Google macht Ernst mit der Abschaffung der Third-Party-Cookies

Chrome will bis 2022 die Third-party Cookies abschaffen. (Foto: Shutterstock)



Gerade keine Zeit?

Der Abgesang auf die Thrid-Party-Cookies ist inzwischen nicht mehr zu überhören. Nach anderen Browserherstellern hat jetzt auch Google für Chrome konkrete Transparenzmaßnahmen vorgestellt.

Dass nach Mozilla und Apple auch Google in Zukunft auf die Third-Party-Cookies verzichten will, ist eine Entwicklung, die bereits länger thematisiert wurde. Jetzt hat das Unternehmen angekündigt, die ersten Trust-Tokens in Kooperation mit den Developern zu testen. Man wolle so einerseits den Bedürfnissen der Werbekunden gerecht werden, aber auch die Wünsche der Nutzer respektieren, erklärt das Unternehmen. Denn die Trust-Tokens sollen einerseits Ad-Fraud unterbinden und sicherstellen, dass die Werbekunden auch korrekt in Bezug auf die Zugriffe abgerechnet werden, sie sollen andererseits aber auch dafür sorgen, dass Verbraucher nicht mehr über Drittanbieter-Netzwerke getracked werden und somit einen höheren Grad an Anonymisierung erhalten.

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Trust-Token-API soll mehr Transparenz ermöglichen

Im Rahmen seiner Transparenzinitiative führt Google eine „Über diese Anzeige“-Funktion ein, die den verifizierten Namen des Anzeigenkunden anzeigt. Diese Funktion wird zunächst nur für Anzeigen verfügbar sein, die über Google Ads und Display & Video 360 gehandelt wurden. 2021 soll sie jedoch auf weitere Anzeigeformate ausgeweitet werden. Google will Fehlinformationen und Ad-Fraud eindämmen, um für die Authentizität der Anzeigen zu sorgen. Neben der Trust-Token-API will Google den Nutzern selbst ein Mehr an Transparenz ermöglichen und hat eine Erweiterung namens Ads Transparency Spotlight angekündigt, die allerdings noch in einem sehr frühen Stadium ist. Das Tool zeigt, wie viele Werbeelemente auf einer bestimmten Seite geladen werden und welche Userdaten verwendet werden, um eine Personalisierung herzustellen. Mit Hilfe der Erweiterung sollen Endnutzer besser verstehen, wie Anzeigen geschaltet werden. Die neue Ads-Transparency-Spotlight-Erweiterung wurde um eine neue API namens „Ad Disclosure Schema“ herum aufgebaut, die ein einheitliches System schafft, über das Anzeigenkunden transparent machen können, wie ihre Anzeigen funktionieren.

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