pflegeheime an. „Schnelltests kommen vor allem für Besucher, Beschäftigte, Bewohner und Patienten von Pflegeheimen und Krankenhäusern in Betracht“, sagte er der „Bild am Sonntag“.„Damit können wir verhindern, dass sich alte und kranke Mitbürgerinnen und Mitbürger anstecken. Für sie ist die Gefahr von schwerwiegenden Folgen einer Infektion am größten.“ Wann und unter welchen Bedingungen die Schnelltests von den Krankenkassen bezahlt würden, werde zum 15. Oktober geregelt.Ab dem 15. Oktober sollen Alten- und Pflegeheime grundsätzlich flächendeckend Corona-Tests durchführen, um Bewohner, Personal und Besucher besser vor dem Virus zu schützen. Ähnliche Strategien sieht die nationale Teststrategie auch für Krankenhäuser, Einrichtungen für ambulantes Operieren, Arzt- und Zahnarztpraxen, Dialyseeinrichtungen, Praxen humanmedizinischer Heilberufe sowie ambulante Pflegedienste vor, so der „Spiegel“.Bezahlt werden sollen die Schnelltests demnach über den Gesundheitsfonds, aus dem gesetzliche Krankenkassen ihre Mittel erhalten. Das Ministerium veranschlage dafür einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag, abhängig von der Entwicklung des Testgeschehens, hieß es in dem Bericht weiter.Das waren die News vom 3. Oktober:Explodierende Neuinfektionen: Spanische Hauptstadt abgeriegelt9.55 Uhr: Die spanische Hauptstadt Madrid ist wegen der hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen seit Freitagabend abgeriegelt. Neben der Hauptstadt wurden neun weitere Gemeinden des Großraums Madrid abgesperrt. Man darf diese Städte nur noch mit triftigem Grund betreten oder verlassen, etwa, um zur Arbeit zu fahren oder einen Arzt aufzusuchen. Die Maßnahmen sollen zunächst für zwei Wochen gelten.Nur wider Willen setzte Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso die umstrittene Anordnung der spanischen Zentralregierung in Kraft. Die Konservative Ayuso wirft dem sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez vor, einen „politischen Krieg“ zu führen. Sánchez greife in unrechtmäßiger Form in die Kompetenzen der Regionen ein.Ayusos Justiz- und Innenminister Enrique López sagte am Freitag, die Absperrungen würden nicht nur „Chaos, Ungewissheit und Unruhe“, sondern auch Einkommenseinbußen von insgesamt zwei Milliarden Euro pro Woche verursachen. Ayuso betonte derweil, die Corona-Zahlen seien in ihrer Region in den letzten Tagen besser geworden.Bisher waren in Madrid 45 Gebiete mit den höchsten Infektionszahlen abgesperrt. Die gesamte Region hatte zuletzt eine 14-Tage-Inzidenz von 647. Die 7-Tage-Inzidenz lag bei 234, Tendenz fallend. Zum Vergleich: In Deutschland lag diese Zahl zuletzt bei knapp 15.Rom verhängt Maskenpflicht im öffentlichen Raum16.55 Uhr: Im Freien muss in Rom künftig ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Das gelte auch für die gesamte Region Lazio rund um die italienische Hauptstadt, teilten die dortigen Gesundheitsbehörden mit.Bisher bestand die Maskenpflicht nur in geschlossenen öffentlichen Räumen wie Geschäften und Kinos. Die Behörden führten als Gründe für den Anstieg der Infektionszahlen an, dass sich die Menschen nicht ausreichend an diese Auflage sowie an das Abstandsgebot gehalten hätten.Tourismus in Spanien bricht um 73 Prozent ein15.13 Uhr: Spanien leidet massiv unter der Pandemie. Die Zahl der Auslandstouristen in Spanien ist im August um 76 Prozent zum Vorjahr gesunken. In den ersten acht Monaten des Jahres besuchten nur 15,7 Millionen Menschen und damit 73 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum das beliebte Urlaubsland, wie das nationale Statistikamt INE mitteilt. Allein im August gaben sie insgesamt 79 Prozent weniger aus als vor Jahresfrist, so der „Spiegel“.Höchststand seit April: 2.673 Neuinfektionen09.27 Uhr: Mit 2.673 Neuinfektionen ist wieder ein neuer Höchststand seit April erreicht. Zuletzt kletterten die Zahlen immer wieder über die 2.500-Fall Marke. Mittlerweile liegt die Anzahl der in Deutschland an Covid-19 Erkrankten insgesamt bei 294.395.Insgesamt sind bisher 9.508 Menschen mit dem Virus verstorben. Acht Fälle sind innerhalb eines Tages hinzugekommen. Der sieben-Tage-Wert liegt bei 15,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.Rund 259.500 Menschen haben die Infektionen nach RKI-Einschätzungen überstanden. Ein Anstieg zeichnet sich auch bei den intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten ab. Laut aktuellem RKI-Lagebericht werden derzeit 362 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 193 davon werden beatmet.Derzeit sind rund 8.700 der rund 30.540 registrierten Intensivbetten in deutschen Kliniken frei. (Stand: 1.Oktober)Das waren die News vom 1. Oktober:​Pauschale Reisewarnung ins EU-Ausland aufgehoben8.25 Uhr: In der Nacht zu Donnerstag hat die Bundesregierung die pauschale Reisewarnung ins EU-Ausland aufgehoben. Jedes Land der Welt wird nun einzeln bewertet – so wie bereits innerhalb der Europäischen Union.Ab heute wird eine coronabedingte Reisewarnung nur noch für Länder ausgesprochen, die den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschreiten. Derzeit gilt das für mehr als 130 Länder ganz oder teilweise.Für etwa 50 weitere Länder wird unabhängig von der Infektionslage von Reisen abgeraten. Der Grund: Dort gelten noch Einreisebeschränkungen oder eine Ausreisesperre in die EU. Zu dieser Staatengruppe gehört beispielsweise das beliebte Winterurlaubsland Thailand, wo es kaum Corona-Infektionen gibt, aber ausländische Touristen auch nicht einreisen dürfen.Unterm Strich bleiben derzeit also nicht viele Reiseziele übrig. Vor allem weil in Europa derzeit alle paar Tage neue Reisewarnungen hinzukommen. So waren am Mittwochabend in der EU nur noch neun der 26 Partnerländer Deutschlands ganz ohne Risikogebiet und Reisewarnung.Am 17. März hatte Bundesaußenminister Heiko Maas die pauschale Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie ausgesprochen. Diese sei kein Verbot, soll aber eine möglichst große abschreckende Wirkung auf Touristen haben.Alle Corona-News bis Ende September 2020 können Sie hier nachlesen



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