Google erklärt, warum ihr manche Vorschläge nicht seht




Gerade keine Zeit?

Googles Autocomplete-Funktion soll uns vor allem Zeit beim Tippen ersparen. Der Suchmaschinenriese erklärt jetzt, wie die Vorschläge zustande kommen und warum uns manche überhaupt nicht angezeigt werden.

Die Vorschläge, die Google in seiner Autocomplete-Funktion anzeigt, sollen die Userinnen und User schneller an ihr Ziel führen. In einem aktuellen Blogpost erklärt Google-Mitarbeiter Danny Sullivan, wie genau diese Vorschläge generiert werden und welche Einschränkungen dabei gelten.

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Woher kommen die Autocomplete-Vorschläge?

Die Vorschläge der Autocomplete-Funktion basieren im Wesentlichen auf dem bisherigen Suchverhalten von Nutzerinnen und Nutzern bei Google. Die Suchmaschine greift also auf Daten darüber zurück, was allgemein häufig gesucht wird und welche Suchen gerade im Trend liegen. Wenn Googles Systeme ein steigendes Interesse an einem bestimmten Thema registrieren, können auch diese Trendthemen als Vorschläge angezeigt werden, auch wenn sie nicht unbedingt zu den häufigsten Suchanfragen zählen. Das passiert beispielsweise, wenn ein bestimmtes Sportteam aufgrund eines aktuellen Spielergebnisses gerade häufiger gesucht wird als sonst.

Daneben berücksichtigt Google natürlich die Sprache der Suchenden sowie deren Standort, um die Vorschläge so relevant wie möglich zu gestalten. Wer beispielsweise nach einem veganen Restaurant sucht, wird den aktuellen Standort als Vorschlag weit oben sehen.

Bei sehr langen Suchanfragen kann Google außerdem zwischen der Vorhersage der ganzen Suchanfrage und der einzelner Teile der Anfrage wechseln, um möglichst präzise Vorschläge zu liefern.

Warum werden manche Vorschläge nicht angezeigt?

Nicht alles, was gesucht werden kann und wonach gesucht wird, wird auch in den Vorschlägen angezeigt. Google betont, dass die Suchvorschläge nicht immer perfekt sind und beispielsweise dazu führen können, dass jemand diese für Fakten hält. Außerdem führen einige Abfragen weniger wahrscheinlich zu zuverlässigen Ergebnissen. Daher beschränkt Google die Inhalte seiner Autovervollständigung.

Zum einen kommen Systeme zur Anwendung, die gefährliche, sexuell explizite oder gewalttätige Ausdrücke erkennen, die dann ausgeschlossen werden. Außerdem ermitteln diese Systeme, ob ein Suchvorschlag zu zuverlässigen Inhalten führt oder nicht. Ist die Wahrscheinlichkeit dafür gering, wird kein entsprechender Suchvorschlag angezeigt. Dies passiert beispielsweise, wenn es zu einem aktuellen Nachrichtenereignis unbestätigte Gerüchte gibt. Würde Autocomplete diese Anzeigen, könnten sie von Suchenden für wahr gehalten werden. Zum anderen verfügt Google über ein Team, das potenziell problematische Autocomplete-Vorschläge, die von den Systemen nicht erkannt wurden, prüft und gegebenenfalls entfernt.

Ihr könnt suchen, was ihr wollt

Danny Sullivan betont im Blogbeitrag mehrfach, dass die Autocomplete-Funktion keinen Einfluss auf die Funktionalität der Suche an sich hat. Wenn eine Suchphrase nicht als Vorschlag angezeigt wird, kann trotzdem danach gesucht werden, wenn sie vollständig eingegeben wird. Autocomplete verhindert also nicht, dass bestimmte Suchergebisse angezeigt werden. Die Richtlinien für die automatische Vervollständigung gelten nur für die Vorschläge, nicht für die Suchergebnisse selbst.

Besonders vorsichtig ist Google bei Autocomplete-Vorschlägen im Zusammenhang mit Namen. Hier soll Gerüchten und Falschinformationen Einhalt geboten werden. Google betont, dass das in wenigen Fällen dazu führen kann, dass auch hilfreiche Vorschläge nicht angezeigt werden. Da dies aber keinen Einfluss auf die Suchergebnisse selbst hat, will Google auch künftig an dieser Vorgehensweise festhalten.

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